Mut
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[Bearbeiten] Mut (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m, Singularetantum
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[1] Der Mut des Generals Rajewski in der Schlacht
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| Kasus | Singular | Plural |
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| Nominativ | der Mut | — |
| Genitiv | des Mutes | — |
| Dativ | dem Mut(e) | — |
| Akkusativ | den Mut | — |
Silbentrennung: Mut
Aussprache:
- IPA: [muːt]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] Geisteshaltung, bei der Handlungen in einer gefährlichen, kritischen oder waghalsigen Situation energisch und furchtlos ausgeführt werden
- [2] Gemütszustand, in dem neue Aufgaben mit Zuversicht begonnen oder fortgeführt werden
Abkürzungen:
Herkunft:
- althochdeutsch und mittelhochdeutsch muot (Kraft des Denkens, Gemütszustand, Gesinnung)
Synonyme:
- [1] Courage, Furchtlosigkeit, Tapferkeit
- [1] umgangssprachlich: Eier, Mumm
- [2] Optimismus, Vertrauen, Zuversicht
Gegenwörter:
- [1] Angst, Feigheit, Furcht, Mutlosigkeit
- [2] Pessimismus, Skepsis, Zweifel
Oberbegriffe:
- [1] Geisteshaltung, Gesinnung
- [2] Gemütsverfassung, Gemütszustand, Laune, Stimmung
Unterbegriffe:
Beispiele:
- [1] Er bewies seinen Mut, indem er über die gefährliche Brücke ging.
- [1] Zum Unglück Meister Daniels aber war gleich danach auch sein alter Brauer Petersen gestorben, und die Witwe hatte den Mut zur Fortsetzung des Geschäfts verloren. [1]
- [1] Also der Bringer des Heils, und ins Rossegeschirr sich erhebend, Faßt' er die Geißel geschwind' und das schöne Gezäum in die Hände, Und gab edelen Mut den Rossen zugleich und den Mäulern. [2]
- [1] Der Mut zu Aktienkäufen scheint hingegen weitgehend verlorengegangen zu sein, zumal die Ausländer in jüngster Zeit vor allem deutsche Aktien verkauft haben - in der Hauptsache, um Währungsgewinne zu realisieren. [3]
- [1] Mut hat Perspektiven, während Tapferkeit allenfalls Hoffnung haben kann. [4]
- [2] Als die Wände rein gefegt hatten, schienen sie sehr guten Mutes, und gewiß, sie waren auch in kurzer Zeit sehr viel größer, breiter und glänzender geworden. [5]
- [2] Da, voll guten Mutes, setzten sie bei der frischen Brise das Segel wieder, das sie jetzt in vollem Flug nach Westen der Heimat entgegentrug. [6]
Redewendungen:
- [1] allen Mut zusammennehmen — sich gegen die Angst überwinden
- [1] Erfolg macht Mut
- [1] mit dem Mut der Verzweiflung — Mut in einer ausweglosen Situation beweisen
- [1] Mut zur Lücke — Teile des Prüfungsstoffes nicht lernen
- [1] nur Mut!
- [1] sich Mut antrinken — die Angstschwelle durch Alkoholkonsum herabsetzen
- [1] sich Mut machen — gegen die Angst argumentieren
- [2] guten Mutes sein
- [2] sei guten Mutes! — Sorge dich nicht, du schaffst das schon
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] Mut aufbringen, beweisen, benötigen, brauchen, brechen, einflößen, erfordern, fassen, haben, machen, schöpfen, verlieren, vermitteln, zeigen
- [1] Mut zum(r) Anpassung, Aufbruch, Auslandsgeschäft, Auszeit, Denken, Einfachheit, Emotion, Entscheidung, Ethik, Erfolg, Experiment, Farbe, Glauben, Handeln, Hässlichkeit, Innovation, Kind, Kinderkriegen, Klarheit, Leben, Meinung, Nachhaltigkeit, Neuanfang, Offenheit, Reform, Risiko, Selbstständigkeit, Studium, Veränderung, Vision, Wahrheit, Widerspruch, Zukunft
- [1] heroischer, intellektueller, wirklicher Mut
Abgeleitete Begriffe:
- Anmut, anmuten, Demut, Edelmut, entmutigen, Entmutigung, ermutigen, Ermutigung, Freimut, Gleichmut, Hochmut, mutmaßen, mutig, Mutwille, mutlos, mutwillig, Mutwilligkeit, Unmut, vermuten, Wankelmut, Wehmut, zumuten
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Mut“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Mut“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mut“
- [1] canoo.net „Mut“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Mut“
Quellen:
- ↑ Gutenberg: Theodor Storm, Bötjer Basch
- ↑ Gutenberg: Homer, Ilias
- ↑ ZEIT: Mut verloren
- ↑ ZEIT: Eva-Maria Wallas, Was ist Mut, was Tapferkeit?
- ↑ Gutenberg: Johann Wolfgang von Goethe, Das Märchen
- ↑ Gutenberg: Friedrich Gerstäcker, Der Schiffszimmermann
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