Orgie

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Orgie (Deutsch) [Bearbeiten]

Substantiv, f [Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Orgie die Orgien
Genitiv der Orgie der Orgien
Dativ der Orgie den Orgien
Akkusativ die Orgie die Orgien

Worttrennung:

Or·gie, Plural: Or·gi·en

Aussprache:

IPA: [ˈɔʁɡi̯ə], Plural: [ˈɔʁɡi̯ən]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Exzess, ausschweifende Handlung, oft sexuellen Charakters, Maßlosigkeit, Ausschweifung

Herkunft:

im 17. Jahrhundert von lateinisch orgia → la „nächtliche Bacchusfeier“ entlehnt, das selbst wieder auf griechisch ὂργια (órgia) → grc „geheimer, religöser Brauch; heilige Handlung“ zurückgeht[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Bacchanal, Saturnalien

Unterbegriffe:

[1] Blutorgie, Fressorgie, Sauforgie

Beispiele:

[1] Ja, ich möchte an dieser Orgie teilnehmen.
[1] „Der Gegensatz ist überdeutlich: Kaahumanu, diese große Königin, die während der furchtbaren Orgien, die nach alter Sitte auf den Tod des Königs folgten, »geschmäht« wurde, wandelte sich später zu einer frommen Christin und wurde eine treue und standhafte Freundin der Missionare.“[2]
[1] „Der etwa vierzigjährige Herrscher schien jedoch Orgien jeder Art längst nicht mehr gewachsen.“[3]

Wortbildungen:

orgiastisch
Orgiasmus

Übersetzungen [Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Orgie
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Orgie
[1] canoo.net „Orgie
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonOrgie
[1] The Free Dictionary „Orgie
[1] Duden online „Orgie

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Orgie“, Seite 670.
  2. Mark Twain: Durch dick und dünn. Insel, Frankfurt/Main 1985, Seite 508. ISBN 3-485-32531-X. Das englische Original Roughing It ist 1872 zuerst erschienen.
  3. Jules Verne: Fünf Wochen im Ballon. Verlag Bärmeier und Nickel, Frankfurt/Main ohne Jahr (Copyright 1966), Seite 236.