Kindermädchen

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Kindermädchen (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Kindermädchen

die Kindermädchen

Genitiv des Kindermädchens

der Kindermädchen

Dativ dem Kindermädchen

den Kindermädchen

Akkusativ das Kindermädchen

die Kindermädchen

[1] Karikatur aus den Fliegenden Blättern von 1903: „Das neue Kindermädchen (athemlos nach Hauſe kommend): ‚Gnädige Frau, hatten Sie mir zwei oder drei Kinder mitgegeben?‘“

Worttrennung:

Kin·der·mäd·chen

Aussprache:

IPA: [ˈkɪndɐˌmɛːtçən]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kindermädchen (Info)

Bedeutungen:

[1] (jüngere) Frau, die als Angestellte im Haushalt einer Familie die Kinder betreut

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Substantiv Kind samt Fugenelement -er und dem Substantiv Mädchen

Synonyme:

[1] Kinderfrau, Kinderpflegerin, Nanny
[1] veraltend: Kinderfräulein
[1] veraltet: Bonne, Nurse

Sinnverwandte Wörter:

[1] Babysitter/Babysitterin, Tagesmutter
[1] veraltet: Amme, Gouvernante

Gegenwörter:

[1] Pflegemutter

Oberbegriffe:

[1] Betreuerin
[1] Dienstpersonal, Hauspersonal
[1] veraltet: Gesinde

Unterbegriffe:

[1] Au-pair-Mädchen

Beispiele:

[1] Ich finde schon das richtige Kindermädchen für meine Kinder.
[1] „Meine Mutter war da bei einem Patentanwalt und spielte Haushälterin, Köchin, Kindermädchen und Waschfrau zugleich, und alles für Unterkunft, Essen, abgelegte Kleider und Dankeschön.“[1]
[1] „Sie ging das letzte Jahr zur Schule, als meine Mutter sie einlud, Kindermädchen bei uns zu sein.“[2]
[1] „Als ich so acht oder neun war, brannte der Hof der Eltern meines Kindermädchens ab.“[3]
[1] „Er war reicher Eltern Kind, wie er selbst sagte, aufgewachsen zwischen Kindermädchen und Dienstboten.“[4]
[1] „Ja glauben die Leute hier denn, jeder hätte ein paar Autos und ein paar Kindermädchen zur Verfügung!“[5]
[1] „Alle drei denken sie an das getötete Kindermädchen aus Mali, aber keine wagt es, laut darüber zu sprechen.“[6]
[1] „Wenn du meinen Vater nach seiner Zeit als Kindermädchen fragst, wird er dir zuallererst erzählen, wie oft ich früher weggelaufen bin, mit vier, fünf Jahren schon.“[7]

Redewendungen:

[1] ich bin nicht dein Kindermädchen - ich bin nicht für dich verantwortlich; kümmere dich selbst darum[Quellen fehlen]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein Kindermädchen anstellen, einstellen, entlassen, suchen; jemandem ein Kindermädchen vermitteln

Wortbildungen:

Kindermädchenausbildung, Kindermädchenvermittlung

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kindermädchen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kindermädchen
[*] canoonet „Kindermädchen
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Kindermädchen
[1] The Free Dictionary „Kindermädchen
[1] Duden online „Kindermädchen
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Kindermädchen
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKindermädchen
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-05508-1, Stichwort »Kindermädchen«, Seite 997.

Quellen:

  1. Hermann Kant: Die Aula. Roman. Rütten & Loening, Berlin 1965, Seite 356.
  2. Erwin Strittmatter: Der Laden. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1983, Seite 16.
  3. Maria von Maltzan: Schlage die Trommel und fürchte dich nicht. Ullstein, Berlin/Frankfurt am Main 1986, ISBN 3-550-07933-8, Seite 33.
  4. Monika Maron: Stille Zeile Sechs. S. Fischer, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-10-048805-9, Seite 69.
  5. Ingeborg Bachmann: Malina. Bertelsmann, Güterloh 1992, Seite 111 (Erstausgabe 1971).
  6. Chika Unigwe: Schwarze Schwestern. Roman. Tropen, Stuttgart 2010 (Originaltitel: Fata Morgana, übersetzt von Ira Wilhelm aus dem Niederländischen), ISBN 978-3-608-50109-4, Seite 106 (Niederländische Originalausgabe 2007).
  7. John von Düffel: Houwelandt. Roman. 1. Auflage. DuMont Literatur und Kunst Verlag, Köln 2004, ISBN 3-8321-7882-1, Seite 142.
  8. Nach Francisco Moscoso García: Diccionario español – árabe marroquí. Junta de Andalucía, Dirección General de Coordinación de Políticas Migratorias, Sevilla 2005, ISBN 84-689-2464-4, Stichwort »Niñera«, Seite 195.
  9. Nach Richard S. Harrell; compiled by Thomas Fox, Mohammed Abu-Talib, with the assistance of Ahmed Ben Thami, Allal Chreibi, Habiba Kanouni, Ernest Ligon, Mohammed Mekaoui (Herausgeber): A Dictionary of Moroccan Arabic. Moroccan–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 1966, Stichwort »dada«, Seite 18.
  10. Belkassem Ben Sedira: Petit dictionnaire arabe-français de la langue parlée en Algérie. contenant tous les mots et les formules employés dans les lettres et les actes judiciaires. Adolphe Jourdan, Alger [1910], Stichwort »دادة‎«, Seite 137 (Zitiert nach Internet Archive).
  11. Nach Hans-Rudolf Singer: Grammatik der arabischen Mundart der Medina von Tunis. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1984, ISBN 3-11-003435-2, Seite 223.
  12. Nach ebenda, Seite 439, 504.
  13. Nach Patrice Jullien de Pommerol: Dictionnaire tchadien-arabe ~ français suivi d’un index français-arabe et d’un index des racines arabes. Éditions KARTHALA, Paris 1999, ISBN 978-2-86537-953-8, Stichwort »acangay«, Seite 46.
  14. El-Said Badawi, Martin Hinds: A Dictionary of Egyptian Arabic. Arabic-English. Librairie du Liban, Beirut 1986, Stichwort »دادة‎«, Seite 273.
  15. Ebenda, Stichwort »مربّيّة‎«, Seite 325.
  16. Ebenda, Stichwort »كمريرة‎«, Seite 764.
  17. 17,0 17,1 17,2 17,3 Nach Leonhard Bauer: Wörterbuch des paläſtininſchen Arabiſch. Deutſch-Arabiſch. H. G. Wallmann, Verlagsbuchhandlung/Syriſches Waiſenhaus, Buchhandlung, Leipzig/Jeruſalem 1933, DNB 572156332, Stichwort »Kindermädchen«, Seite 185.
  18. 18,0 18,1 18,2 18,3 Nach Leonhard Bauer, unter Mitwirkung von Anton Spitaler (Herausgeber): Deutsch-arabisches Wörterbuch der Umgangssprache in Palästina und im Libanon. Wörterbuch der arabischen Umgangssprache. Deutsch - Arabisch. 2., erweiterte und verbesserte Auflage. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1957, DNB 450262200, Stichwort »Kindermädchen«, Seite 173.
  19. D.R. Woodhead, Wayne Beene (Hrsg.); under the technical direction of Karl Stowasser, with the assistance of Majid Damah, Faisal Al-Khalaf, Husain Mustafa, Darrel Smith, Ronald G. Wolfe: A Dictionary of Iraqi Arabic. Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 1967, ISBN 0-87840-281-0, Stichwort »murabbiye«, Seite 180.
  20. Beverly E. Clarity, Karl Stowasser, Ronald G. Wolfe, D.R. Woodhead, Wayne Beene (Herausgeber): A Dictionary of Iraqi Arabic. English–Arabic Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 2003, ISBN 0-87840-136-9, Stichwort »murabbiye«, Seite 180 (arabisch-englischer Teil).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
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Levenshtein-Abstand von 3: Kinderlätzchen