Fackel

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Fackel (Deutsch)[Bearbeiten]

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Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Fackel

die Fackeln

Genitiv der Fackel

der Fackeln

Dativ der Fackel

den Fackeln

Akkusativ die Fackel

die Fackeln

[1] Zwei Jungen mit Fackeln der Lewes Borough Bonfire Society

Worttrennung:

Fa·ckel, Plural: Fa·ckeln

Aussprache:

IPA: [ˈfakl̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Fackel (Info)
Reime: -akl̩

Bedeutungen:

[1] einfaches Gerät in Gestalt eines meist mit geeigneten brennbaren Stoffen (Wachs, Pech usw.) am oberen Ende versehenen Stockes, der dort entzündet wird, dient meist zum Leuchten, Signalisieren, Anzünden oder zu artistischen Darbietungen
[2] meist zusammen mit bestimmten nominalen Ausdrücken im Genitiv der Zugehörigkeit als bildhaft-pathetische Formel zum Ausdruck von Hochachtung für die damit bezeichneten Dinge

Herkunft:

Das Wort geht auf mittelhochdeutsch vackel → gmh sowie althochdeutsch fackala → goh zurück und ist eine Entlehnung aus lateinisch facula → la, einer Diminutivform von lateinisch fax → la „Fackel“; gleichen Ursprungs sind auch schwedisch fackla → sv und norwegisch fakkel → no mit selbiger Bedeutung[1] Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[2]

Oberbegriffe:

[1] Brandmittel, Gerät, Leuchtmittel, Signal, Zündmittel

Unterbegriffe:

[1] differenziert nach dem Material von Träger oder Brennstoff: Aluminiumfackel, Holzfackel, Pechfackel, Wachsfackel, …
[1, 2] differenziert nach dem Zweck: (zum Entflammen) Brandfackel, (zur Nachrichtenübermittlung) Signalfackel; Solarfackel

Beispiele:

[1] Er jonglierte mit brennenden Fackeln.
[1] „Im Garten werden Fackeln angezündet.“[3]
[2] Lafayette brachte die Fackel der Freiheit aus Amerika in sein Heimatland zurück, wo sie, trotz mancher Fährnisse, nicht mehr erlöschen sollte.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine Fackel in brennbare Stoffe tauchen, mit brennbaren Stoffen tränken
[1, 2] eine Fackel entzünden, erheben, (irgendwohin) tragen, weitergeben, (weiter-)reichen, löschen
[1, 2] mit einer Fackel leuchten
[1, 2] der Schein, die Strahlen, das Licht einer Fackel
[1, 2] eine Fackel flammt auf, flackert, brennt, brennt herab, brennt herunter, leuchtet jemandem, führt jemanden, leitet jemanden, erlischt
[2] eine Fackel geht oder zieht jemandem voran
[2] Vergleichsbasis ist das Erkennen ermöglichende Licht: Fackel der Aufklärung, der Wissenschaft
[2] Vergleichsbasis ist das Signal zur Sammlung: Fackel des Aufstandes, der nationalen Erhebung, der Freiheit, der Menschenrechte, …

Wortbildungen:

Siehe auch im Abschnitt Unterbegriffe.
Adjektive/Adverbien: [1] abgefackelt, ungefackelt
Substantive: [1] Fackelei, Fackellauf, Fackelschein, Fackelsignal, Fackelträger, Fackelzug, Gefackel
Verben: [1] fackeln, herumfackeln

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Fackel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Fackel
[1] canoo.net „Fackel
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonFackel
[1] The Free Dictionary „Fackel
[1] Duden online „Fackel

Quellen:

  1. Wahrig Herkunftswörterbuch „Fackel“ auf wissen.de
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Fackel“, Seite 270.
  3. Wolf-Ulrich Cropp: Wie ich die Prinzessin von Sansibar suchte und dabei mal kurz am Kilimandscharo vorbeikam. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2016, ISBN 978-3-7701-8280-0, Seite 53.

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Fackel

die Fackel

Genitiv des Fackels

der Fackel

Dativ dem Fackel

den Fackeln

Akkusativ das Fackel

die Fackel

Alternative Schreibweisen:

Fackl, Facke, Faggl

Worttrennung:

Fa·ckel, Plural: Fa·ckel

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] bairisch: junges Schwein; Ferkel
[2] bairisch: Dreckspatz, Schmutzfink

Herkunft:

Diminutiv zu Fack „halbwüchsiges Schwein, großes Ferkel“, althochdeutsch farhelîn, mit Verschwinden des r zwischen dunklem Vokal und Guttural[1]

Synonyme:

[1] Ferkel

Oberbegriffe:

[1] Schwein

Unterbegriffe:

[1] Spanfackel

Beispiele:

[1] „Zur Zeit hat unser Sau zehn Fackeln.“
[2] „Du Fackel, schau di an! Von oben bis unten voller Dreck!“

Wortbildungen:

fackeln, Fackeltrab

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern. 2. Auflage. Heinrich Hugendubel Verlag, München 1998, ISBN 3-88034-983-5, Seite 17 „Fàckl, Fàckel“
[1, 2] Martin Stangl: Wörterböijchl Oberpfälzisch-Deutsch. 4. Auflage. Stangl&Taubald, Weiden 2005, ISBN 3-924783-33-0, Seite 17 „Faackl“
[1, 2] Johann Rottmeir: Bazi, Blunzn, Breznsoizer. Volk Verlag, München 2015, ISBN 978-3-86222-184-4, Seite 110 „Fàcke“
[1] Franz Ringseis: S bairische Wörterbüachl. W. Ludwig Verlag, München 1989, ISBN 3-7787-3353-2, Seite 17 „Fācke; Fackl“
[1] Ludwig Merkle: Bayerisch auf deutsch. 3., überarbeitete und erweiterte Auflage. F. Bruckmann, München 1983, ISBN 3-7654-1893-5, Seite 35 „Faggl“

Quellen:

  1. Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern. 2. Auflage. Heinrich Hugendubel Verlag, München 1998, ISBN 3-88034-983-5, Seite 17 „Fàckl, Fàckel“

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Dackel