Loch

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Loch (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Loch die Löcher
Genitiv des Lochs
des Loches
der Löcher
Dativ dem Loch
dem Loche
den Löchern
Akkusativ das Loch die Löcher
[1] das Loch in einem Fahrradschlauch findet man unter Wasser
[8] In dieses Loch muss beim Golfen der Ball eingelocht werden

Worttrennung:

Loch, Plural: Lö·cher

Aussprache:

IPA: [lɔχ], Plural: [ˈlœçɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Loch (österreichisch) (Info), Plural:
Reime: -ɔχ

Bedeutungen:

[1] Stelle in einer homogenen Masse, an der Substanz fehlt
[2] abwertend: kleiner, dunkler Wohnraum oder Wohnung
[3] umgangssprachlich: Justizvollzugsanstalt, Gefängnis
[4] umgangssprachlich, abwertend: für After, Mund oder auch Vagina
[5] umgangssprachlich: Bett, Kinderbett
[6] umgangssprachlich: Tür, Fenster
[7] das Ziel beim Golfspiel

Herkunft:

mittelhochdeutsch loch, althochdeutsch loh, germanisch *luka-n „Schluss, Verschluss“, abgeleitet von dem germanischen Verb *lûk-a- „verschließen“, belegt seit dem 8. Jahrhundert[1]

Synonyme:

[1] Bohrung, Öffnung, Grube, Höhle, Vertiefung
[2] Höhle
[3] Gefängnis, Knast

Unterbegriffe:

[1] Guckloch, Knopfloch, Luftloch, Mauerloch, Ohrloch, Schlupfloch, Steuerschlupfloch, Astloch
[4] Arschloch
[6] Seelenloch

Beispiele:

[1] In den Zeiten geringeren Wohlstandes wurden die 'Löcher' in den Socken noch gestopft.
[1] Die Sandwespen benutzen Löcher in der Uferböschung als Behausung.
[2] In dieses Loch ziehe ich nicht ein.
[3] Und er kam auf direktem Wege wieder ins Loch.
[4, 6] Mach's Loch zu!
[5] Nun aber ab ins Loch!

Redewendungen:

aus dem letzten Loch pfeifen
in ein Loch fallen
jemandem ein Loch in den Bauch fragen
jemandem Löcher in den Bauch fragen
saufen wie ein Loch
sich ein Loch in den Bauch ärgern
Löcher in die Luft starren
Loch in den Kopf bohren

Wortbildungen:

lochen, Locher, löcherig, löchern, Lochkamera, Lochkarte, Löchlein, Lochmaschine, löchrig, Lochstickerei, Lochstreifen, Lochung, Lochzange
Funkloch, Sicherheitsloch, Wurmloch


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3] Wikipedia-Artikel „Loch
[1-4, 6] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Loch
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Loch
[1] canoo.net „Loch
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonLoch
[1–3] The Free Dictionary „Loch
[1–3, 4, 7] Duden online „Loch Oeffnung Raum

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Loch“, Seite 579.


Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Loch die Lochs
Genitiv des Lochs der Lochs
Dativ dem Loch den Lochs
Akkusativ den Loch die Lochs

Worttrennung:

Loch, Plural: Lochs

Aussprache:

IPA: [lɔχ], Plural: [lɔχs]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɔχ

Bedeutungen:

[1] See in Schottland

Herkunft:

von gleichbedeutend schottisch loch, dieses von altirisch loch, verwandt mit lateinisch lacusSee“; vergleiche Lagune[1]

Beispiele:

[1] Loch Ness liegt in Schottland.


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Loch
[1] Duden online „Loch See Fjord

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 821.

Ähnliche Wörter:

Goch, Joch