tief

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

tief (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
tief tiefer am tiefsten
Alle weiteren Formen: tief (Deklination)

Worttrennung:

tief, Komparativ: tie·fer, Superlativ: am tiefs·ten

Aussprache:

IPA: [tiːf], Komparativ: [ˈtiːfɐ], Superlativ: [ˈtiːfstn̩]
Hörbeispiele: —, Komparativ: —, Superlativ:
Reime: -iːf

Bedeutungen:

[1] räumlich weit nach unten ausgedehnt
[2] übertragen, aber auch räumlich: nahe am Zentrum, Innersten
[3] verstärkend, wenn hoch unpassend ist
[4] von Tönen: von niedriger Frequenz
[5] von Farben: hohe Sättigung oder dunkler Ton

Herkunft:

von mittelhochdeutsch ‚tief’, althochdeutschtiof’ aus germanisch*deupa-’, indoeuropäisch*dheub-, *dheup- „tief, hohl“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[2] zentral, mitten, weit
[3] stark, ausgeprägt
[4] niedrig
[5] dunkel, gesättigt

Gegenwörter:

[1] hoch, flach
[2] peripher
[4] hoch, hell
[5] leicht, hell

Beispiele:

[1] Der Atlantik ist an manchen Stellen sehr tief.
[1] Er flog sehr tiefer, um dem Radar zu entgehen.
[2] Tief im Dschungel leben gefährliche Tiere.
[2] Tief im Gehirn verborgen sind geheimste Gedanken.
[3] Sie alle befiel eine tiefe Trauer.
[4] Der tiefste Ton auf einem Klavier ist subkontra A.
[5] Klavierlack hat einen hohen Glanz und erzeugt ein tiefes Schwarz.

Redewendungen:

tiefe Gedanken; tief im Herz getroffen
tief in die Tasche greifen müssen

Sprichwörter:

stille Wasser gründen tief
stille Wasser sind tief

Charakteristische Wortkombinationen:

[3] tiefste Demut; tiefe Trauer
[5] tiefes Rot; tiefes Blau; tiefes Schwarz

Wortbildungen:

Tief, Tiefbau, Tiefdruck, Tiefe, Tiefebene, Tiefflieger, Tiefflug, Tiefgang, Tiefgarage, Tiefgeschoss, Tieflader, Tiefland, Tiefpreis, Tiefpunkt, Tiefschlaf, Tiefschlag, Tiefschnee, Tiefsee, Tiefsinn, Tiefstand, Tiefstart
tiefblau, tiefdunkel, tiefgrün, tiefgründig, tiefreligiös, tiefrot, tiefschwarz, tiefsinnig, tieftraurig
tiefstapeln, vertiefen

Übersetzungen[Bearbeiten]

alte Sprachen[Bearbeiten]
neuzeitliche Sprachen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „tief
[1] canoo.net „tief
[1–3, 5] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikontief
[1–5] The Free Dictionary „tief

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „tief“.