das macht nichts
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
[Bearbeiten] das macht nichts (Deutsch)
[Bearbeiten] Redewendung
Worttrennung:
- das macht nichts
Aussprache:
- IPA: [das maχt nɪçʦ]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] Aussage, um einen negativen Vorfall oder eine missliche Situation zu bagatellisieren, in der Bedeutung herunterzuspielen
- [2] Aussage, um jemanden zu beruhigen, dem etwas unangenehm ist
Sinnverwandte Wörter:
- [1] das ist egal
Beispiele:
- [1] Der Lehrer hat ein bißchen die Tuberkulose, aber das macht nichts: im Sommer fällt ohnehin der Unterricht so oft aus, wie der Gutsbesitzer die Kinder zur Feldarbeit braucht.[1]
- [1] Wenn ein junger Mensch um ein paar Jahre älter wird, das macht nichts, da wächst er erst ins rechte Leben hinein.[2]
- [1] Nicht alle Zimmer haben Balkon oder Terrasse, aber das macht nichts: Der gepflegte Garten ist für alle da.[3]
- [2] Da wir ein betrübtes Gesicht machten meinte sie: »Ah, das macht nichts, gar nichts. Gehen Sie nur hinein, kühlen Sie sich ein wenig ab, und machen Sie sich's bequem. Inzwischen hol' ich, was Sie angeschafft haben.«[4]
- [2] »Was soll ich dort? Ich kenne Petrow nicht!« »Das macht nichts. Du wirst ihm deine Witze und Schnurren erzählen – komm, gehen wir!«[5]
- [2] „Ich habe genug Geld zu Hause, aber nichts bei mir", sagt sie. „Das macht nichts. Sie haben Kredit."[6]
[Bearbeiten] Übersetzungen
|
|
Dialektausdrücke:
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „das macht nichts“
- [1] Ostarrichi.org: iwo
- [1] Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. In: Der Duden in zwölf Bänden. 2. Auflage. Band 11, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2002, ISBN 3-411-04112-9
Quellen:
- ↑ Gutenberg: Kurt Tucholsky, Kleine Geschichten
- ↑ Gutenberg: Peter Rosegger, Jakob der Letzte
- ↑ ZEIT: Thomas Eckert, Hotel Fakkelgaarden, Kruså
- ↑ Gutenberg: Octave Mirbeau, Bauernmoral
- ↑ Gutenberg: Arkadij Timofejewitsch Awertschenko, Der Herr aus der ersten Reihe
- ↑ ZEIT: Heribert von Koerber, „Sind Sie frei?"