nackt
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nackt (Deutsch) [Bearbeiten]
Adjektiv [Bearbeiten]
| Positiv | Komparativ | Superlativ |
|---|---|---|
| nackt | nackter | am nacktesten |
| Alle weiteren Formen: nackt (Deklination) | ||
Worttrennung:
- nackt, Komparativ: nack·ter, Superlativ: nack·tes·ten
Aussprache:
- IPA: [nakt], Komparativ: [ˈnaktɐ], Superlativ: [ˈnaktəstən], [ˈnaktəstn̩]
- Hörbeispiele:
nackt (Info), Komparativ:
nackter (Info), Superlativ:
am nacktesten (Info) - Reime: -akt
Bedeutungen:
- [1] keine Steigerung: ohne Kleidung
- [2] von Tieren: ohne Haare oder Federn
- [3] unbedeckt, blank, bloß
- [4] übertragen: unverhüllt, unverblümt
Herkunft:
- Nackt hat sich um 800 aus dem althochdeutschen nackot[1] oder nachot[2] über das mittelhochdeutsche nacket (unbekleidet, bloß, ledig) entwickelt.[3] Verwandte Formen sind zudem das gotische naqaþs, das englische naked → en und das altisländische nøkkviđr → is, die gemeinsam mit noch anderen Wörtern aus indogermanischen Sprachen auf das indogermanische *nogṷ- (nackt) zurückgehen.[4]
Synonyme:
- [1] bloß, entblößt, nackend, nackicht, nackig, unbekleidet, umgangssprachlich: ausgezogen, ohne, im Evaskostüm, im Adamskostüm
- [2] kahl
Gegenwörter:
Beispiele:
- [1] Wer nackt zur Ausstellung „Nackte Tatsachen“ kam, brauchte keinen Eintritt zu bezahlen.
- [2] Die meisten Geier haben einen nackten Kopf.
- [3] Wir mussten auf dem nackten Boden schlafen.
- [4] Was Hubertus seinen Angestellten sagen musste, war nichts als die nackte Wahrheit über das Unternehmen.
- [4] „Gerade die Verlage seien inzwischen nicht mehr in der Lage, ‚ein Publikum an sich zu binden‘, deshalb ‚stellen sie das Leben selbst auf die Bühne, und am liebsten das Leben in seiner nacktesten, fiesesten und obszönsten Form, am allerliebsten in irgendeiner Verbindung mit dem Nationalsozialismus‘.“[5]
Redewendungen:
- einem nackten Mann in die Tasche greifen
- jemandem mit dem nackten Hintern ins Gesicht springen
- man zeigt nicht mit nacktem Finger auf angezogene Leute
Charakteristische Wortkombinationen:
Wortbildungen:
- halbnackt, Nackedei, nacktarmig, Nacktbader, Nacktbaderin, Nacktbadestrand, Nacktfoto, Nacktfrosch, Nacktheit, Nackthund, Nacktkultur, Nacktmodell, Nacktmull, Nacktsamer, nacktsamig, Nacktschnecke, Nackttanz, Nackttänzer, Nackttänzerin, pudelnackt, splitterfasernackt, splitternackt
Übersetzungen [Bearbeiten]
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1, 2] Wikipedia-Artikel „Nacktheit“
- [1–4] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „nackt“, Seite 1121
- [1] Deutsches Rechtswörterbuch „nackt“
- [1, 3, 4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „nackt“
- [1–4] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „nackt“
- [1] canoo.net „nackt“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „nackt“
- [1–4] The Free Dictionary „nackt“
Quellen:
- ↑ Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „nackt“, Seite 907
- ↑ Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 3. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-04073-4, „nackt“, Seite 549
- ↑ Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, „nackt“, Seite 907
- ↑ Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 3. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-04073-4, „nackt“, Seite 549
- ↑ http://www.taz.de/index.php?id=archivseite&dig=2004/02/10/a0231
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