Kind

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des Jahres 2007 das Wort der Woche.

Kind (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Kind die Kinder
Genitiv des Kindes
des Kinds
der Kinder
Dativ dem Kind
dem Kinde
den Kindern
Akkusativ das Kind die Kinder
[1] Kinder

Worttrennung:

Kind, Plural: Kin·der

Aussprache:

IPA: [kɪnt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kind (Info)
Reime: -ɪnt

Bedeutungen:

[1] heranwachsender Mensch, aber noch kein Jugendlicher
[2] Mensch, mit Bezug auf seine familiäre Zugehörigkeit (Beziehung der Abkommenschaft)
[3] vertrauliche Anrede

Herkunft:

mittelhochdeutsch: kint, althochdeutsch: kind,, germanisch: *kinþa- n, ursprünglich von der urindogermanischen Wortwurzel: *g’enə-Leben schenken“; seit dem 8. Jahrhundert bezeugt [1][2]

Synonyme:

[1] Koten, Kid, Kiddi, Wurm, Zögling; österreichisch, umgangssprachlich: Gschrapp; abwertend: Blag, Blage, Gör, Göre, Plagegeist, Quälgeist
[2] Abkömmling, Nachkomme, Nachwuchs, Nachgeborener, Spross, Sprössling

Sinnverwandte Wörter:

[1] Söhnchen, Töchterchen

Gegenwörter:

[1] Erwachsener, Jugendlicher
[2] Eltern, Großeltern, Urgroßeltern

Verkleinerungsformen:

Kindchen, Kinderlein, Kindlein

Oberbegriffe:

[1] Mensch
[2] Nachkomme, Verwandter

Unterbegriffe:

[1] nach Geschlecht: Bub/Bube, Junge, Knabe, Mädchen
[1] ADHS-Kind, Christkind, Einzelkind, Enkelkind, Findelkind, Flüchtlingskind, Glückskind, Heimkind, Kindeskind, Kleinkind, Kommunionkind, Königskind, Kriegskind, Lieblingskind, Mamakind, Migrantenkind, Müllkind, Nachbarskind, Papakind, Patenkind, Pflegekind, Priesterkind, Scheidungskind, Schlüsselkind, Schmetterlingskind, Schoßkind, Schulkind, Sonntagskind, Sorgenkind, Stadtkind, Sternenkind, Straßenkind, Waisenkind, Wolfskind, Wunderkind, Wunschkind
[1] übertragen: Hurenkind
[2] Sohn, Tochter, Stiefsohn, Stieftochter, Adoptivsohn, Adoptivtochter, Pflegesohn, Pflegetochter

Beispiele:

[1] Die Kinder spielten im Garten.
[1] „Bei einem Auftritt in Odessa präsentierte er [Petro Poroschenko] die brutale Maßnahme als Garantie für den Sieg: ‘Wir werden Renten haben, sie keine. Bei uns werden die Kinder in die Schule gehen, bei ihnen werden sie in den Kellern sitzen. So, und nur so gewinnen wir den Krieg.‘ “[3]
[2] Er war das zweitgeborene Kind in der Familie.
[2] „Jetzt lebten sechs von seinen sieben Kindern, Enkelkindern und Urenkeln ebenfalls hier.“[4]
[3] „Mein Kind komm her!“

Redewendungen:

sich lieb Kind machen = einschmeicheln
das Kind schon schaukeln = etwas trotz schwieriger Umstände voraussichtlich gut bewerkstelligen (Optimismus)
das Kind mit dem Bade ausschütten = vorschnell reagieren
das Kind beim Namen nennen = unverblümt reden
das Kind im Manne
er ist wie ein großes Kind = Erwachsener, der gerne spielt
ein Kind erwarten = schwanger sein
jemanden an Kindes statt annehmen = jemanden adoptieren
jemandes Geistes Kind sein = dasselbe Gedankengut haben wie jemand anderes
mit Kind und Kegel
zu etwas kommen wie die Jungfrau zum Kind

Charakteristische Wortkombinationen:

[?] Lautsprecherbild -> (Info) ein erwünschtes Kind, Lautsprecherbild -> (Info) ein gewolltes Kind

Wortbildungen:

Adjektive/Adverbien: kinderlos, kindgemäß, kindgerecht, kindisch, kindlich
Substantive: Einkindfamilie, Kindbett, Kinderarzt, Kinderarztpraxis, Kinderauge, Kinderausweis, Kinderbett, Kinderbücher, Kinderchor, Kinderdorf, Kindererziehung, Kinderfahrrad, Kinderfrau, Kinderfunk, Kinderfuß, Kindergarten, Kindergeld, Kindergrab, Kindergruppe, Kinderheim, Kinderhospital, Kinderklinik, Kinderkopf, Kinderkrankenhaus, Kinderkrankheit, Kinderkrippe, Kinderlachen, Kinderland, Kinderlähmung, Kindermädchen, Kindermörder, Kindesmörder, Kinderpause, Kinderpflege, Kinderportion, Kinderpsychiatrie, Kinderschuhe, Kinderseite, Kindersitz, Kindersoldat, Kinderspielplatz, Kinderspielzeug, Kinderspital, Kindersprache, Kinderstation, Kindertag, Kindertagesstätte, Kinderteller, Kindervorstellung, Kinderwagen, Kinderwäsche, Kinderwunsch, Kindesalter, Kindeswohl, Kindfrau, Kindheit, Mehrkinderfamilie
Verben: abkindern

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Kind
[1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Kind“.
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kind
[1–3] Duden online „Kind
[1, 2] canoo.net „Kind
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKind

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 405.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 488.
  3. Uwe Klußmann: Ukraine-Konflikt: Warum Kiew den Krieg nicht gewinnen kann. In: Spiegel Online. 5. Februar 2015, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 15. Januar 2016).
  4. Huldar Breiðfjörð: Schafe im Schnee. Ein Färöer-Roman. Aufbau, Berlin 2013, ISBN 978-3-351-03534-1, Seite 119, Isländisches Original 2009.


Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Kid, King, Kink, Kinn, Kino, kund, lind, Rind, sind, Wind