Flüchtling

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Flüchtling (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Flüchtling die Flüchtlinge
Genitiv des Flüchtlings der Flüchtlinge
Dativ dem Flüchtling den Flüchtlingen
Akkusativ den Flüchtling die Flüchtlinge
[1] Kriegsflüchtlinge
[1] Bootsflüchtlinge
[1] Flüchtlinge in einem Flüchtlingszug
[1] Flüchtlinge in einem Flüchtlingslager

Worttrennung:

Flücht·ling, Plural: Flücht·lin·ge

Aussprache:

IPA: [ˈflʏçtlɪŋ], Plural: [ˈflʏçtlɪŋə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] Person, die ihre Heimat verlässt, um vor einer Gefahr zu fliehen

Herkunft:

Ableitung zum Stamm des Verbs flüchten mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ling

Sinnverwandte Wörter:

[1] Vertriebener

Oberbegriffe:

[1] Person

Unterbegriffe:

[1] Bootflüchtling/Bootsflüchtling, Botschaftsflüchtling, Elendsflüchtling, Glaubensflüchtling, Kinderflüchtling, Klimaflüchtling, Kontingentflüchtling, Kriegsflüchtling, Ostflüchtling, Republikflüchtling, Steuerflüchtling, Wirtschaftsflüchtling

Beispiele:

[1] Das erneute Aufflammen des Krieges im nahen Osten ließ die Zahl der Flüchtlinge in den angrenzenden Gebieten wieder stark ansteigen.
[1] „Die Flüchtlinge und Heimatvertriebenen, die unmittelbar nach dem Krieg aus dem Osten und Südosten kamen, machten in manchen Gebieten rund ein Fünftel der Bevölkerung aus.“[1]
[1] „Zwei Jahre ist kein Krieg mehr, aber mit den Flüchtlingen nimmt es kein Ende.“[2]
[1] „[…] ich habe keinen dieser Flüchtlinge von Baden-Baden je wiedergesehen...“[3]
[1] „Die Gemeinde Friedland in Niedersachsen gilt bis heute als Symbol der Hoffnung für Flüchtlinge und Aussiedler, die nach Deutschland kommen.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Lautsprecherbild -> (Info) ein anerkannter Flüchtling, ein heimkehrender Flüchtling, ein minderjähriger Flüchtling, ein politischer Flüchtling, ein traumatisierter Flüchtling, ein verzweifelter Flüchtling, ein willkommener Flüchtling
[1] einen Flüchtling aufnehmen, einen Flüchtling unterbringen

Wortfamilie:

[1] Flüchtlingsarzt, Flüchtlingsausweis, Flüchtlingschaos, Flüchtlingsdorf, Flüchtlingsdrama, Flüchtlingselend, Flüchtlingsgruppe, Flüchtlingsfrage, Flüchtlingshilfe, Flüchtlingsjagd, Flüchtlingsjurist, Flüchtlingskind, Flüchtlingskoffer, Flüchtlingskolonne, Flüchtlingskatastrophe, Flüchtlingskommissar, Flüchtlingskoordinator, Flüchtlingslager, Flüchtlingspartei, Flüchtlingsminister, Flüchtlingspolitik, Flüchtlingsproblem, Flüchtlingsrat, Flüchtlingsschein, Flüchtlingsschicksal, Flüchtlingssituation, Flüchtlingsstrom, Flüchtlingstreck, Flüchtlingstrupp, Flüchtlingswaise, Flüchtlingswelle, Flüchtlingswelle, Flüchtlingszentrum, Flüchtlingszug


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Flüchtling
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Flüchtling
[1] canoo.net „Flüchtling
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFlüchtling
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Flüchtling
[1] Duden online „Flüchtling

Quellen:

  1. Hermann Bausinger: Typisch deutsch. Wie deutsch sind die Deutschen? 5. Auflage. Beck, München 2009, Seite 143. ISBN 978-3-406-59978-1.
  2. Arno Surminski: Kudenow oder An fremden Wassern weinen. Roman. Hoffmann und Campe, Hamburg 1978, Seite 40. Kein ISBN.
  3. Louis-Ferdinand Céline: Norden. 2. Auflage. Roman. Rowohlt Taschenbuch, Reinbek 2007, ISBN 978-3-499-15499-7, Seite 26. Französische Originalausgabe 1964.
  4. Sonya Winterberg: Wir sind die Wolfskinder. Verlassen in Ostpreußen. Piper, München/Zürich 2014, ISBN 978-3-492-30264-7, Seite 202.