grob
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[Bearbeiten] grob (Deutsch)
[Bearbeiten] Adjektiv
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| grob | gröber | am gröbsten |
| Alle weiteren Formen: grob (Deklination) | ||
Worttrennung:
- grob, Komparativ: grö·ber, Superlativ: am gröbs·ten
Aussprache:
- IPA: [ɡʀoːp], unflektiert auch: [ɡʀɔp][1], Komparativ: [ˈɡʀøːbɐ], Superlativ: [ˈɡʀøːpstn̩]
- Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ: —
- Reime: -oːp, -ɔp
Bedeutungen:
- [1] bezogen auf Materialien: unfein, unbehauen, unbearbeitet, unrein von Stoffen, Oberflächen und Material, ungenau, unscharf
- [2] bezogen auf Mess- und Schätzwerte: nicht ganz genau, präzise
- [3] bezogen auf Personen: ungelenk, ungeschickt, unerzogen, ungebildet, bäurisch, gewalttätig
- [4] im hohen Maße
Herkunft:
- von mittelhochdeutsch grop, das über althochdeutsch g(e)rob auf gemeingermanisch *ga-hruba- „mit Kruste, mit Schorf“ zurückgeht. Das Wort ist im Deutschen seit dem 11. Jahrhundert belegt.[2]
Sinnverwandte Wörter:
- [1] groß, großkörnig, knorrig, roh, unbearbeitet, unbehauen, ungeschliffen, ungesiebt, unrein
- [2] unbestimmt, ungenau, unscharf
- [3] abweisend, arg, ausfallend, ausfällig, barsch, borstig, brüsk, böse, deftig, derb, despotisch, drastisch, garstig, gebieterisch, gewalttätig, gnadenlos, grantig, grobgliedrig, grobschlächtig, grobschrötig, groß, gröblich, hanebüchen, hart, herb, heftig, herrisch, kalt, knorrig, knurrig, kräftig, lieblos, massiv, plump, rabiat, rau, roh, ruppig, rüde, rüpelig, rüpelhaft, schlimm, schrecklich, schroff, selbstherrlich, stiefmütterlich, taktlos, unangenehm, unbarmherzig, unfein, unfreundlich, ungehobelt, ungeschlacht, ungeschliffen, ungesittet, ungraziös, unhöflich, unkultiviert, unmanierlich, unweiblich, unwirsch, unzivilisiert, verschwommen, vierschrötig, übel
- [4] bedeutsam, erheblich, gravierend, schwerwiegend
Gegenwörter:
- [1] fein
- [2] genau, präzise
- [3] einfühlsam, fein, gesittet, höflich, sensibel, taktvoll, zivilisiert
- [4] geringfügig, leicht
Unterbegriffe:
- [3] derb: saugrob
Beispiele:
- [1] Der Stein ist bisher nur grob behauen.
- [2] Die Werte sind aber nur grob geschätzt.
- [3] Sei nicht so grob zu mir!
- [3] Du bist aber ganz schön grob zu deiner Schwester.
- [4] Mach keinen groben Fehler!
Redewendungen:
- Auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.
- aus dem Gröbsten heraus sein
- im Groben
Charakteristische Wortkombinationen:
- [3] grob fahrlässig
- [4] grober Fehler, grober Schnitzer, grobe See
Wortbildungen:
- [1] grobfaserig, Grobheit, grobgemahlen, grobgesponnen, grobgestreift, grobklotzig, grobkörnig, gröblich, grobmaschig, grobporig, Grobstruktur
- [3] Grobian, grobknochig, grobschlächtig
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [4] Wikipedia-Artikel „grob“
- [1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „grob“
- [1, 3] canoo.net „grob“
- [1–4] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „grob“
Quellen:
- ↑ Max Mangold: DUDEN-Aussprachewörterbuch (Der Duden, Band 6). 6., überarbeitete und aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Zürich 2005, ISBN 978-3-411-04066-7, Seite 376.
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „grob“.
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