König

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König (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der König die Könige
Genitiv des Königs
des Königes
der Könige
Dativ dem König
dem Könige
den Königen
Akkusativ den König die Könige
[1] König Heinrich der Jüngere
[2] weißer König
[3] König der Farbe Karo

Worttrennung:

Kö·nig, Plural: Kö·ni·ge

Aussprache:

IPA: [ˈkøːnɪç], süddeutsch: [ˈkøːnɪk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild König (Info), —

Bedeutungen:

[1] höchster oder historisch hoher (nach dem Kaiser) monarchischer Würdenträger eines Staates, eines Königreiches
[2] wichtigste Figur im Schachspiel
[3] Karte in einem Kartenspiel
[4] übertragen: wichtigste, erfolgreichste, mächtigste oder bekannteste Person aus einer Gruppe

Abkürzungen:

[2] K

Herkunft:

seit dem 8. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: künic, künec; althochdeutsch: kunig, kuning; altsächsisich: kuning; aus germanisch *kuniz bzw. *kuningaz = „Mann aus vornehmem Geschlecht“[1][2][3]

Synonyme:

[1] Herrscher, Monarch, Regent

Gegenwörter:

[1] Untertan

Weibliche Wortformen:

[1] Königin

Oberbegriffe:

[1] Titel
[2] Schachfigur, Schach

Unterbegriffe:

[1] Alpenkönig, Bayernkönig, Bourbonenkönig, Bürgerkönig, Christkönig, Eichelkönig, Erlkönig, Feenkönig, Frankenkönig, Froschkönig, Gegenkönig, Germanenkönig, Langobardenkönig, Ostgotenkönig, Partherkönig, Schattenkönig, Sonnenkönig, Thai-König, Thüringerkönig, Vizekönig, Wanderkönig, Wappenkönig, Winterkönig, Zwergenkönig
[3] Herzkönig, Karokönig, Kreuzkönig, Pikkönig, Schellenkönig, Treffkönig, Trumpfkönig
[4] Ausbrecherkönig, Einbrecherkönig, Gangsterkönig, Lottokönig, Operettenkönig, Rattenkönig, Rosenkönig, Schlagerkönig, Schneckenkönig, Schneekönig, Schützenkönig, Spritkönig, Torschützenkönig, Wachtelkönig, Walzerkönig, Zaunkönig

Beispiele:

[1] Der König stattete der Stadt einen Besuch ab.
[1] Immer bleibt der Affe ein Affe - werd' er selbst König oder Pfaffe.
[2] Wenn man den König ungeschützt läßt, kann er leicht Schach gesetzt werden.
[3] Die Dame kann mit einem König oder einem Ass überboten werden.
[4] Er ist der König der Briefmarkensammler.

Redewendungen:

gebt dem König, was des Königs ist

Sprichwörter:

Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige
unter den Blinden ist der Einäugige König

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] zum König krönen

Wortbildungen:

Adjektive/Adverbien: königlich, königsblau, königstreu
Substantive: Dreikönigsfest, Königreich, Königsadler, Königsburg, Königsfarn, Königsfasan, Königsgalerie, Königsgeier, Königsgeschlecht, Königshaus, Königshof, Königsinschrift, Königskerze, Königskind, Königsklasse, Königskobra, Königskrone, Königskuchen, Königsmacher, Königspaar, Königspalast, Königspalme, Königspilz, Königsplatz, Königsschießen, Königsschloss, Königssee, Königssohn, Königsthron, Königstiger, Königstochter, Königswasser, Königswürde, Königtum
[2] königsindisch, Königsangriff, Königsbauer, Königsflügel, Königsgambit, Königsindisch, Königsläufer, Königsspringer, Königsturm, Königszug

Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „König
[1–3] Wikipedia-Artikel „König (Begriffsklärung)
[1–4] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „König“.
[1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „König
[1–3] canoo.net „König
[1, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKönig
[1–4] The Free Dictionary „König

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „König“.
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 3. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-04073-4
  3. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 519.
  4. El-Said Badawi, Martin Hinds: A Dictionary of Egyptian Arabic. Arabic-English. Librairie du Liban, Beirut 1986, Stichwort »ملك‎«, Seite 832.
  5. Ebenda, Stichwort »شايب‎«, Seite 488.
  6. Ebenda, Stichwort »ره‎«, Seite 354.
  7. 7,0 7,1 Mundartnahe Umschrift nach Leonhard Bauer, unter Mitwirkung von Anton Spitaler (Herausgeber): Deutsch-arabisches Wörterbuch der Umgangssprache in Palästina und im Libanon. Wörterbuch der arabischen Umgangssprache. Deutsch - Arabisch. 2., erweiterte und verbesserte Auflage. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1957, DNB 450262200, Stichwort »König«, Seite 178.
  8. 8,0 8,1 8,2 Nach Karl Stowasser, Moukhtar Ani (Herausgeber): A Dictionary of Syrian Arabic. English–Arabic. Georgetown University Press, Washington, D.C. 2004 (Georgetown classics in Arabic language and linguistics), ISBN 1-58901-105-8, Stichwort »king«, Seite 132.
  9. D.R. Woodhead, Wayne Beene (Hrsg.); under the technical direction of Karl Stowasser, with the assistance of Majid Damah, Faisal Al-Khalaf, Husain Mustafa, Darrel Smith, Ronald G. Wolfe: A Dictionary of Iraqi Arabic. Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 1967, ISBN 0-87840-281-0, Stichwort »m-l-k, malik«, Seite 443.
  10. Beverly E. Clarity, Karl Stowasser, Ronald G. Wolfe, D.R. Woodhead, Wayne Beene (Herausgeber): A Dictionary of Iraqi Arabic. English–Arabic Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 2003, ISBN 0-87840-136-9, Stichwort »m-l-k, malik«, Seite 443 (arabisch-englischer Teil).
  11. D.R. Woodhead, Wayne Beene (Hrsg.); under the technical direction of Karl Stowasser, with the assistance of Majid Damah, Faisal Al-Khalaf, Husain Mustafa, Darrel Smith, Ronald G. Wolfe: A Dictionary of Iraqi Arabic. Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 1967, ISBN 0-87840-281-0, Stichwort »š-a-h, šaah«, Seite 233.
  12. Beverly E. Clarity, Karl Stowasser, Ronald G. Wolfe, D.R. Woodhead, Wayne Beene (Herausgeber): A Dictionary of Iraqi Arabic. English–Arabic Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 2003, ISBN 0-87840-136-9, Stichwort »š-a-h, šaah«, Seite 233 (arabisch-englischer Teil).
  13. Nach D.R. Woodhead, Wayne Beene (Hrsg.); under the technical direction of Karl Stowasser, with the assistance of Majid Damah, Faisal Al-Khalaf, Husain Mustafa, Darrel Smith, Ronald G. Wolfe: A Dictionary of Iraqi Arabic. Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 1967, ISBN 0-87840-281-0, Stichwort »š-y-b, ˀašyab«, Seite 254.
  14. Beverly E. Clarity, Karl Stowasser, Ronald G. Wolfe, D.R. Woodhead, Wayne Beene (Herausgeber): A Dictionary of Iraqi Arabic. English–Arabic Arabic–English. Georgetown University Press, Washington, D.C. 2003, ISBN 0-87840-136-9, Stichwort »š-y-b, ˀašyab«, Seite 254 (arabisch-englischer Teil).
  15. Otto Jastrow: Laut- und Formenlehre des neuaramäischen Dialekts von Mīdin im Ṭūr ʿAbdīn. 4., unveränderte Auflage. Harrassowitz, Wiesbaden 1993 (Semitica viva; Band 9; ISSN 0931-2811), ISBN 3-447-03334-7, Seite 5, 39, 197.
  16. Rudolf Macuch: Grammatik des samaritanischen Aramäisch. de Gruyter, Berlin/New York 1982 (Studia Samaritana; Band 4), ISBN 3-11-008376-0, Seite 113, 283.

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural
Nominativ der König
(König)
die König
(König)
die Königs
Genitiv des König
des Königs
(Königs)
der König
(König)
der Königs
Dativ dem König
(König)
der König
(König)
den Königs
Akkusativ den König
(König)
die König
(König)
die Königs
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen
[1] Verteilung des Nachnamens König in Deutschland

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „König“ – für männliche Einzelpersonen, die „König“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „König“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „König“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Kö·nig, Plural: Kö·nigs

Aussprache:

IPA: [ˈkøːnɪç]
Hörbeispiele: —
IPA österreichisch: [ˈkøːnɪk][1]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] deutscher Nachname, Familienname

Herkunft:

  1. Übername zu mittelhochdeutsch künnnic → gmh, künnec → gmhKönig“ entweder auf Grund eines Abhängigkeitsverhältnisses zu einem König (Lehnsherr, Fronherr, usw.) oder Übername für jemanden, der irgendwie herausstach, z. B. als Schützenkönig oder Zunftkönig, andererseits der Darsteller des Königs in einem Schauspiel;
  2. vereinzelt Herkunftsname zum Ortsnamen Bad König in Hessen[2]

Namensvarianten:

Koenig, Königer, Königs, Königsmann, Koninck, Koninckx, Koning, Könnig, Küng, Künig

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

Johann Balthasar König, deutscher Komponist

Beispiele:

[1]

Wortbildungen:

Oberkönig, Riesenkönig, Rübenkönig, Steinkönig

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „König (Begriffsklärung)
[1] Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon. Familien- und Vornamen nach Ursprung und Sinn erklärt. Gondrom Verlag, Bindlach 1991, 1993, 2004, ISBN 3-8112-0294-4, Seite 289
[1] Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 2000, ISBN 3-423-03234-0, Seite 156-159
[1] Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden Familiennamen. Herkunft und Bedeutung. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, Mannheim 2000, ISBN 3-411-70851-4, Seite 387
[1] Kaspar Linnartz: Unsere Familiennamen. Zehntausend Berufsnamen im Abc erklärt. 1. Auflage. Band 1, Ferdinand Dümmler Verlag, Bonn und Berlin 1936, Seite 77
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKönig

Quellen:

  1. Rudolf Muhr: Österreichisches Aussprachewörterbuch, österreichische Aussprachedatenbank (Adaba). Peter Lang; Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-631-55414-2, DNB 986461431, Seite 273.
  2. Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden, Lexikon der Familiennamen. Herkunft und Bedeutung von 20 000 Nachnamen. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2008, ISBN 978-3-411-73111-4, Seite 355.