Hutsche

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Hutsche (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Hutsche die Hutschen
Genitiv der Hutsche der Hutschen
Dativ der Hutsche den Hutschen
Akkusativ die Hutsche die Hutschen
[1] zwei einfache Hutschen

Worttrennung:

Hut·sche, Plural: Hut·schen

Aussprache:

IPA: [ˈhʊʧə], Plural: [ˈhʊʧn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -ʊʧə

Bedeutungen:

[1] bayrisch und österreichisch umgangssprachlich: an Seilen, Ketten oder Stangen befestigte Vorrichtung, auf der Personen (besonders Kinder) sich hin und her schwingen können

Synonyme:

[1] Schaukel

Oberbegriffe:

[1] Spielgerät

Unterbegriffe:

[1] Kirchweihhutsche

Beispiele:

[1] Die Hutschen auf dem Spielplatz waren vor allem bei den kleinen Mädels sehr beliebt.
[1] „Mit sechzehn, es war knapp vor dem Krieg, trieb ich mich im Prater herum. […] Kraftlackeleien aller Art sorgten für Gejohle. Dazwischen das Quietschen der Hutschen, das Mahlgeräusch der Ringelspielmotore, zugeleiert mit Musik.“[1]
[1] „Das Aufmachen der Kirchweihhutsche ist eine Ehrensache bei den Bauernburschen; denn da oft bis zu fünfzehn Personen auf derselben sitzen und schaukeln, muß sie sehr gewissenhaft gekettet und befestigt sein. Nach dem festlichen Abendessen wird dann die Hutsche ausprobiert von sämtlichen Burschen und Mädchen des Hofes.“[2]

Wortbildungen:

Hutschenschleuderer

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961 „Hutsche
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Hutsche
[1] The Free Dictionary „Hutsche
[1] Duden online „Hutsche_Schaukel
[1] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Deutsches Wörterbuch. 9. Auflage. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2011, ISBN 978-3-577-07595-4 „Hutsche“, Seite 750.
[1] Jakob Ebner: Duden, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04984-4 „Hutsche“, Seite 182.
[1] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115 „Hutsche“, Seite 361.

Quellen:

  1. Christl Greller: Das Nacktbad Bathsebas. In: Der Standard digital. 8. August 2002 (URL, abgerufen am 5. April 2013).
  2. Lena Christ: Madam Bäuerin. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).


Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Hutsche die Hutschen
Genitiv der Hutsche der Hutschen
Dativ der Hutsche den Hutschen
Akkusativ die Hutsche die Hutschen
[1] Hutsche aus Holz

Worttrennung:

Hut·sche, Plural: Hut·schen

Aussprache:

IPA: [ˈhʊʧə], Plural: [ˈhʊʧn̩]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -ʊʧə

Bedeutungen:

[1] regional umgangssprachlich: niedriger Schemel zum Auflegen der Füße; Tritthilfe, um etwas höher Liegendes zu erreichen
[2] regional umgangssprachlich: kleines, einfaches Gerät zum Rodeln

Synonyme:

[1] Fußbank, Fußschemel, Hitsche, Schemel
[2] Hitsche

Oberbegriffe:

[2] Schlitten

Beispiele:

[1] „Was das Hotel nicht leistet, ersetzt überhaupt das Kaffeehaus. Hier kauft man ein, macht Bekanntschaften, erquickt sich und erholt sich von den Strapazen im Gasthause. Auch Stiefelputzer finden sich hier ein, wie in Paris, mit Hutsche und Kratzbürste.“[1]
[1] „Dann erschien Tante Marie in ihrem Umschlagetuch, stieg mit Hilfe einer »Hutsche« auf den Möbelwagen und nahm auf dem Bock Platz.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854-1961 „Hutsche
[1] The Free Dictionary „Hutsche
[1, 2] Duden online „Hutsche_Schlitten_Bank
[1, 2] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Deutsches Wörterbuch. 9. Auflage. Wissen-Media-Verlag, Gütersloh/München 2011, ISBN 978-3-577-07595-4 „Hutsche“, Seite 750; „Hitsche“, Seite 730.

Quellen:

  1. Gustav Ferdinand Kühne: Sospiri – Blätter aus Venedig. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).
  2. Erdmann Graeser: Lemkes sel. Wwe.. In: Projekt Gutenberg-DE. (URL).