Feder

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 13. Woche
des Jahres 2009 das Wort der Woche.

Feder (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Feder die Federn
Genitiv der Feder der Federn
Dativ der Feder den Federn
Akkusativ die Feder die Federn
[1] eine weiße Feder
[3] eine Feder
[4] Feder eines Füllers

Worttrennung:

Fe·der, Plural: Fe·dern

Aussprache:

IPA: [ˈfeːdɐ], Plural: [ˈfeːdɐn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Feder (österreichisch) (Info), Plural: Lautsprecherbild Federn (österreichisch) (Info)
Reime: -eːdɐ

Bedeutungen:

[1] Biologie: Keratingebilde auf der Haut von Vögeln
[2] aus [1] hergestelltes Schreibwerkzeug
[3] Technik: Bauteil, das durch elastische Verformung mechanische Energie speichert und wieder abgibt
[4] die (eingesteckte oder einzusteckende) Spitze eines Federhalters oder Füllfederhalters
[5] Kurzform von Füllfederhalter
[6] Gerät zum Anfertigen von Federzeichnungen oder Tuschezeichnungen
[7] Tischlerei: (dünne) Leiste, die an (dickerem) einem Brett übersteht oder angefügt wird, um in eine rinnenartige Vertiefung eines anderen Brettes (die Nut) zur Schaffung einer Verbindung eingepasst zu werden
[8] Tischlerei: Leiste, die in rinnenartige Vertiefungen zweier benachbarter Bretter hineingeschoben wird
[9] Jägersprache, zumeist im Plural: Borste, die Wildschweine auf dem Rücken haben
[10] Jägersprache: Rippe vom Rotwild

Herkunft:

[1] Im 10. Jahrhundert gab es das althochdeutsche Wort fedara, in der Folge entstanden unter anderem das mittelhochdeutsche veder oder vedere und das altsächsische feðera, welche allesamt auf die indoeuropäische Wurzel *pet(ǝ)- (fliegen, fallen, auf etwas losstürzen) zurückgehen.[1]
[3] Dass Vogelfedern äußerst elastisch sind, dürfte im 17. Jahrhundert der Grund für die Benennung der technischen Bauteile gewesen sein.[1]
[4] Die Bezeichnung des angeschnittenen Federkiels als Schreibgerät ging um 1800 auf das aus Metall gefertigte Schreibutensil über.[1]

Synonyme:

[4] Schreibfeder, Zeichenfeder, Ziehfeder

Gegenwörter:

[1] Haar
[7, 8] Nut

Oberbegriffe:

[1] Epithel
[2] Schreibwerkzeug
[3] Bauteil, Maschinenelement
[4] Zeichenwerkzeug

Unterbegriffe:

[1] Daune, Dune, Entenfeder, Gänsefeder, Halsfeder, Hühnerfeder, Schwanzfeder, Schwungfeder, Straußenfeder
[2] übertragen: Edelfeder
[3] Blattfeder, Druckfeder, Lamellenfeder, Schraubenfeder, Spiralfeder, Stahlfeder, Torsionsfeder, Uhrfeder, Zugfeder
[4] Durchschreibefeder, Goldfeder

Beispiele:

[1] In der Mauser wechseln Vögel ihre Federn.
[2] Wenn man heute versuchen möchte, mit einer Feder zu schreiben, sollte man darauf achten, dass Linkshänder die Federn des rechten Flügels erstehen und Rechtshänder die Federn des linken Flügels.[2]
[3] Mechanische Uhren haben eine Feder, die man spannt, wenn man die Uhr aufzieht.
[4] Die erste Titelgeschichte über Adenauer in der Wochenzeitung „Der Spiegel“ stammt aus der Feder von Rudolf Augstein.
[4, 5] Meine Feder schreibt nicht mehr, ich fürchte, ihre Feder ist kaputt.
[8] Durch das Einhängen der Feder in die Nut verhindert man, dass sich zwei nebeneinanderliegene Bretter verschieben können.[3]

Redewendungen:

[1] Federn lassen
[1] sich mit fremden Federn schmücken

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] leicht wie eine Feder
[2] mit Tusche und Feder

Wortbildungen:

[1] Federball, Federbett, Federgewicht, Federkiel, Federkleid, Federschaft, Gefieder, federleicht
[2] Federfuchser, Federhalter, Federkästchen, Federkasten, Federmappe, Federmäppchen, Federpennal
[3] Federkraft, federn, Federung, Bettfedern
[4] Federzeichnung


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Feder
[3] Wikipedia-Artikel „Feder (Technik)
[4] Wikipedia-Artikel „Schreibfeder
[5] Wikipedia-Artikel „Nut- und Federverbindung
[1, 2, 3, 7] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Feder
[1, 2, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Feder
[1] canoo.net „Feder
[1–4, 7] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFeder
[1, 3–5, 7–10] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „Feder“, Seite 525

Quellen:

  1. 1,0 1,1 1,2 Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „Feder“, Seite 330
  2. Wikipedia-Artikel „Federkiel
  3. Wikipedia-Artikel „Nut-Feder-Verbindung

Ähnliche Wörter:

federn, Feta, Felder, Fehde