Buchstabe

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Buchstabe (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Buchstabe die Buchstaben
Genitiv des Buchstabens
des Buchstaben
der Buchstaben
Dativ dem Buchstaben den Buchstaben
Akkusativ den Buchstaben die Buchstaben
[1] Buchstaben

Worttrennung:

Buch·sta·be, Plural: Buch·sta·ben

Aussprache:

IPA: [ˈbuːχˌʃtaːbə], Plural: [ˈbuːχˌʃtaːbn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Linguistik, Schriftlinguistik: Zeichen, das die Laute einer Sprache in der Schrift wiedergeben kann

Herkunft:

wahrscheinlich aus dem Germanischen: *bōks - Runenstäbchen (die unter Anderem aus Buchenholz gefertigt wurden) und *stab - senkrechter Strich in der Rune[1]

Synonyme:

[1] Letter, Type

Gegenwörter:

[1] Interpunktionszeichen, Kürzel, Leerzeichen, Satzzeichen, Sigle, Wortzeichen, Zahlzeichen, Ziffer

Oberbegriffe:

[1] Schriftzeichen

Unterbegriffe:

  • lateinische Schrift:
A, Ä, B, C, D, E, F, G, H, I, J, K, L, M, N, O, Ö, P, Q, R, S, ß, T, U, Ü, V, W, X, Y, Z, Thorn (Þ), Eth (Ð)
  • griechische Schrift
Alpha (Α, α), Beta (Β, β), Gamma (Γ, γ), Delta (Δ, δ), Epsilon (Ε, ε), Zeta (Ζ, ζ), Eta (Η, η), Theta (Θ, θ), Iota (Ι, ι), Kappa (Κ, κ), Lambda (Λ, λ), My (Μ, μ), Ny (Ν, ν), Xi (Ξ, ξ), Omikron (Ο, ο), Pi (Π, π), Rho (Ρ, ρ), Sigma (Σ, σ), Tau (Τ, τ), Ypsilon (Υ, υ), Phi (Φ, φ), Chi (Χ, χ), Psi (Ψ, ψ), Omega (Ω, ω)
  • kyrillische Schrift
А, а, Б, б, В, в, Г, г, Ґ, ґ, Ѓ, ѓ, Д, д, Ђ, ђ, Є, є, Ё, ё, Ж, ж, З, з, И, и, Ї, ї, Й, й, Ќ, ќ, Л, л, Љ љ, Њ, њ, П, п, Ћ, ћ, Ў, ў, Ф, ф, Ц, ц, Ч, ч, Џ, џ, Ш, ш, Щ, щ, Ъ, ъ, Ы, ы, Ь, ь, Э, э, Ю, ю, Я, я
  • Sonstiges
Tsche (Č, Ч)
[1] Anfangsbuchstabe, Blockbuchstabe, Druckbuchstabe, Großbuchstabe, Kennbuchstabe, Kleinbuchstabe, Mondbuchstabe, Sonderbuchstabe, Sonnenbuchstabe

Beispiele:

[1] Das große „A“ ist ein Buchstabe der deutschen Sprache.
[1] „Das Problem ist nicht nur die Variation der Häufigkeiten von Buchstaben in unterschiedlichen Textgattungen, sondern auch die unterschiedliche Verwendungshäufigkeit bei einzelnen Autoren, falls diese beispielsweise bestimmte Familiennamen sehr häufig verwenden und daher das festgestellte Verhältnis von Groß- und Kleinbuchstaben von den berechneten Häufigkeiten abweicht.“[2]
[1] „Die Chinesen kennen schon seit dem 11. Jahrhundert bewegliche Buchstaben.[3]
[1] „Kein einziger Buchstabe erinnerte ihn an das Alphabet, mit dem er aufgewachsen war.“[4]
[1] „Der Buchstabe für das Thorn geht übrigens auf ein entsprechendes, gleichlautendes Runenzeichen zurück.“[5]

Redewendungen:

sich auf seine vier Buchstaben setzen

Wortbildungen:

Buchstabenfolge, Buchstabenkombination, Buchstabenrechnung, Buchstabenreihe, Buchstabensalat, Buchstabenschloss, Buchstabenschrift, Buchstabensuppe, Buchstabentafel, Buchstabenverbindung, Buchstabenwort, Buchstabierung
buchstabieren
buchstabengetreu, buchstäblich


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Buchstabe
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Buchstabe
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Buchstabe
[1] canoo.net „Buchstabe
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBuchstabe
[1] The Free Dictionary „Buchstabe

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort „Buchstabe“.
  2. Emmerich Kelih: Geschichte der Anwendung quantitativer Verfahren in der russischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Kovač, Hamburg 2008, Seite 65. ISBN 978-3-8300-3575-6.
  3. Otto Maier, Ravensburg 1991, Seite 94. ISBN 3-473-51018-1.
  4. Nadine Poniewass: Tanz der Buchstaben. In: DER SPIEGEL. Nummer Heft 15, 2011, Seite 124-126, Zitat Seite 124.
  5. Kurt Braunmüller: Die skandinavischen Sprachen im Überblick. Francke, Tübingen 1991, ISBN 3-7720-1694-4. Zitat Seite 177.