Acht

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Acht (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f, Zahl[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Acht die Achten
Genitiv der Acht der Achten
Dativ der Acht den Achten
Akkusativ die Acht die Achten
[3] eine Acht an einem Fahrrad
[4] Acht der Farbe Karo

Worttrennung:

Acht, Plural: Ach·ten

Aussprache:

IPA: [aχt], Plural: [ˈaχtn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Acht (Info), Plural:
Reime: -aχt

Bedeutungen:

[1] Mathematik: die natürliche Zahl zwischen der Sieben und der Neun
[2] die Ziffer Acht (8, ۸, 八)
[3] ein verbogenes Rad (nach einem Fahrradunfall)
[4] eine Spielkarte mit dem Wert acht
[5] umgangssprachlich: Handschellen

Herkunft:

Substantivierung des Zahlworts acht
[3, 5] wegen der Ähnlichkeit mit der Ziffer 8

Synonyme:

[3] Achter

Oberbegriffe:

[1] gerade Zahl
[2] Ziffer, Zahlzeichen
[3] Schaden
[4] Lusche, Karte, Spielkarte

Beispiele:

[1] Die Acht ist der Nachfolger der Sieben.
[2] Die Zahl 88 besteht aus zwei Achten.
[3] Eine Acht kriegt man nur in der Werkstatt weg.
[3] „Daran fehlen ein paar Speichen und die Felge ist so stark verbeult, das Radfahrer von einer Acht sprechen.“[1]
[3] „Während sein eigenes Rad noch fahrbereit ist, zeigt das Vorderrad des Unfallgegners eine irreparable Acht, so dass es gänzlich auszubauen ist.“[2]
[4] Die Acht sticht immerhin die Sieben.

Wortbildungen:

[2] Goldene Acht


Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3, 5] Wikipedia-Artikel „Acht (Begriffsklärung)
[1] Wikipedia-Artikel „Acht
[3] Wikipedia-Artikel „Seitenschlag
[1, 2] canoo.net „Acht
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAcht
[1, 2] The Free Dictionary „Acht
[2, 3] wissen.de – Wörterbuch „Acht
[3] Collins German-English Dictionary „Acht
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Acht

Quellen:

  1. Peter Besser: Mit dem Fahrrad zum Mond. 2009, ISBN 3839192137, Seite 24
  2. Holger Burckhart, Hans Messelken: Sprache der Didaktik, Didaktik der Sprache. 2003, ISBN 3826025539, Seite 235

Substantiv, f, Ächtung[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Acht
Genitiv der Acht
Dativ der Acht
Akkusativ die Acht

Worttrennung:

Acht, kein Plural

Aussprache:

IPA: [aχt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Acht (Info)
Reime: -aχt

Bedeutungen:

[1] mittelalterliche Strafe, die den Ausschluss aus der Gemeinschaft und den Verlust des Rechtsschutzes bedeutet

Herkunft:

gleichbedeutend mittelhochdeutsch áht, æhte, althochdeutsch áhta, westgermanisch *áhtó; außergermanisch verwandt mit altirisch écht, „Totschlag (aus Rache); Erschlagener“, sonst unklar[1][2]

Synonyme:

[1] Ächtung, Friedlosigkeit, Verfestung, Vogelfreiheit

Oberbegriffe:

[1] Strafe, Sühne

Unterbegriffe:

[1] Landesacht, Oberacht, Reichsacht, Stadtacht

Beispiele:

[1] „Durch die Lösung von der Acht erhielt der einstmals Geächtete seine volle bürgerliche Stellung und auch sein Vermögen wie vor der Acht wieder.“[3]
[1] „Dem Buben und dem Knecht die Acht / Der füttre Krähn und Raben / So ziehn wir aus zur Herrmannschlacht / Und wollen Rache haben“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] in Acht und Bann, in Acht fallen

Wortbildungen:

[1] ächten

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Reichsacht
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Acht
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Acht
[1] canoo.net „Acht
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAcht
[1] The Free Dictionary „Acht
[1] Duden online „Acht
[1] wissen.de – Wörterbuch „Acht
[1] wissen.de – Lexikon „Acht
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Acht

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937
  2. Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2
  3. Wikipedia-Artikel „Reichsacht
  4. Ernst Moritz Arndt: Der Gott der Eisen wachsen ließ

Substantiv, f, Beachtung[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ die Acht
Genitiv der Acht
Dativ der Acht
Akkusativ die Acht

Worttrennung:

Acht, kein Plural

Aussprache:

IPA: [aχt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Acht (Info)
Reime: -aχt

Bedeutungen:

[1] in Verbindung mit bestimmten Verben, sonst veraltet: Beachtung, Aufmerksamkeit, Vorsicht

Herkunft:

gleichbedeutend mittelhochdeutsch aht(e), althochdeutsch ahta, westgermanisch ahtó; weitere Herkunft unsicher, vielleicht zu indogermanisch *ag-, „bewegen, treiben“ in der Nebenbedeutung „erwägen“, oder *ak-, „scharf, spitz“ mit übertragener Bedeutung „scharfsinnig“, eventuell unter Einfluss von *ok-, „scheuen“[1]

Beispiele:

[1] Irgendwo hier leben die „duendes“, die Kobolde, glauben die alten Leute in der Sierra. Unheimliche Wesen mit häßlichem Gesicht und großer Nase. Oder war nicht die Nase groß, sondern der Fuß? In jedem Fall gilt es, sich in Acht zu nehmen vor ihnen.[2]
[1] Gib Acht, damit du nicht fällst!

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Acht geben, außer Acht lassen, sich in Acht nehmen

Wortbildungen:

[1] achten, achtgeben, Obacht

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Acht
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Acht
[1] canoo.net „Acht
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAcht
[1] The Free Dictionary „Acht
[1] wissen.de – Wörterbuch „Acht
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Acht
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Acht

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 25., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, DNB 1012311937
  2. „Schlange in Schnaps“, von Sandra Schulz, 10.01.2005

Ähnliche Wörter:

Ach, ach, Achat, Ache, Achte, achte, act, echt, Jacht, lacht, Macht, macht, Nacht, Pacht, sacht, Wacht, Yacht