wüst
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[Bearbeiten] wüst (Deutsch)
[Bearbeiten] Adjektiv
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| wüst | wüster | am wüstesten |
Worttrennung:
- Neue Rechtschreibung: wüst, Komparativ: wüs·ter, Superlativ: am wüs·tes·ten
- Alte Rechtschreibung: wüst, Komparativ: wü·ster, Superlativ: am wü·ste·sten
Aussprache:
- IPA: [ˈvyːst], Komparativ: [ˈvyːstɐ], Superlativ: [ˈvyːstəstn̩]
- Hörbeispiele: —, Komparativ: —
Bedeutungen:
- [1] weder besiedelt noch landwirtschaftlich genutzt (meist auch nicht nutzbar)
- [2] sehr unordentlich, geradezu unbewohnbar
- [3] sexuell über das moralisch Erlaubte hinausgehend
- [4] vulgär, obszön
- [5] hässlich
- [6] Namibia, Südwesterdeutsch (intensivierendes Beiwort) sehr, äußerst; heftig, maßlos
Herkunft:
- mittelhochdeutsch wüeste < althochdeutsch wuosti = leer, öde, <lateinisch vastus = weit, leer, öde
Synonyme:
- [1–3] wild
- [1] öde, gottverlassen
- [2] chaotisch, wirr, heillos, desolat
- [2, 3] liederlich
- [3] ausschweifend
- [4] vulgär, obszön
Gegenwörter:
- [1–4] kultiviert
- [1] blühend
- [2] ordentlich, sauber, adrett
- [3] sittsam, gesittet
Beispiele:
- [1] Und die Erde war wüst und leer.
- [2] Es herrschte ein wüstes Durcheinander.
- [3] Sie feierten wüste Orgien.
- [4] Wüste Beschimpfungen prasselten auf sie nieder.
- [6] „Den ersten Behördengang hat der Eine oder Andere schon hinter sich. Aber es kommen noch mehr. Jetzt hängt das wüst davon ab, ob Du von der Opolifi (= Polizei) oder vom müden Beamten nach langer Schlange am Schalter von Home Äffährs was willst.“[1]
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] wüst und leer
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „wüst“
- [] canoo.net „wüst“
- [] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „wüst“
Quellen:
- ↑ AZN, Glosse, "Musst Dich moi vorbereiten", 01.02.2007
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