kentern

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kentern (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich kentere
du kenterst
er, sie, es kentert
Präteritum ich kenterte
Konjunktiv II ich kenterte
Imperativ Singular kentere!
Plural kentert!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gekentert sein, haben
Alle weiteren Formen: Flexion:kentern
[1] diese Laserjolle ist gekentert und wird jetzt wieder aufgerichtet
[1] Gekentertes Schiff nach Torpedoangriff (HMS Majestic 1915)

Worttrennung:

ken·tern, Präteritum: ken·ter·te, Partizip II: ge·ken·tert

Aussprache:

IPA: [ˈkɛntɐn], Präteritum: [ˈkɛntɐtə], Partizip II: [ɡəˈkɛntɐt]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:
Reime: -ɛntɐn

Bedeutungen:

[1] Nautik: (von Wasserfahrzeugen) sich zur Seite neigen und auf der einen Seite oder kieloben liegen bleiben
[2] Seemannssprache: (von Strömungen, Winden oder Ähnlichem) sich in die entgegengesetzte Richtung bewegen

Herkunft:

seit dem 17. Jahrhundert bezeugt; aus niederdeutsch: kantern, kentern, niederländisch: kenteren „auf die Kante legen“, „auf die Seite legen“[1][2]

Beispiele:

[1] „Das Boot ist gekentert, sie ist ertrunken.“ [3]
[1] In der Ägäis ist wieder ein Flüchtlingsboot gekentert. Vor einer kleinen griechischen Insel finden die Rettungsmannschaften immer mehr Leichen, darunter zahlreiche Kinder.[4]
[1] „Szulskis Einspänner lag wie gekentert im Wasser, das Verdeck nach unten, die Räder nach oben...“ [5]
[1] „Die Eisberge könnten kentern oder bersten und eine hohe Flutwelle auslösen.“[6]
[2] Der Wind hat gekentert.
[2] Wir laufen mit kenterndem Wasser aus.


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Kentern
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kentern
[1] canoo.net „kentern
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonkentern

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 483.
  2. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Seite 648.
  3. Stummer Kampf von Maria Janitschek
  4. Flüchtlinge - Neues Flüchtlingsdrama im Mittelmeer. In: Deutsche Welle. 13. September 2015 (URL, abgerufen am 11. Dezember 2015).
  5. Unterm Birnbaum, Achtes Kapitel von Theodor Fontane
  6. Tilman Bünz: Wer das Weite sucht. Skandinavien für Fortgeschrittene. btb Verlag, München 2012, ISBN 978-3-442-74359-9, Seite 53.

Ähnliche Wörter:

entern, kontern, keltern