Type

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Type (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Type die Typen
Genitiv der Type der Typen
Dativ der Type den Typen
Akkusativ die Type die Typen
[1] Drucktype „ft“

Worttrennung:

Ty·pe, Plural: Ty·pen

Aussprache:

IPA: [ˈtyːpə], Plural: [ˈtyːpn̩]
Hörbeispiele:—, Plural:

Bedeutungen:

[1] Drucktype
[2] Person mit typischen Merkmalen, auffällige Person

Herkunft:

[1] nach französischem Vorbild „rückgebildet aus dem Plural »Typen« zu »Typus«.“ Das Wort ist seit dem 18. Jahrhundert belegt.[1][2]
[2] in dieser Bedeutung seit Anfang des 19. Jahrhunderts belegt[3]

Synonyme:

[1] Letter f
[2] Typ, Kauz, Kerl, Knilch, Unikum, Vogel

Beispiele:

[1] So kann ich den Brief nicht abschicken, ich muss wohl die Typen reinigen und ihn noch mal tippen.
[2] Der Mann war eine ganz besondere Type.

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] kaputte Type, komische Type, merkwürdige Type, schräge Type

Wortbildungen:

[1] Typenhebel, Typenrad, Typenreiniger

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Type
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Type
[1, 2] canoo.net „Type
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonType

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Type die Types
Genitiv des Types der Types
Dativ dem Type den Types
Akkusativ den Type die Types

Worttrennung:

Type, Plural: Types

Aussprache:

IPA: [taɪ̯p], Plural: [taɪ̯ps]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -aɪ̯p

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Menge der Token, die ein und dasselbe Wort (oder eine andere sprachliche Einheit) darstellen

Herkunft:

von dem englischen Substantiv type (deutsch „Typ, Typus“)[4]

Gegenwörter:

[1] Token

Beispiele:

[1] Unter „Token“ versteht man jedes einzelne Wort in einem Text; die verschiedenen Wörter werden dagegen als Types aufgefasst.
[2] „Token sind raum-zeitlich fixierte Entitäten, die aufgrund ihrer Ähnlichkeit zu anderen raum-zeitlich fixierten Entitäten und aufgrund in ihnen realisierter wesentlicher Merkmale eines abstrakten Musters als Token eines Types identifiziert werden.“[5]
[2] „Damit hat Kunickij, mehr intuitiv als bewusst, die Anzahl von Tokens und Types gegenübergestellt und eben das als ein adäquates Verfahren angesehen, welches es erlaubt den lexikalischen Reichtum eines Autors zu erfassen.“[6]

Wortbildungen:

[1] Type-Token-Relation

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Token und Type
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonType
[1] Helmut Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage, Stichwort: „Type-token-Relation“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2010. ISBN 978-3-476-02335-3.

Quellen:

  1. Zitat: Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Typ“.
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Stichwort „Type“.
  3. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, Artikel „Typ“. ISBN 3-423-03358-4
  4. Helmut Glück (Hrsg.): Metzler Lexikon Sprache. 4., aktualisierte und überarbeitete Auflage, Stichwort: „Type-token-Relation“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2010. ISBN 978-3-476-02335-3.
  5. Florian Coulmas: Über Schrift. Suhrkamp, Frankfurt/Main 1982, Seite 138. Token und Types kursiv gedruckt.ISBN 3-518-07978-6.
  6. Emmerich Kelih: Geschichte der Anwendung quantitativer Verfahren in der russischen Sprach- und Literaturwissenschaft. Kovač, Hamburg 2008, Seite 42. ISBN 978-3-8300-3575-6.

Ähnliche Wörter:

Typ, Typus