Schnalle

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Schnalle (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Schnalle die Schnallen
Genitiv der Schnalle der Schnallen
Dativ der Schnalle den Schnallen
Akkusativ die Schnalle die Schnallen
[1] Doppelstegschnalle

Worttrennung:

Schnal·le, Plural: Schnal·len

Aussprache:

IPA: [ˈʃnalə], Plural: [ˈʃnalən]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -alə

Bedeutungen:

[1] Verschluss an einem Gürtel oder Riemen
[2] umgangssprachlich: Schimpfwort für weibliche Personen
[3] Jägersprache: Bezeichnung für das weibliche Geschlechtsteil bei Hunden und Füchsen
[4] eine Zellstruktur bei manchen Pilzen

Synonyme:

[1] Gürtelschnalle, Verschluss

Beispiele:

[1] Gürtel werden manchmal durch besonders aufwändig gestaltete Schnallen verziert.
[2] Hau ab, du Schnalle!
[2] „Die Straßenkunst der Temple-Bar-Artisten ist viel spannender als die offiziellen Monumente, mit denen Dublin 1991 als Kulturhauptstadt Europas seine Straßen „möblierte“: der Skulptur der plumpen Fischhändlerin Molly Malone am Eingang der Grafton Street etwa. „The tart with the cart“, wird sie nicht ohne Grund von den Dubs veräppelt: die Schnalle mit dem Karren.“[1]
[2] „Gerade die Jugendsprache ist allerdings derart schnelllebig, dass so manche »Schnalle« (Mädchen) ins Grübeln kommt, wenn sie nach ihrem »Taschendrachen« gefragt wird.“[2]
[2] „Dass Rapper nichts gegen zusätzliche Einkunftsquellen haben, wissen wir. Allerdings dachten wir da bisher eher Leute wie Ice-T, der sich in der Krimi-Serie Law and Order mehr oder weniger gelungen mehr oder weniger selbst spielt, an den etwas abgehalfterten Flava Flav, der sich seine neue Schnalle per Doku-Soap auswählt, oder auch an Busta Rhymes, der sein Gesicht für eine Schnapsmarke in die Kamera hält.“[3]
[3] „Außerdem hieß in der Jägersprache das weibliche Geschlechtsteil der Wölfin und Füchsin Schnalle […]“[4]
[4] Schnallen sind Ausbildungen des dikaryontischen Myzels der Basidiomycetes.[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–4] Wikipedia-Artikel „Schnalle
[1–3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Schnalle
[1, 2] The Free Dictionary „Schnalle
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schnalle
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSchnalle
[3] Wikipedia-Artikel „Jägersprache#S
[4] Wikipedia-Artikel „Schnalle_(Pilze)
[*] canoo.net „Schnalle

Quellen:

  1. Brigitte Spitz: Geliebte, schmutzige, alte Stadt. In: Die ZEIT. Nummer 17, 23. April 1993 (http://www.zeit.de/1993/17/geliebte-schmutzige-alte-stadt, abgerufen am 20. September 2014)
  2. Christian Heinrich: Fehler machen Worte. In: Die ZEIT. Nummer 19, 30. April 2009 (http://www.zeit.de/2009/19/B-Sprachentwicklung/, abgerufen am 20. September 2014)
  3. Fashawn. In: Heiter bis glücklich: Das ZEITmagazin-Blog. 3. Januar 2011 (http://blog.zeit.de/zeitmagazin/2011/01/03/fashawn/, abgerufen am 20. September 2014)
  4. Lutz Röhrich: Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten. Band 3: Salamander–Zylinder, Verlag Herder, Freiburg im Breisgau/Basel/Wien 2009, ISBN 978-3-9811483-8-1, DNB 998963240 (Neuausgabe), „wissen, wo Barthel den Most holt“, Stichwort Schnalle.
  5. w:Schnalle_(Pilze)