Ausdruck
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
[Bearbeiten] Ausdruck (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m
| Kasus | Singular | Plural 1 | Plural 2 | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Ausdruck | die Ausdrücke | die Ausdrucke | ||||||
| Genitiv | des Ausdrucks | der Ausdrücke | der Ausdrucke | ||||||
| Dativ | dem Ausdruck | den Ausdrücken | den Ausdrucken | ||||||
| Akkusativ | den Ausdruck | die Ausdrücke | die Ausdrucke | ||||||
Silbentrennung:
- Aus·druck, Plural 1: Aus·drü·cke, Plural 2: Aus·dru·cke (alte Rechtschreibung: Aus·drük·ke und Aus·druk·ke)
Aussprache:
- IPA: ['aʊ̯sdʀʊk], Plural 1: ['aʊ̯sdʀʏkə], Plural 2: ['aʊ̯sdʀʊkə]
- Hörbeispiele: Ausdruck (Österr.), Plural: —
Bedeutungen:
- [1] in der Sprachforschung und Semiotik, Plural 1: ein Wort oder eine Gruppierung von Worten
- [2] in der Logik, Plural 1: eine bestimmte Aussage
- [3] in der Mathematik und Programmierung, Plural 1: ein syntaktisches Konstrukt
- [4] in der Psychologie, Plural 1: die Körperhaltung, Mimik, Miene, Gestik, etc.
- [5] in der Kunst, Plural 1: ein Stil des Künstlers
- [6] in formalen Sprachen, Plural 1: ein regulärer Ausdruck
- [7] im Druckwesen und EDV, Plural 1+2: ein Druckwerk als Ergebnis einer elektronisch-mechanischen Reproduktion
- [8] in der Linguistik, kein Plural: diejenige der Sprachfunktionen, die darin besteht, dass Menschen beim Sprechen etwas über sich preisgeben
- [9] in der Linguistik, kein Plural: die konkret realisierte Seite der Sprache (schriftlich, mündlich)
- [10] in Formulierungen wie Ausdruck von, für, Ausdruck mit Genitiv: Symbol, Kennzeichen
Abkürzungen:
Herkunft:
- Plural 1: französisch: expression, jedoch schon in der Mystik: uzdruc
- Plural 2: zu drucken, Neuschöpfung des 20. Jh.
Synonyme:
Gegenwörter:
- [8]: Appell, Darstellung
Oberbegriffe:
- [8] Sprachfunktion
Unterbegriffe:
- [4] Gesichtsausdruck
Beispiele:
- [1] Der Ausdruck "Betrüger" kann eine Beleidigung sein.:[7] Der Ausdruck ist so nicht brauchbar; dem Drucker fehlt wohl Tinte.
- [8] Ausdruck ist neben Appell und Darstellung eine der Sprachfunktionen, die wir vollziehen, sobald wir uns äußern.
- [8] Ausdruck meint die Informationen, die Sprecher beim Sprechen über sich selbst preisgeben, z.B., welchen Geschlechts sie sind, in welcher Stimmung sie sind, usw.
- [8] „Wir nennen die semantische Relation des Lautzeichens zum Täter der Sprechtat den Ausdruck und die semantische Relation des Lautzeichens zum Adressaten den Appell.“[1]
- [9] Ein Zeichen hat zwei Seiten: Ausdruck und Inhalt. Der Ausdruck des sprachlichen Zeichens „Buch“ etwa sind dabei vor allem entweder die Buchstaben- oder die Lautfolge.
- [10] Sein Verhalten war ein deutlicher Ausdruck seiner Angst.
Redewendungen:
- [1] etwas zum Ausdruck bringen
- [2] Das ist gar kein Ausdruck.
- [3] Dieser Ausdruck ist mir nicht geläufig.
Charakteristische Wortkombinationen:
- besserer, guter, schlechter ~
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1–9] Wikipedia-Artikel „Ausdruck“
- [1, 4, 5, 10] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Ausdruck“
- [1, 4, 7] canoo.net „Ausdruck“
- [1, 4, 5, 10] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Ausdruck“
Quellen:
- ↑ Karl Bühler: Die Axiomatik der Sprachwissenschaften. Einleitung und Kommentar von Elisabeth Ströer. Klostermann, Frankfurt/M. 1969, S. 102. Erstausgabe 1933. „Appell und Ausdruck gesperrt gedruckt.“