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-ling

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Singular Plural
Nominativ der -ling die -linge
Genitiv des -lings der -linge
Dativ dem -ling den -lingen
Akkusativ den -ling die -linge

Worttrennung:

-ling

Aussprache:

IPA: [lɪŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild -ling (Info)

Bedeutungen:

[1] Wortableitungen ("Derivationen") mit -ling als Suffix ergeben männliche Substantive, deren Wortstamm eine Eigenschaft der damit bezeichneten Person oder Sache im Sinne des Wortstammes charakterisiert. Das Ableitungssuffix wird vor dem allfälligen Flexionssuffix eingesetzt. Die resultierenden Ableitungen können der Sprachökonomie dienen (und damit konnotativ relativ neutral sein), aber auch ironisch, diminutiv oder pejorativ verwendet werden. Damit ist eine mögliche Stilebenenbreite von fachsprachlich, standardsprachlich, umgangssprachlich und vulgärsprachlich gegeben. Die Ableitungen können je nach der Wortart des Stammes differenziert werden.
Mögliche Wortstamm-Wortarten sind
[a] Substantiv
[b] Adjektiv
[c] Verb
[d] Präposition

Herkunft:

abgeleitet von indoeuropäisch *-linga [Quellen fehlen]

Weibliche Wortformen:

-lingin (Günstlingin, Lieblingin) sind vor allem im 18./19. Jahrhundert belegt

Beispiele:

[1a] Das Wort „Häftling“ wird vom Substantiv Haft mit dem Suffix -ling abgeleitet, wobei das ‚a‘ zu ‚ä‘ umgelautet wird.
[1b] „Frühling“ wird vom Adjektiv früh mit dem Suffix -ling abgeleitet.
[1c] „Abkömmling“ wird vom Verb abkommen mit dem Suffix -ling abgeleitet, wobei das ‚o‘ zu ‚ö‘ umgelautet wird.
[1d] „Widerling“ wird von der Präposition wider mit dem Suffix -ling abgeleitet.

Wortbildungen:

siehe ausschließlich: Verzeichnis:Deutsch/Wortbildungen/-ling

Übersetzungen

[Bearbeiten]
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Eintrag „…ling“
[1] Duden online „-ling