machen

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nuvola apps korganizer.png Dieser Eintrag war in der 24. Woche
des Jahres 2008 das Wort der Woche.
Inv-Icon tools.png Dieser Eintrag oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Hilf bitte mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Folgendes ist zu überarbeiten: Synonyme prüfen, Bedeutung [6], [19], [20] belegen

machen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich mache
du machst
er, sie, es macht
Präteritum ich machte
Konjunktiv II ich machte
Imperativ Singular mach(e)
Plural macht
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gemacht haben
Alle weiteren Formen: machen (Konjugation)

Worttrennung:

ma·chen, Präteritum: mach·te, Partizip II: ge·macht

Aussprache:

IPA: [ˈmaχn̩], Präteritum: [ˈmaχtə], Partizip II: [ɡəˈmaχt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild machen (Info), Lautsprecherbild machen (österreichisch) (Info), Präteritum: Lautsprecherbild machte (österreichisch) (Info), Partizip II: Lautsprecherbild gemacht (österreichisch) (Info)
Reime: -aχn̩

Bedeutungen:

[1] in einen bestimmten Zustand versetzen
[2] umgangssprachlich: herstellen, produzieren, anfertigen
[3] machen, dass: veranlassen
[a] früher auch mit Infinitiv
[4] umgangssprachlich: tun, tätigen, handeln, ausführen, erledigen
[5] euphemistisch für:
[a] koten
[b] urinieren
[6] regional für einfüllen, auffüllen
[7] ostmitteldeutsch, mit Hilfsverb „sein“: den Wohnort wechseln, vom Wohnort wegziehen
[8] umgangssprachlich; es machen: koitieren, Sex haben
[9] verursachen, hervorrufen
[10] durch geschäftliche Tätigkeiten verdienen
[11] umgangssprachlich, mit „sich: eine meist positive Entwicklung nehmen; sich aufwärts entwickeln, wachsen
[12] salopp: eine bestimmte Rolle übernehmen
[13] umgangssprachlich, abwertend: etwas oder jemanden mimen, eine bestimmte Haltung nach außen hin einnehmen
[14] mit „sich“: sich in eine bestimmte Umgebung gut einfügen, gut irgendwohin passen
[15] umgangssprachlich auch mit in etwas: sich auf einem bestimmten Geschäftsfeld betätigen
[16] umgangssprachlich: eine bestimmte Summe Geldes betragen
[17] bei mathematischen Operationen (insbesondere bei Addition, Multiplikation und Subtraktion, Division): ergeben
[18] den nachfolgend umschriebenen Laut von sich geben
[19] regional: gehen
[20] beginnen

Herkunft:

westgermanisch: althochdeutsch machôn, mittelhochdeutsch machen; altsächsisch altnfr. macôn, niederdeutsch, niederländisch maken; friesisch makia, angelsächsisch macian, englisch make; ins Isländische und Schwedische als maka, ins Dänische als mage entlehnt. Präteritum: althochdeutsch machôta, Konjunktiv machôti, mittelhochdeutsch machete, machte. Aus indoeuropäisch *mag- "kneten". Verwendung in handwerklichen Sonderbereichen. Die allgemeine germanische Bedeutung, bauen, könnte auf "Wände mit Lehm verschmieren" zurückgeführt werden. Indoeur.: *mag- ist griechisch μάσσω (másso): ich knete, altslawisch mazati bestreichen; bretonisch meza kneten

Synonyme:

[2] anfertigen, arbeiten an, ausarbeiten, basteln, bauen, erschaffen, erstellen, erzeugen, fabrizieren, fertigen, gestalten, herstellen, schaffen, verarbeiten, verfertigen
[3] antreiben, anregen, auslösen, befehlen, bestimmen, bewerkstelligen, bewirken, einfädeln, initiieren, nötigen, veranlassen, dafür sorgen; lassen (mit Infinitiv), sorgen für
[4] arbeiten, erledigen, schaffen, sich befassen mit, sich beschäftigen mit, sich widmen, tun, verstehen
[5] sich erleichtern; nicht euphemistisch, aber gehobene Sprache: [a] koten, defäzieren, [b] harnen, urinieren
[6] geben, hineingeben, füllen, auffüllen, einfüllen; andere Regionen: tun, drauftun, hineintun
[7] fortmachen, gehen, umziehen, weggehen, wegziehen, auswandern, fliehen, flüchten

Gegenwörter:

[4] unterlassen

Beispiele:

[1] Das macht mich wütend.
[1] Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün. (Wolfgang Amadeus Mozart)
[1] Du machst dich zum Gespött der Leute.
[1] Was hast du nur aus mir gemacht!
[1] Er machte sie zu seiner engsten Vertrauten.
[1] Sie machte ihn zu ihrem Verlobten.
[1] Meine Frau hat sich heute Abend besonders hübsch gemacht.
[1] Du machst mich aber jetzt neugierig!
[2] In welchem Land wurde dieses Spielzeugauto gemacht?
[3] Lieber Gott, mach bitte, dass es regnet.
[3a] Das machte ihn alles vergessen.
[4] Wir machen es so, wie es uns gefällt.
[4] Hinnerk macht nie seine Hausaufgaben.
[5] Der Hund hat auf den Teppich gemacht.
[6] Mach mir bitte eine Wurst auf den Teller.
[7] Das halbe Dorf ist in den Westen gemacht.
[8] Sie haben es letzte Nacht gemacht.
[8] Er macht es mit jeder.
[9] Du machst mir nur Arbeit!
[9] Mit seiner dauernden Nörgelei hat sich Marius schon viele Feinde gemacht.
[10] Mit seinen riskanten Spekulationen an der Börse hat mein Schwager ein Vermögen gemacht.
[11] Dein Sohn hat sich echt gemacht.
[12] Jedes Jahr macht der Nachbar den Orpheus bei der Dorfbühne.
[13] Die Partei macht auf Optimismus.
[13] Sie macht auf cool.
[14] Dein neues Sofa macht sich ausnehmend gut vor dem Fenster.
[15] Acherich macht seit kurzem in Eisenwaren.
[16] Insgesamt macht das 798 Euro.
[16] Wieviel macht das?
[17] 7 mal 7 macht 49. 5 und 8 macht 13.
[18] „Wuff“ machte der Hund.
[18] Dann macht es „bumm“, und alles liegt in Schutt und Asche.
[19] Machst du noch fort?
[20] Ich mache mich jetzt an die Arbeit.

Redewendungen:

das macht nichts, jemandem den Hof machen, macht nichts
einen auf … machen
es jemandem machen
es machen
es nicht unter etwas machen
für etwas nicht gemacht sein
sich aus dem Staub machen
sich nichts aus jemandem machen, sich nichts aus etwas machen
sich Sorgen machen
sich an etwas machen
wie man es macht, macht man's falsch
zu etwas machen (als etwas bestätigen; beweisen)

Charakteristische Wortkombinationen:

Abitur machen, Arbeit machen, eine Beobachtung machen, Betten machen, Dummheiten machen, einen Eindruck machen, Fehler machen, die Haare machen, Hausaufgaben machen, Lärm machen, Licht machen, Musik machen, Mut machen, einen Reibach machen, eine Reise machen, einen Spaziergang machen, ein Spiel machen, Sport machen, eine Verbeugung machen, ein Vermögen machen
Macht nichts!
Mach dir/Macht euch nichts daraus!

Wortbildungen:

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „machen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „machen
[1] canoo.net „machen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonmachen
[1,2,4,5, 7–19] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „machen“, Seite 1038f.
Crystal Clear app xmag.svg In diesem Eintrag sind die Referenzen noch nicht geprüft und den Bedeutungen gar nicht oder falsch zugeordnet worden. Bitte hilf mit, dies zu verbessern!

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Aachen, Bachen, Lachen, lachen, Mach, Machete, Macho, Maschen, Nachen, Rachen, Sachen, Wachen, wachen