machen

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Dieser Eintrag war 2008
Wort der Woche 24

[Bearbeiten] machen (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

Zeitform Person Wortform
Präsens ich mache
du machst
er, sie, es macht
Präteritum ich machte
Partizip II   gemacht
Konjunktiv II ich machte
Imperativ Singular mach
mache
Plural macht
Hilfsverb   haben
Alle weiteren Formen: machen (Konjugation)

Silbentrennung:

ma·chen, Präteritum: mach·te, Partizip II: ge·macht

Aussprache:

IPA: [ˈmaχn̩], Präteritum: [ˈmaχtə], Partizip II: [ɡəˈmaχt]
Hörbeispiele: (Österr.) ?

Bedeutungen:

[1] in einen bestimmten Zustand versetzen
[2] umgangssprachlich: herstellen, produzieren, anfertigen
[3] machen, dass: veranlassen
[a] früher auch mit Infinitiv
[4] umgangssprachlich: tun, tätigen, handeln, ausführen, erledigen
[5] euphemistisch für:
[a] koten
[b] urinieren
[6] regional für einfüllen, auffüllen
[7] ostmitteldeutsch, mit Hilfsverb „sein“: den Wohnort wechseln, vom Wohnort wegziehen
[8] umgangssprachlich; es machen: koitieren, Sex haben
[9] verursachen, hervorrufen
[10] jemanden oder etwas in einen anderen Zustand versetzen
[11] durch geschäftliche Tätigkeiten verdienen
[12] umgangssprachlich, mit „sich: eine meist positive Entwicklung nehmen; sich aufwärts entwickeln, wachsen
[13] salopp: eine bestimmte Rolle übernehmen
[14] umgangssprachlich, abwertend: etwas oder jemanden mimen, eine bestimmte Haltung nach außen hin einnehmen
[15] mit „sich“: sich in eine bestimmte Umgebung gut einfügen, gut irgendwohin passen
[16] umgangssprachlich auch mit in etwas: sich auf einem bestimmten Geschäftsfeld betätigen
[17] umgangssprachlich: eine bestimmte Summe Geldes betragen
[18] bei mathematischen Operationen (insbesondere bei Addition, Multiplikation und Subtraktion, Division): ergeben
[19] umgangssprachlich: rufen, von sich geben

Abkürzungen:

Herkunft:

westgermanisch: althochdeutsch machôn, mittelhochdeutsch machen; altsächsisch altnfr. macôn, niederdeutsch, niederländisch maken; friesisch makia, angelsächsisch macian, englisch make; ins Isländische und Schwedische als maka, ins Dänische als mage entlehnt. Präteritum: althochdeutsch machôta, Konjunktiv machôti, mittelhochdeutsch machete, machte. Aus indoeuropäisch *mag- "kneten". Verwendung in handwerklichen Sonderbereichen. Die allgemeine germanische Bedeutung, bauen, könnte auf "Wände mit Lehm verschmieren" zurückgeführt werden. Indoeur.: *mag- ist griechisch μάσσω (másso): ich knete, altslawisch mazati bestreichen; bretonisch meza kneten.

Synonyme:

[2] anfertigen, arbeiten an, ausarbeiten, basteln, bauen, erschaffen, erstellen, erzeugen, fabrizieren, fertigen, gestalten, herstellen, schaffen, verarbeiten, verfertigen
[3] antreiben, anregen, auslösen, befehlen, bestimmen, bewerkstelligen, bewirken, einfädeln, initiieren, nötigen, veranlassen, dafür sorgen; lassen (mit Infinitiv), sorgen für
[4] arbeiten, erledigen, schaffen, sich befassen, sich beschäftigen, sich betätigen, sich regen, sich rühren, sich widmen, tun, verstehen
[5] sich erleichtern; nicht euphemistisch, aber gehobene Sprache: [a] koten, defäzieren, [b] harnen, urinieren
[6] geben, hineingeben, füllen, auffüllen, einfüllen; andere Regionen: tun, drauftun, hineintun
[7] fortmachen, gehen, umziehen, weggehen, wegziehen, auswandern, fliehen, flüchten

Gegenwörter:

[4] unterlassen

Oberbegriffe:

Unterbegriffe:

Beispiele:

[1] Das macht mich wütend.
[1] Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün. (Wolfgang Amadeus Mozart)
[1] Du machst dich zum Gespött der Leute.
[1] Was hast du nur aus mir gemacht!
[1] Er machte sie zu seiner engsten Vertrauten.
[1] Sie machte ihn zu ihrem Verlobten.
[2] In welchem Land wurde dieses Spielzeugauto gemacht?
[3] Lieber Gott, mach bitte, dass es regnet.
[3a] Das machte ihn alles vergessen.
[4] Wir machen es so, wie es uns gefällt.
[4] Hinnerk macht nie seine Hausaufgaben.
[5] Der Hund hat auf den Teppich gemacht.
[6] Mach mir bitte eine Wurst auf den Teller.
[7] Das halbe Dorf ist in den Westen gemacht.
[8] Sie haben es letzte Nacht gemacht.
[8] Er macht es mit jeder.
[9] Du machst mir nur Arbeit!
[9] Mit seiner dauernden Nörgelei hat sich Marius schon viele Feinde gemacht.
[10] Meine Frau hat sich heute Abend besonders hübsch gemacht.
[10] Du machst mich aber jetzt neugierig!
[11] Mit seinen riskanten Spekulationen an der Börse hat mein Schwager ein Vermögen gemacht.
[12] Dein Sohn hat sich echt gemacht.
[13] Jedes Jahr macht der Nachbar den Orpheus bei der Dorfbühne.
[14] Die Partei macht auf Optimismus.
[14] Sie macht auf cool.
[15] Dein neues Sofa macht sich ausnehmend gut vor dem Fenster.
[16] Acherich macht seit kurzem in Eisenwaren.
[17] Insgesamt macht das 798 Euro.
[17] Wieviel macht das?
[18] 7 mal 7 macht 49. 5 und 8 macht 13.
[19] „Wuff“, machte der Hund.

Redewendungen:

das macht nichts
einen auf … machen
es jemandem machen
es machen
es nicht unter etwas machen
für etwas nicht gemacht sein
macht nichts
sich aus dem Staub machen
sich nichts aus jemandem machen, sich nichts aus etwas machen
sich Sorgen machen
wie mans macht, macht mans falsch
zu etwas machen (als etwas bestätigen; beweisen)

Charakteristische Wortkombinationen:

Abitur ~, Arbeit ~, eine Beobachtung ~, einen Besuch ~, Betten ~, Dummheiten ~, Eindruck ~, Fehler ~, die Haare ~, Hausaufgaben ~, Lärm ~, Licht ~, Musik ~, Mut ~, einen Reibach ~, eine Reise ~, einen Spaziergang ~, ein Spiel ~, Sport ~, eine Verbeugung ~, ein Vermögen ~
Macht nichts!
Mach dir/Macht euch nichts daraus!

Abgeleitete Begriffe:

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Ostniederdeutsch:
  • Ostmitteldeutsch:
  • Ostoberdeutsch:
    • Bairisch-Österreichisch: macha

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „machen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „machen
[1] canoo.net „machen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonmachen
[1,2,4,5,7-19] Duden, Universal4Wiktionary:Literaturliste, „machen“, S. 1038f.

Ähnliche Wörter:

Mach (kurz für Machzahl), Machete, Macho
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