schlafen
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[Bearbeiten] schlafen (Deutsch)
[Bearbeiten] Verb, unregelmäßig
| Zeitform | Person | Wortform |
|---|---|---|
| Präsens | ich | schlafe [ˈʃlaːfə] |
| du | schläfst [ʃlɛːfst] | |
| er, sie, es | schläft [ʃlɛːft] | |
| Präteritum | ich | schlief |
| Partizip II | geschlafen | |
| Konjunktiv II | ich | schliefe [ˈʃliːfə] |
| Imperativ | Singular | schlaf! [ʃlaːf] schlafe! [ˈʃlaːfə] |
| Plural | schlaft! [ʃlaːft] | |
| Hilfsverb | haben | |
| Alle weiteren Formen: schlafen (Konjugation) | ||
Silbentrennung:
- schla·fen, Präteritum: schlief, Partizip II: ge·schla·fen
Aussprache:
- IPA: [ˈʃlaːfn̩], Präteritum: [ʃliːf], Partizip II: [ɡəˈʃlaːfn̩]
- Hörbeispiele: schlafen (Österr.)
Bedeutungen:
- [1]
- [a] intransitiv: sich im Schlaf befinden
- [b] reflexiv; unpersönlich: auf gewisse Art und Weise den Schlaf verbringen können
- [c] reflexiv: durch das Schlafen[1a] eine gewisse Verfassung erlangen
- [2] übernachten
- [3]
- [a] intransitiv; euphemistisch; (zusammen) mit jemandem schlafen: Geschlechtsverkehr ausüben
- [b] reflexiv; salopp: (berechnend, mit dem Gedanken sich gewisse Vorteile verschaffen zu können) aufeinanderfolgend mit mehreren Personen schlafen
- [4] intransitiv; bildlich, umgangssprachlich: unaufmerksam sein
Herkunft:
- bezeugt im Mittelhochdeutschen slāfen, das dem Althochdeutschen slāfan entstammt, welches seinerseits auf die (nicht belegbare, jedoch rekonstruierte) germanische Wurzel *slǣp-a- „schlafen“ zurückgeht, die ihrerseits der (ebenfalls nicht belegbaren, jedoch rekonstruierten) indogermanischen Form *slāb- „schwach werden“ - vielleicht speziell „bewusstlos werden“ - entspringt; eytmologische Verwandtschaften bestehen mit dem Gotischen slepan, dem Altenglischen slǣpan, dem Altniederfränkischen slāpan und dem Altfranzösischen slēpa, außerdem mit dem Litauischen slõbti „schwach, schlaff werden“, dem Altkirchensklawischen slabŭ „schwach“ und - ohne anlautendes s - mit den altirischen Formen lobur und lobor „schwach“[1]
Synonyme:
- [1] umgangssprachlich: pennen, ratzen; gehoben: in Morpheus’ Armen liegen, in Morpheus’ Armen ruhen
- [2] übernachten, nächtigen
- [3] beischlafen, koitieren, kopulieren
- [3a] salopp, derb: bumsen, ficken, vögeln
- [3b] salopp, derb: sich bumsen durch, sich ficken durch, sich vögeln durch
- [4] träumen
Sinnverwandte Wörter:
Gegenwörter:
Unterbegriffe:
- [1] dösen, schlummern, träumen
Beispiele:
- [1a] Er war müde und schläft jetzt tief.
- [1b] In dem neuen Bett schläft es sich gut.
- [1c] Bei einer Erkältung ist es ratsam viel zu trinken, viel frisches Obst und Gemüse zu sich zu nehmen und sich vor allem gesund zu schlafen.
- [2] Du kannst im Gästezimmer schlafen.
- [3a] Ich will mit dir schlafen!
- [3b] Böse Zungen behaupten, sie hätte sich durch die ganze Chefetage geschlafen.
- [4] (als Beifahrer im Auto) „Schläfst du? Die Ampel ist längst grün.“
Redewendungen:
- [1a] darüber erstmal schlafen müssen: sich darüber erstmal Gedanken machen müssen und am nächsten Tag eine Entscheidung fällen
- [1a] schlafen wie ein Bär, schlafen wie ein Dachs, schlafen wie ein Mehlsack, schlafen wie ein Murmeltier, schlafen wie eine Ratte, schlafen wie ein Ratz, schlafen wie ein Sack, schlafen wie ein Stein, schlafen wie ein Toter
- [3a] miteinander schlafen
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1a] fest schlafen, noch halb schlafen, ruhig schlafen, tief schlafen, unruhig schlafen; auf dem Bauch schlafen, auf dem Rücken schlafen, auf der Seite schlafen; schlafen gehen, sich schlafen legen; bei offenem Fenster schlafen
Abgeleitete Begriffe:
- ausschlafen, beschlafen, beischlafen, durchschlafen, einschlafen, (kausativ) einschläfern, entschlafen, überschlafen, verschlafen
- schlafend, schlaflos, schläfrig
- Schlaf, Schlafen, Schläfer, Schläferin
[Bearbeiten] Übersetzungen
Dialektausdrücke:
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Schlaf“
- [1–3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „schlafen“
- [1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „schlafen“
- [1] canoo.net „schlafen“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „schlafen“
- [1–4] vergleiche Duden, Universal6, Seite 1463
Quellen:
Ähnliche Wörter: