Ausdruck

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[Bearbeiten] Ausdruck (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m

[7] Drucker mit Ausdruck
Kasus Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ der Ausdruck die Ausdrücke die Ausdrucke
Genitiv des Ausdrucks
des Ausdruckes
der Ausdrücke der Ausdrucke
Dativ dem Ausdruck den Ausdrücken den Ausdrucken
Akkusativ den Ausdruck die Ausdrücke die Ausdrucke

Silbentrennung:

Aus·druck, Plural 1: Aus·drü·cke, Plural 2: Aus·dru·cke (alte Rechtschreibung: Aus·drük·ke und Aus·druk·ke)

Aussprache:

IPA: [ˈaʊ̯sdʀʊk], Plural 1: [ˈaʊ̯sdʀʏkə], Plural 2: [ˈaʊ̯sdʀʊkə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Ausdruck (Österr.) (Info), Plural:

Bedeutungen:

[1] in der Sprachforschung und Semiotik, Plural 1: ein Wort oder eine Gruppierung von Worten
[2] in der Logik, Plural 1: eine bestimmte Aussage
[3] in der Mathematik und Programmierung, Plural 1: ein syntaktisches Konstrukt
[4] in der Psychologie, Plural 1: die Körperhaltung, Mimik, Miene, Gestik, etc.
[5] in der Kunst, Plural 1: ein Stil des Künstlers
[6] in formalen Sprachen, Plural 1: ein regulärer Ausdruck
[7] im Druckwesen und EDV, Plural 1+2: ein Druckwerk als Ergebnis einer elektronisch-mechanischen Reproduktion
[8] in der Linguistik, kein Plural: diejenige der Sprachfunktionen, die darin besteht, dass Menschen beim Sprechen etwas über sich preisgeben
[9] in der Linguistik, kein Plural: die konkret realisierte Seite der Sprache (schriftlich, mündlich)
[10] in Formulierungen wie Ausdruck von, für, Ausdruck mit Genitiv: Symbol, Kennzeichen

Abkürzungen:

[?] Ausdr.

Herkunft:

Plural 1: französisch: expression, jedoch schon in der Mystik: uzdruc
Plural 2: zu drucken, Neuschöpfung des 20. Jh.

Synonyme:

[4] Gebärde, Gestik, Mimik, Verhalten

Gegenwörter:

[8] Appell, Darstellung

Oberbegriffe:

[8] Sprachfunktion

Unterbegriffe:

[1] Kraftausdruck
[4] Gesichtsausdruck
[7] Computerausdruck

Beispiele:

[1] Der Ausdruck "Betrüger" kann eine Beleidigung sein.:[7] Der Ausdruck ist so nicht brauchbar; dem Drucker fehlt wohl Tinte.
[8] Ausdruck ist neben Appell und Darstellung eine der Sprachfunktionen, die wir vollziehen, sobald wir uns äußern.
[8] Ausdruck meint die Informationen, die Sprecher beim Sprechen über sich selbst preisgeben, z.B., welchen Geschlechts sie sind, in welcher Stimmung sie sind, usw.
[8] „Wir nennen die semantische Relation des Lautzeichens zum Täter der Sprechtat den Ausdruck und die semantische Relation des Lautzeichens zum Adressaten den Appell.“[1]
[9] Ein Zeichen hat zwei Seiten: Ausdruck und Inhalt. Der Ausdruck des sprachlichen Zeichens „Buch“ etwa sind dabei vor allem entweder die Buchstaben- oder die Lautfolge.
[10] Sein Verhalten war ein deutlicher Ausdruck seiner Angst.

Redewendungen:

[1] etwas zum Ausdruck bringen
[2] Das ist gar kein Ausdruck.
[3] Dieser Ausdruck ist mir nicht geläufig.

Charakteristische Wortkombinationen:

besserer, guter, schlechter Ausdruck

Abgeleitete Begriffe:

ausdrücklich, Ausdrucksstärke, ausdrucksvoll, Ausdrucksweise
[8] Ausdrucksfunktion
[9] Ausdrucksebene, Ausdrucksseite

[Bearbeiten] Übersetzungen

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–9] Wikipedia-Artikel „Ausdruck
[1, 4, 5, 10] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Ausdruck
[1, 4, 7] canoo.net „Ausdruck
[1, 4, 5, 10] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAusdruck

Quellen:

  1. Karl Bühler: Die Axiomatik der Sprachwissenschaften. Einleitung und Kommentar von Elisabeth Ströer. Klostermann, Frankfurt/M. 1969, S. 102. Erstausgabe 1933. „Appell und Ausdruck gesperrt gedruckt.“

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