Matte
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Matte (Deutsch) [Bearbeiten]
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Matte | die Matten |
| Genitiv | der Matte | der Matten |
| Dativ | der Matte | den Matten |
| Akkusativ | die Matte | die Matten |
Worttrennung:
- Mat·te, Plural: Mat·ten
Aussprache:
- IPA: [ˈmatə], Plural: [ˈmatn̩]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
- Reime: -atə
Bedeutungen:
- [1] eine aus grobem Flechtwerk oder Gewebe aus Bast, Binsen, Schilf, Stroh, synthetischen Fasern oder Ähnlichem bestehende Unterlage oder dergleichen
- [2] Sport: eine aus weichem, federndem Material bestehende Unterlage, die mit einem festen Überzug umhüllt ist (zur Dämpfung von Sprüngen beim Turnen, als Fläche für die Kämpfe im Ringen oder dergleichen)
- [3] umgangssprachlich: lange Haare
- [4] umgangssprachlich: Prostituierte
- [5] umgangssprachlich: Bett
- [6] umgangssprachlich: (aus Bast oder Stroh gefertigte) grobe Decke, die als Umhang getragen wird
Herkunft:
- [1, 2] seit dem 9. Jahrhundert bezeugt; Erbwort aus den mittelhochdeutschen Formen matte → gmh und matze → gmh (siehe auch mittelniederdeutsch matte → gml, mittelniederländisch matte → dum), die ihrerseits der althochdeutscher Form matta → goh entstammen; bei dieser, wie bei den altenglischen Formen matt → ang und meatt → ang, handelt es sich um eine Entlehnung aus mittellateinisch matta → la, das seinerseits ein phönikisch-punisches Lehnwort ist (vergleiche hebräisch מִטָה (CHA: miṭā(h)) ‚Lager‘, vor allem aus Binsen, Stroh oder Ähnlichem); offenbar schon vor der Lautverschiebung entlehnt ist oberrheinisch »Matze«, das aber erst seit spätmittelhochdeutscher Zeit bezeugt ist[1]
- [3] seit 1955 bezeugte und von der Halbwüchsigensprache ausgehende Bedeutungsübertragung, die darin besteht, dass die langen Haare als eine Art Teppich aufgefasst werden; vergleiche hierzu englisch mat → en „wirres Haar“[2]
- [4] seit 1930 bezeugte Bedeutungsübertragung, die darin besteht, das die Prostituierte mit der Unterlage bei Sportarten wie Bodenturnen, Ringen und so weiter, gleichsetzt wird[2]
- [5] seit 1955 bezeugte und vom Norddeutschen ausgehende Erweiterung aus der Bedeutung „Fußdecke“[2]
- [6] seit 1955 bezeugte und von der Halbwüchsigensprache ausgehende Bedeutungsübertragung[2]
Synonyme:
- [4] alle umgangssprachlich: Allgemeine, Alma, Amüsiermädchen, Amüsiermatratze, Anschaffefrau, Bein, Berufsamüsiererin, Berufsmäßige, Beserl, Bettmaid, Biene, Bolzen, Briefkasten, Bruchbiene, Brunzwinkel, Bumsmädchen, Dämchen, Dame/Dame vom Dienst/Dame des öffentlichen Dienstes/Dame fürs Geld/ Dame des ältesten Gewerbes/Dame des ältesten Gewerbes der Welt/Dame des leichten Gewerbes/Dame minderen Gewichts/Dame der zehnten Muse/Dame mit dem unaussprechlichen Namen/Dame der ältesten Zunft der Welt/Dame von der flotten Zunft/Dame von der leichten Zunft/horizontale Dame/käufliche Dame/leichte Dame/öffentliche Dame/professionelle Dame/schräge Dame/vorübergehende Dame/eindeutig zweideutige Dame, Dienerin des horizontalen Gewerbes/Dienerin der Liebe/Dienerin der käuflichen Liebe, Diensleistungsdame, Dienstmädchen/Dienst-Mädchen, Donna, Dosenverkäuferin, Dulle, Ekelkörper, horizontal Erwerbstätige, Fahrrad, Fetze, Fliege, Flinte, F-Loch, Flöte, Frau auf Zeit, Fraulein/Fräulein, Freudenfrau, Freudenmädchen, Freundin gegen bar/Freundin für Geld, Fuchtel, Futt, Gammel, Gänsefüßchen-Dame, Geige, Geigenspielerin, Geldkatze, Gemse, Genussdame, Geschlechtskatze, Gesellschaftsdame, Gunstgewerblerin, hwG-Frau, Hackbraten, Halbschwergewicht, Halbweltlerin, Hatsche, Haut, Hoppemädchen, Horizontalgewerblerin, Horizontalhostess, Hostess, Hübschlerin, Huhn, Hüpferl, Intimsportlerin, Juchhe-Dame, Kalle, Kätzchen, Katze, Kauffrau, Kletterhanne, Kletterjule, Kobelmädchen, Kuh, Leihdame, Leihkörper, Leisten, Lustmatratze, Mädchen für alle, Mädchen vom Dienst/M.v.D., Mädchen der Liebe, Mädchen von der leichtesten Tugend, allgemeingültiges Mädchen, halbseidenes Mädchen, horizontales Mädchen, leichtes Mädchen, Matratze, Metze, Mietsche, Mieze, Miss Gunst, Modell, Möse, Motte, Muschi, Nachthyäne, Nachtmensch, Nagel, Nähmaschine, Nelke, Nickel, Nymphe, Öffentliche, Omnibus, P. P., Pflaumenhandlung, Pimperliese, Pimpernelle, Presslusthammer, Pritsche, Professionelle, Profi/Profi-Katze, Rabe, Ratte, Reitpferd, Samenräuber, Schickse, Schinken, Schlampe/Schlampen, Schlapfen, Schleuse, Schlitten, Schnalle, Schöne der Nacht, barmherzige Schwester/mitleidige Schwester, Sexgewerblerin, Sexmaschine, Sexualdemokratin, Sexualhelferin, Solchene, Spritzbüchse, Spritze, Staude, Steckdose, Stück, Stundenfrau, Stute, Sumpfblüte, Tebe, Tilla/Tille, Töle, Truhe, Tülle, Tülpchen, Unke, Uschi, Vergnügungsspenderin, öffentliches Verkehrsmittel, Viertelstundenlöhnerin, Volksempfängerin, Vorführdame, Wachtel, Wanze, sündige Ware, Zahn, professionelle Zeitvertreiberin, Zibbe, Zusel
- [5] alle umgangssprachlich: Bock, Brett, Bucht, Bunker, Buntkarierte, Ducht, Eia/Eija, Eierkiste, Falle, Federn, Feige, Filze, Furzkiste, Furklappe, Furzmolle/Furzmulde, Hämorrhoidenschaukel, Hauptstadt der Bewegung, Heia, Heiakörbchen, Horchposten, Hutsche/Hutschn, Jojel, Kahn, Kasten, Kaule, Keuschheitsetui, Kiste, Klappe, Knacke, Knutschkiste, Koje, Korb, Körbchen, Kraxe/Kraxn, Kuhle, Kuschee, Liebesstätte, Liebeswiese, Loch, Matratzenball, Mausefalle, Miefkiste, Miste, Molle, Mulde, Nest, Penne, Pfanne, Poofe, Poofmolle/Poofmulde, Posen, Pritsche, Puff, Ratze, Sack, Scheißkorb, Schlummerkasten, Schlummerkiste, Schnarche, Steign, Truhe/Trücherl, Tuch, Wanzenkiste, Wanzennest
Sinnverwandte Wörter:
- [1] veraltet: Matta
- [2] Bretter, Ring
- [3] Haarpracht, Haarstrang; alle umgangssprachlich: Beatle-Mähne, Filzlocken, Künstlermähne, Loreleifrisur, Lottermähne, Löwenmähne, Mähne, Mop-Mähne, Pennerkissen, Pferdefrisur, Spaghetti-Haar, Zammeln, Zotteln
- [4] alle umgangssprachlich: Alleinunterhalterin, Altmaterial, Amateurnutte, Amateuse, Ambulante, Amüsierdame, Appartmentschwalbe, Arbeitsbiene, Autobahnsirene, Autonutte, Badewanne, Bankfleisch, Beifahrerin der Liebe, Benzinnutte, Berufsflittchen, Biernutte, Bordsteinschleifer, Bordsteinschwalbe, dreckige Bürste, Chonte/Konte, Dame vom ambulanten Gewerbe, Diplomierte, Eckensteherin, Edeldirne, Edelnutte, Einspännerin, Empfangsdame, gefallener Engel, Eule, Fangzahn, Feldmatratze, Fensterdirne, Fensterhenne, Feudalnutte, Fose, Fotomodell, Freiberufliche, Freiexemplar, Freifrau, Freimädchen, Freimensch, Freischaffende, Freizeitgirl, Frettchen, Gastarbeiterin, Geheime, Geländenutte, staatlich Geprüfte, Goldgräberin, Großmutter der Liebe, Hafendame, Halbseidene, Hupmädchen, Jungfrau, Jungsau, schicke Kanaille, Kartenfrau, kesse Katze, Kiekse, Kille, Klassefrau, Kreditfetzen, Lausmensch/Lausemensch/Lausenmenscherl, Lebefräulein, Lebemädchen, Lehrkörper, Lercherl, fleißiges Lieschen, das letzte Loch, Lusthase, Lustmieze, Luxusdame, Luxusfrau, spätes Mädchen, Masseuse, Mistmensch, Mitternachtshyäne, Mizzi, Mordsfetzen, NATO-Marlene, Naturalienutte, Neppfrau, Nobeldame, Nonne, Notorische, Nutte, Offizielle, Paradiesvogel, Pferdchen, Pistennutte, Privatdozentin, Private, Quartalnutte, Registerdame, Rennpferd, Rokokokokotte, Rummelnutte, alte Sau, barmherzige Sau, trichinenfrei Sau, Säule, eingefahrener Schlitten, alte Schnalle, Schrapnell, alte Schrippe, billiger Schuss, Sexkätzchen, Sextechnikerin, Sitzjule, Sparbüchse, Spielkätzchen, Spielmädchen, Star des leichten Gewerbes, Strichfahrerin, Strichhure, Strichvogel, Strieze/Strizze, Stubenfliege, Tante, Top-Hostess, Trauermädchen, Trina, Unterhaltungskünstlerin, Untertarifliche, Verkehrsexpertin, Verkehrshindernis, Veronika, Wilde, Zeitungs-Strichmädchen, Zotte, Zugvogel
- [5] alle umgangssprachlich: Baba, BMW, Etui, Lotterliege, Lotterwiese, Spielwiese
- [6] Poncho; umgangssprachlich: Kotze
Gegenwörter:
- [3] Haarschopf, Haarstoppel; alle umgangssprachlich: Bürste, Bürstenfrisur, Cäsarenfrisur, Entlausungsfrisur, Kochtopffrisur, Kokoskopf, Mecki/Meckifrisur, Pagenkopf, Plüsch, Rasenmäherfrisur, Schnittkopf/Schnittkopp, Schrubber, Sing-Sing-Bürste, Stiftekopf/Stiftekopp/Stiftenkopp, Stoppelglatze, Streichholzfrisur
Oberbegriffe:
- [1, 2] Bodenbelag, Unterlage
Unterbegriffe:
- [1] Automatte, Badematte, Bastmatte, Filzmatte, Fußmatte, Grasmatte, Hängematte, Isomatte/Isoliermatte, Kokosmatte, Schilfmatte, Seuchenmatte, Strohmatte
- [2] Judomatte, Ringermatte, Turnmatte
Beispiele:
- [1] Der Raum war mit Matten ausgelegt.
- [1] „Diese werden mit einem schwarzbraunen filzähnlichen Haartuch so bedeckt, daß die eine lange Seite ganz geöffnet bleibt; dann scheidet eine Mittelwand von demselben Stoff sie in zwei gleiche Teile: der eine ist gleichsam der Salon, da liegen Matten und einige Polster, welche nachts als Lagerstätte dienen, und der andre ist den häuslichen Geschäften gewidmet und daher meistens von den Frauen bewohnt.“[3]
- [1] „Sie machte, die flachen Hände tief an die Hüften gelegt, einen Rundgang durch das Zimmer. Bei der Matte mit den Photographien blieb sie stehen.“[4]
- [1] „In der überdachten Ecke des Schuppens lagert Unterrichtsmaterial: zerfledderte Schulbücher, neue Tafeln, eine kleine Sammlung von Tongefäßen, in einem Töpferkurs entstanden, ein paar Tische und Stühle, ein Hefter, ein Taschenrechner, eine Uhr, ein großes Poster, das den Blutkreislauf des Menschen zeigt, und ein paar Matten.“[5]
- [2] Der Kämpfer tritt auf die Matte.
- [2] „Im Wettkampf geht es nicht so sanft zu, aber jeder Judoka ist dafür verantwortlich, dass sein Gegner gesund von der Matte kommt.“[6]
Redewendungen:
- [2] umgangssprachlich: auf der Matte bleiben
- [2] umgangssprachlich: auf der Matte stehen
- [2] umgangssprachlich: jemandem haut es auf die Matte
- [2] umgangssprachlich: jemanden auf die Matte legen
- [3] umgangssprachlich: einen an der Matte haben
- [5] umgangssprachlich: da kriegst du eine Matte
- [5] umgangssprachlich: sich auf die Matte hauen
Charakteristische Wortkombinationen:
Wortbildungen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1123
- [3–6] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 6. Nachdruck der 1. Auflage. Klett, Stuttgart u.a. 1997, ISBN 3-12-570600-9, Artikel »Matte«
- [1, 2] Wikipedia-Artikel „Matte“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Matte“
- [1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Matte“
- [*] canoo.net „Matte“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Matte“
- [1, 2] The Free Dictionary „Matte“
Quellen:
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 605
- ↑ 2,0 2,1 2,2 2,3 Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 6. Nachdruck der 1. Auflage. Klett, Stuttgart u.a. 1997, ISBN 3-12-570600-9, Artikel »Matte«
- ↑ Gutenberg: Ida von Hahn-Hahn: Orientalische Briefe, 1844
- ↑ Gutenberg: Franz Kafka: Der Prozeß, 1925
- ↑ deutschsprachige Online-Ausgabe der Le Monde diplomatique, Azungos und Mosambikaner - Über die Mühen eines jungen afrikanischen Staates, 09.03.2007
- ↑ Online-Ausgabe der Westdeutsche Zeitung, Der sanfte Weg auf die Matte, 17.02.2010
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Matte | die Matten |
| Genitiv | der Matte | der Matten |
| Dativ | der Matte | den Matten |
| Akkusativ | die Matte | die Matten |
Worttrennung:
- Mat·te, Plural: Mat·ten
Aussprache:
- IPA: [ˈmatə], Plural: [ˈmatn̩]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
- Reime: -atə
Bedeutungen:
- [1] westoberdeutsch: schweizerisch; sonst dichterisch: in hohen gebirgigen Lagen gelegene Wiese
Herkunft:
- seit dem 11. Jahrhundert bezeugt; Erbwort aus mittelhochdeutsch matte → gmh; im Althochdeutschen in matoscreg → goh, matoscregh → goh „Heuschrecke“ indirekt bezeugt; ebenso in altsächsisch matte → osx; diese Formen entstammen der (nicht belegbaren aber rekonstruierten) westgermanischen Form *madwō f „Wiese (zum Mähen)“; daneben mit Vokallänge altenglisch mǣd → ang, mǣde → ang sowie altfriesisch mēde → ofs; diese sind Instrumentalableitungen zu »mähen«, so dass sich als Grundbedeutung ergibt „Wiese, die gemäht wird“ (gegenüber der »Weide« „Wiese, die nur abgeweidet wird“); vergleiche auch »Mahd«[1][2]
Synonyme:
- [1] Bergwiese; österreichisch: Mahd
Sinnverwandte Wörter:
- [1] Alm, schweizerisch, sonst landschaftlich: Alp, Bergweide, Hochweide, Weide
Oberbegriffe:
- [1] Wiese
Unterbegriffe:
- [1] Alpenmatte, Bergmatte, Dorfmatte, Heumatte
Beispiele:
- [1] „Und er muss sitzen, fühlend, in der Nacht, / Im ewig Finstern - ihn erquickt nicht mehr / Der Matten warmes Grün, der Blumen Schmelz, / Die roten Firnen kann er nicht mehr schauen - / Sterben ist nichts - doch leben und nicht sehen, / Das ist ein Unglück - Warum seht ihr mich / So jammernd an?“[3]
- [1] „Er wandelte, unentschlossen, ob er in der Nähe des Dorfes bleiben oder sich entfernen solle, durch eine üppige Matte.“[4]
- [1] „Peterli half ihr beim Strohflechten, weil er sonst große Langeweile gehabt hätte, und sie erzählte ihm allerlei schöne Geschichten von der Frauenblümlisalb, wo hoch, hoch droben über ewigem Schnee und Eis eine wunderschöne grüne Matte sei, auf der das arme Vieh, das harte Leute zu tot geplagt, werden und grasen dürfe in Ruh und in Fülle; von reichen Bauersleuten, die üppig und gottlos gelebt und den Armen ihr Haus verschlossen, wie dann aber eine Lawine gekommen und all ihr Hab und Gut verschüttet: da liegen sie nun tief drunten in der Nacht und Qual.“[5]
- [1] „So möchte er sein: wie die Berge sind und der Föhn; wie der kristallene See, in dem die Riesenhäupter sich spiegeln; wie die kärgliche Einsamkeit, die sich da oben abspielt. Von hier aus möchte er hinuntersteigen zu den Menschen und ihren mancherlei Schicksalen. Nein sagen und ja sagen, den Kopf schütteln über all der Narretei und wieder zurückkehren auf seine Matte, in sein kleines Nimikon, wo er jeden Regentropfen und jedes Sonnenstäubchen, jeden Dachziegel und jede verirrte Krähe kennt.“[6]
Charakteristische Wortkombinationen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1123
- [1] Ulrich Ammon et al. (Hrsg.): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, Seite 493
- [1] Wikipedia-Artikel „Matte“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Matte“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Matte“
- [*] canoo.net „Matte“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Matte“
- [1] The Free Dictionary „Matte“
Quellen:
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 605
- ↑ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 1123
- ↑ Gutenberg: Friedrich Schiller: Wilhelm Tell, 1804
- ↑ Gutenberg: Heinrich Zschokke: Addrich im Moos, 1825
- ↑ Gutenberg: Ottilie Wildermuth: Jugendgabe
- ↑ Gutenberg: Hugo Ball: Hermann Hesse. Sein Leben und sein Werk, 1927
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Matte | die Matten |
| Genitiv | der Matte | der Matten |
| Dativ | der Matte | den Matten |
| Akkusativ | die Matte | die Matten |
Nebenformen:
Worttrennung:
- Mat·te, Plural: Mat·ten
Aussprache:
- IPA: [ˈmatə], Plural: [ˈmatn̩]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
- Reime: -atə
Bedeutungen:
- [1] westmitteldeutsch: geronnene Milch, Quark
Herkunft:
- seit dem 15. Jahrhundert bezeugt; mit Rücksicht auf gleichbedeutendes französisch maton → fr, katalanisch mató → ca „Quark“ ist an lateinisch matta → la „Matte“ als Ausgangspunkt zu denken; denkbar ist, dass das Tuch, in das der Quark zum Abtropfen geschüttet wurde, so hieß, und dann der Name vom Behälter auf den Inhalt verschoben wurde[1]
Synonyme:
- [1] ostmitteldeutsch: Matz
Sinnverwandte Wörter:
- [1] Westösterreich, Tirol; Südostösterreich; Süddeutschland: Schotten; Österreich, Südostdeutschland: Topfen; Ostdeutschland: Weißkäse
Oberbegriffe:
- [1] Lebensmittel, Milchprodukt
Beispiele:
- [1] „Die Mattentaart wird aus Blätterteig hergestellt, ist mit Matte, einer Art Quark, gefüllt und hat an der Oberseite eine dunkelbraune Kruste.[…]Die Matte wird aus frischer Rohmilch, Buttermilch aus landwirtschaftlichen Betrieben und gegebenenfalls etwas Essig hergestellt.“[2]
- [1] „Die Latwerge ißt man […] nicht allein auf Brot, sondern streicht sie auch auf Pellkartoffeln, die zuvor dick mit Matte (Quark) bestrichen wurden.“[3]
- [1] „Dann noch einmal 24 Stunden stehen lassen, in einen leinernden Sack (Mattesack) füllen, Molke herauspressen und die Matte (Quark) im Sack auf einen Hieb mit einem Stein beschweren, damit sie ganz trocken wird.“[4]
Übersetzungen [Bearbeiten]
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 605
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Matte“
- [*] canoo.net „Matte“
Quellen:
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 605
- ↑ Amtsblatt der Europäischen Union: Veröffentlichung des Antrags auf Eintragung gemäß Artikel 6 Absatz 2 der Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 zum Schutz von geographischen Angaben und Ursprungsbezeichnungen für Agrarerzeugnisse und Lebensmittel. Verordnung (EWG) Nr. 2081/92 des Rates - „Gepaardsbergse Mattentaart“ - EG-Nr.: BE/00288/07.04.2003 - g.U. ( ) g.g.A. ( X ), 06.01.2006. Seite C3/9
- ↑ http://www.webkoch.de/rezept/24797; eingesehen am 19.03.2010
- ↑ http://www.hr-online.de/website/fernsehen/sendungen/index.jsp?rubrik=39064&key=standard_document_35089504; eingesehen am 19.03.2010
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Matte |
|
| Genitiv | der Matte |
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| Dativ | der Matte |
|
| Akkusativ | die Matte |
|
Anmerkung:
- Der Küpper gibt leider keine Angaben zum Flexionsmuster des Lemmas an, sodass hier bewusst auf das Anführen einer Pluralform verzichtet werden musste. Obwohl eine fehlerhafte Analogiebildung nicht auszuschließen ist, wurde in manchen Fällen die Genitivform aus anderen Wörterbüchern, so sie denn das Lemma enthalten, übernommen.
Worttrennung:
- Mat·te
Aussprache:
- IPA: [ˈmatə]
- Hörbeispiele: —
- Reime: -atə
Bedeutungen:
- [1] umgangssprachlich: Nebenform von: Mathe
Alle weiteren Informationen zu diesem Wort befinden sich im Eintrag „Mathe“.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 6. Nachdruck der 1. Auflage. Klett, Stuttgart u.a. 1997, ISBN 3-12-570600-9, Artikel »Matte«
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Matte |
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| Genitiv | der Matte |
|
| Dativ | der Matte |
|
| Akkusativ | die Matte |
|
Anmerkung:
- Der Küpper gibt leider keine Angaben zum Flexionsmuster des Lemmas an, sodass hier bewusst auf das Anführen einer Pluralform verzichtet werden musste. Obwohl eine fehlerhafte Analogiebildung nicht auszuschließen ist, wurde in manchen Fällen die Genitivform aus anderen Wörterbüchern, so sie denn das Lemma enthalten, übernommen.
Worttrennung:
- Mat·te
Aussprache:
- IPA: [ˈmatə]
- Hörbeispiele: —
- Reime: -atə
Bedeutungen:
Herkunft:
- Entlehnung aus jiddisch מתּנה (YIVO: matone) ‚Gabe, Geschenk‘, das seinerseits hebräisch מַתָנָה (CHA: matānā(h)) ‚Geschenk‘ entstammt[1][2]
Sinnverwandte Wörter:
- [1] Nord- und Mitteldeutschland: Asche; Bakschisch; Österreich: Flieder; Österreich, Südostdeutschland: Gerstl; Deutschland: Kies; Schweiz: Klotz; Deutschland: Knete; Deutschland, Schweiz: Kohle; Koks; Norddeutschland, Österreich: Marie; Deutschland, salopp: Moos; Deutschland, landschaftlich, salopp: Schickermoos; Schweiz: Stutz; weitere unter: Thesaurus:Geld
Oberbegriffe:
- [1] Zahlungsmittel
Beispiele:
- [1]
Übersetzungen [Bearbeiten]
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 6. Nachdruck der 1. Auflage. Klett, Stuttgart u.a. 1997, ISBN 3-12-570600-9, Artikel »Matte«
Quellen:
- ↑ Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. 6. Nachdruck der 1. Auflage. Klett, Stuttgart u.a. 1997, ISBN 3-12-570600-9, Artikel »Matte«
- ↑ מילון כיס דו לשוני עברי-גרמני גרמני-עברי כולל תעתיק מלא / Zweisprachiges Taschenwörterbuch Deutsch-Hebräisch Hebräisch-Deutsch mit vollständiger Transliteration,פרולוג מוציאים לאור בע״מ / Prolog Verlag GmbH, Israel 2006. Seite 146 (hebräischer Teil). ISBN 9783929895186
Substantiv, n [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | das Matte |
|
| Genitiv | des Matten |
|
| Dativ | dem Matten |
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| Akkusativ | das Matte |
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Worttrennung:
- Mat·te
Aussprache:
- IPA: [ˈmatə]
- Hörbeispiele: —
- Reime: -atə
Bedeutungen:
- [1] etwas, das matt ist
Herkunft:
Beispiele:
- [1] „Er wies dem Alten Schritt für Schritt / Hier bald das Matte, dort das Leere, / Und dachte nicht, daß der, mit dem er stritt, / Der Autor des Gedichtes wäre.“[1]
- [1] „Ebensowenig wie in dem Übergang vom Rohen zum Matten der Ästhetiker, kann der Sittenrichter in dem Übergang von der Plautinischen Zote und Indifferenz zu der Terenzischen Akkommodierungsmoral einen Fortschritt erkennen.“[2]
Übersetzungen [Bearbeiten]
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
Quellen:
- ↑ Gutenberg: Christian Fürchtegott Gellert: Fabeln und Erzählungen, 1746
- ↑ Gutenberg: Theodor Mommsen: Römische Geschichte, 4. Buch, 1854
Ähnliche Wörter:

