Wort

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des Jahres 2006 das Wort der Woche.

Wort (Deutsch)[Bearbeiten]

Anmerkung zur Trennung nach Pluralia:

Die bedeutungsunterscheidende Trennung der Pluralformen „Wörter“ und „Worte“ kommt im 16. Jahrhundert auf. Nachdem Schottel sie im 17. Jahrhundert zur Norm erhebt, was von nachfolgenden Sprachgelehrten fortgeführt wird, setzt sie sich langsam bis zum 19. Jahrhundert durch. Besonders in informaler Rede wird die Trennung heutzutage allerdings nicht konsequent vollzogen. Dabei ist anzumerken, dass die Pluralform „Worte“ häufiger für die Bedeutungen der anderen Form gebraucht wird als andersherum.[1][2]


Quellen:

  1. Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Wort
  2. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wort

Substantiv, n, Wörter[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Wort die Wörter
Genitiv des Worts
des Wortes
der Wörter
Dativ dem Wort
dem Worte
den Wörtern
Akkusativ das Wort die Wörter

Worttrennung:

Wort, Plural: Wör·ter

Aussprache:

IPA: [vɔʁt], Plural: [ˈvœʁtɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Wort (Info), Plural: Lautsprecherbild Wörter (Info)
Reime: -ɔʁt

Bedeutungen:

[1] Linguistik: kleinste, eine selbstständige Bedeutung tragende Einheit der Sprache, eine grammatische Einheit
[2] Theoretische Informatik, formale Sprachen: eine endliche Folge von Symbolen aus einem Alphabet

Herkunft:

[1] mittelhochdeutsch wort, althochdeutsch wort, germanisch *wurda- „Wort“, indogermanisch *werdho- „Wort“; das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[1] Ausdruck, Begriff, Lexem, Vokabel
[2] Zeichenkette

Verkleinerungsformen:

Wörtchen, Wörtlein

Oberbegriffe:

[1] Lexikon
[2] Zeichenkette

Unterbegriffe:

[1] Silbe, Wortelement
[1] Abkürzungswort, Artikelwort, Ausrufewort, Bandwurmwort, Beiwort, Bestimmungswort, Bezugswort, Bindewort, Brückenwort, Buchstabenwort, Codewort, Dienstwort, Dingwort, Echowort, Eigenschaftswort, Einleitungswort, Einzelwort, Endwort, Erbwort, Fachwort, Farbwort, Formwort, Fragewort, Fremdwort, Füllwort, Funktionswort, Fürwort, Gegenwort, Geruchswort, Gesamtwort, Geschlechtswort, Grundwort, Hauptwort, Hehlwort, Hilfswort, Hilfszeitwort, Hohnwort, Hüllwort, Inhaltswort, Initialwort, Januswort, Kennwort, Klappwort, Kofferwort, Kopfwort, Kunstwort, Kurzwort, Lallwort, Leerwort, Lehnwort, Leitwort, Lieblingswort, Mittelwort, Namenwort, Negationswort, Nennwort, Neuwort, Passwort, Pluralwort, Pro-Wort, Pseudowort, Raffwort, Reimwort, Rumpfwort, Satzwort, Schachtelwort, Scheltwort, Schimpfwort, Schlagwort, Schlüsselwort, Schmähwort, Schwanzwort, Schwurwort, Sichtwort, Silbenkurzwort, Silbenwort, Spottwort, Stammwort, Stichwort, Strukturwort, Stummelwort, Systemwort, Tarnwort, Tätigkeitswort, Textwort, Trabantenwort, Tuwort, Umstandswort, Unwort, Urwort, Verhältniswort, Vollwort, W-Wort, Zahlwort, Zeitwort, Zitatwort, Zwillingswort
oder: Silbe, Buchstabe, Phonem
[2] leeres Wort

Beispiele:

[1] Wörter kann man zählen, nach Worten muss man ringen.
[1] Sätze bestehen aus Wörtern.
[1] „Mit Selbstverständlichkeit erlernt der Sprecher das Wort als Grundeinheit der Sprache, als Benennungseinheit, Bedeutungseinheit und Träger zusätzlicher Informationen.“[2]
[1] „Hier soll unter Wort verstanden werden ein selbständiges Element einer sprachlichen Äußerung, das nicht aus anderen selbständigen Elementen besteht.“[3]
[2] Das Wort w=abab ist ein Wort über dem Alphabet \Sigma = \lbrace a ,\, b \rbrace.

Redewendungen:

[1] Ein Mann, ein Wort (manchmal spöttisch ergänzt mit: eine Frau, ein Wörterbuch): Ein Mann, ein Wort, eine Frau, ein Wörterbuch
„Du sprichst ein großes Wort gelassen aus.“ (Johann Wolfgang von Goethe, Iphigenie)

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein kurzes / langes Wort; Wort für Wort diktieren; ein Wort falsch / richtig schreiben
[1] grammatisches Wort, graphematisches Wort, graphisches Wort, lexikalisches Wort, mögliches Wort, morphologisches Wort, motiviertes Wort, orthographisches Wort, phonetisches Wort, phonologisches Wort, potenzielles Wort, semantisches Wort, syntaktisches Wort
[1] Linguistik: das grammatische / lexikalische / orthographische / phonetische Wort

Wortbildungen:

Substantive:
[1] wortarm, wortgetreu, wortgewaltig, wortgewandt, wortkarg, wörtlich, wortlos, wortmächtig, wortreich, wortwörtlich
Substantive:
[1] Einwortsatz, Wortakzent, Wortanfang, Wortart, Wortartikel, Wortbedeutung, Wortbeitrag, Wortbestand, Wortbetonung, Wortbildung, Wortende, Wortfindungsstörung, Wörterbuch, Wörterverzeichnis, Wortfamilie, Wortfeld, Wortfetzen, Wortfindung, Wortfolge, Wortform, Wortforschung, Wortfrequenz, Wortgattung, Wortgebrauch, Wortgefecht, Wortgeschichte, Wortgrammatik, Wortgrenze, Wortgruppe, Worthäufigkeit, Wortherkunft, Wortkombination, Wortkonstruktion, Wortkunde, Wortlänge, Wortlaut, Wortliste, Wortmarke, Wortmeldung, Wortpaar, Wortschatz, Wortschöpfung, Wortschwall, Wortsemantik, Wortsilbe, Wortsinn, Wortstamm, Wortstellung, Wortstruktur, Worttrenner, Worttrennung, Wortungeheuer, Wortungetüm, Wortverbindung, Wortwahl, Wortwurzel, Wortzauber
[1] Kreuzwortmosaik, Kreuzworträtsel
[2] Datenwort, Wortbreite

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Wort
[2] Wikipedia-Artikel „Wort (Theoretische Informatik)
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Wort
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wort
[1] Duden online „Wort
[1] canoo.net „Wort
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWort

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Wort“, Seite 997.
  2. Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache, Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 86, ISBN 3-484-73002-1, Gesperrt gedruckt: Grundeinheit.
  3. Kluge. Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache, Bearbeitet von Elmar Seebold, 24. durchgesehene und erweiterte Auflage, de Gruyter, Berlin/ New York 2002, S. XIII, ISBN 3-11-017472-3, Fett gedruckt: Wort.

Substantiv, n, Worte[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Wort die Worte
Genitiv des Worts
des Wortes
der Worte
Dativ dem Wort
dem Worte
den Worten
Akkusativ das Wort die Worte

Worttrennung:

Wort, Plural: Wor·te

Aussprache:

IPA: [vɔʁt], Plural: [ˈvɔʁtə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Wort (Info), Lautsprecherbild Worte (Info)
Reime: -ɔʁt

Bedeutungen:

[1] eine (aus Wörtern gebildete) sinnvolle Aussage: Zitat, Sinnspruch, Aussage, Ausspruch, Aphorismus, Aperçu
[2] Wortlaut, Liedtext
[3] kein Plural: Versprechen, Beteuerung
[4] Religion: wirkungsmächtige Äußerung; Offenbarung Gottes, Heilige Schrift; im Christentum auch: Messias
[5] Ausführung, Rede

Herkunft:

wie Wort / Wörter

Synonyme:

[1, 2, 4] Losung
[1–4] Spruch
[1, 4] Begriff

Unterbegriffe:

[1] Sprichwort
[3] Ehrenwort, Jawort
[4] Bibelwort, Gotteswort, Losungswort, Zauberwort
[5] Antwort, Geleitwort, Grußwort, Machtwort, Mahnwort, Nachwort, Schlusswort, Trostwort, Vorwort

Beispiele:

[1] Das war ein „Geflügeltes Wort“.
[2] In Wort und Musik zu Gehör bringen.
[2] Wort für Wort
[2] „... stapel tausend wirre Worte auf, die dich am Ärmel ziehen ...“ (Liedtext von „Wir sind Helden“, Nur ein Wort)
[2] Die richtigen Worte finden (um auszudrücken, was man sagen will).
[3] Auf dein Wort will ich's wagen.
[4] „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.[1]
[5] Ich werde Dir gleich das Wort erteilen.
[5] Das ist mein letztes Wort!
[5] Das Wort ergreifen.
[5] Spar dir deine Worte!
[5] Mir fehlen die Worte.

Redewendungen:

[3] Genug der Worte! (Genug geredet, jetzt müssen Taten folgen)
[3] jemandem sein Wort geben
[4] Wort Gottes (verbum Dei)
[4] das Wort zum Sonntag
[5] das Wort erteilen, geben, übergeben
[5] „Der Worte sind genug gewechselt,/ Lasst mich auch endlich Taten sehn!“[2]
[5] einer Sache das Wort reden (gehoben)

Wortbildungen:

[1] Wortführer, Wortkunst, Wortspiel, Wortwitz
[3] Wortbruch
[5] Wortmeldung

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–5] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Wort
[1, 3, 5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wort
[1–5] Duden online „Wort
[1, 5] canoo.net „Wort
[3, 5] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWort

Quellen:

  1. Bibel: Johannesevangelium 1, 1
  2. Johann Wolfgang von Goethe; Erich Trunz (Herausgeber): Faust. Der Tragödie erster und zweiter Teil. Einmalige Jubiläumsausg. zum 250. Geburtstag Goethes am 28.8.1999. Beck, München 1999, ISBN 3-406-45214-0, Vers 214

Ähnliche Wörter:

dort, Fort, fort, Hort, Ort, Port, Tort, ward, Wart, wart, Wert, wert, Wirt, wird, Wurt