Demut
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Demut (Deutsch) [Bearbeiten]
Substantiv, f [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | die Demut |
|
| Genitiv | der Demut |
|
| Dativ | der Demut |
|
| Akkusativ | die Demut |
|
Worttrennung:
- De·mut, kein Plural
Aussprache:
- IPA: [ˈdeːmuːt]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] Religion: vor allem religiös geprägte Geisteshaltung, bei der sich der Mensch in Erkenntnis der eigenen Unvollkommenheit dem göttlichen Willen unterwirft
- [2] das Zurückzunehmen der eigenen Interessen gegenüber einer höheren Macht oder gegenüber einer Gemeinschaft
Herkunft:
- mittelhochdeutsch diemüete, diemuot, althochdeutsch diomuoti „dienstwillig, demütig“, also eigentlich „Gesinnung eines Dienenden“. Das Wort ist in der Form dheomoti bereits im 8. Jahrhundert belegt.[1]
Synonyme:
- [1] Ergebenheit
- [2] Bescheidenheit, Anspruchslosigkeit
Gegenwörter:
- [1] Hochmut
Beispiele:
- [1] Was nützt es in Demut zu wandeln, wenn man nicht weiß wohin?[2]
- [1] „Zur Anmut gehören Beiläufigkeit, Ungekünsteltheit, Nonchalance, Sprezzatura; und wenn sie in Begleitung ihrer Schwester, der Demut, auftritt, ist sie unbesiegbar.“[3]
Wortbildungen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Demut“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Demut“
- [2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Demut“
- [2] canoo.net „Demut“
- [1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Demut“
- [2] The Free Dictionary „Demut“
- [1] Wikiquote: „Demut“
Quellen:
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Demut“, Seite 189.
- ↑ G.B. Shaw: Ein Negermädchen sucht Gott
- ↑ Asfa-Wossen Asserate: Deutsche Tugenden. Von Anmut bis Weltschmerz. Beck, München 2013, ISBN 978-3-406-64504-4, Seite 14.
Ähnliche Wörter: