Junge
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Junge (Deutsch)[Bearbeiten]
Substantiv, m[Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural 1 | Plural 2 | Plural 3 |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Junge | die Jungen | die Jungs | die Jungens |
| Genitiv | des Jungen | der Jungen | der Jungs | der Jungens |
| Dativ | dem Jungen | den Jungen | den Jungs | den Jungens |
| Akkusativ | den Jungen | die Jungen | die Jungs | die Jungens |
Anmerkung zu den Pluralformen:
- Insbesondere im nord- und mitteldeutschen Raum sind die Pluralformen Jungs und Jungens gebräuchlich.[1]
Worttrennung:
- Jun·ge, Plural 1: Jun·gen, Plural 2: Jungs, Plural 3: Jun·gens
Aussprache:
- IPA: [ˈjʊŋə], Plural 1: [ˈjʊŋən], Plural 2: [ˈjʊŋs], Plural 3: [jʊŋəns]
- Hörbeispiele:
Junge (Info), Plural 1:
Jungen (Info), Plural 2: —, Plural 3: — - Reime: -ʊŋə
Bedeutungen:
- [1] männliches Kind
- [2] umgangssprachlich: junger Mann; der Plural Jungen / Jungens steht manchmal auch für Mannschaft (s. unten)
- [3] veraltend: Kurzform für Lehrjunge
- [4] landschaftlich: Bube im Kartenspiel
Herkunft:
- Es wird vermutet, dass Junge eine Verkürzung aus der attributiven Verwendung des Adjektivs jung ist (zum Beispiel der junge Geselle / Mann). Allerdings gab es auch im Mittelhochdeutschen das Wort junge (Jüngling, Jünger), wobei es sich wahrscheinlich um eine Substantivierung des Adjektivs handelt.[2]
Synonyme:
- [1] Bambino, Bub oder Bube, Bübchen, Bübel, Bubi, Büblein, Buttje oder Buttjer oder Buttscher, Dreikäsehoch, Halbwüchsiger, Hosenmatz, kleiner Furz, kleiner Mann (zumeist in der Anrede), Matz, Steppke, (kleines) Kerlchen, Kleiner, Knabe, Knirps, Piepel, Schnaufer, Stropp
- drohend, zumeist in der Anrede: Bürschchen, Burschi, Jüngelchen
- [2] Bursch, Bursche, Heranwachsender, in den 50er und 60er Jahren: Halbstarker, Jüngling, Jugendlicher, scherzhaft: Jungmanne
- [3] Auszubildender, Lehrjunge, Lehrling
- [4] Bauer, Bube, Under, Unter, Wenzel
Gegenwörter:
- [1] Mädchen, Mann
- [2] Erwachsener, Volljähriger
- [3] Lehrherr, Meister
- [4] Dame, Ober
Verkleinerungsformen:
- [1] Jungchen, Jüngelchen, Jünglein
Oberbegriffe:
- [1] Kind
- [2] Mensch
- [4] Spielkarte
Unterbegriffe:
- [1] im Spiel: veraltet Gespiele, Spielkamerad; im Sport: Balljunge; in der Schule / im Internat: Schuljunge oder veraltet: Zögling; in der katholischen Kirche: Messdiener, Ministrant, in einem Chor: Chorknabe, in berühmten Chören, dann zumeist im Plural: die Regensburger Domspatzen, die Thomaner, die Wiener Sängerknaben
- [1] ungezogener Junge: Bengel, Flegel, (kleiner) Frechdachs, Lausbub, Lausebengel, Lausejunge, Lümmel, Rabauke, Range, Rotzbengel, Rotzjunge, Rotzlöffel, Rotznase, (kleiner) Schlawiner, Schlingel, Strolch
- [1] abwertend: Heulsuse, Hosenscheißer, Milchbubi; sexuell: Lustknabe
- [2] abwertend: Muttersöhnchen; als Vorbild dienend, abwertend oder auch scherzhaft: Musterknabe, Musterschüler; insbesondere im Märchen als Begleiter des Königssohnes: Knappe; im Sport: Youngster; junger Angestellter im Hotel: Liftboy, Page; sexuell: Edelknabe oder Page, Stricher, Strichjunge, Twink
- [3] Laufbursche
- [4] Herzjunge oder Herz-Junge, Karojunge oder Karo-Junge, Kreuzjunge oder Kreuz-Junge, Pikjunge oder Pik-Junge
Beispiele:
- [1] Das Kind, das Ellen bekommt, wird ein Junge. Die Hebamme rief: „Es ist ein Junge." Ein kleiner Junge spielt mit dem Ball. „Jungs, kommt mal alle her!“
- [1] Sie hat drei Jungens aus Wuppertal getroffen.
- [2] Ihr Sohn ist ein netter Junge. „Na, mein Junge, wie geht es dir?“
- [3] Der Bäcker schickt seinen Jungen mit den Kuchen zu uns.
- [4] Theodor hat natürlich gleich am Anfang schon mit dem höchsten Jungen gestochen.
Redewendungen:
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] ein adretter / artiger / dummer / großer / guter / gut erzogener / hübscher / kleiner / kräftiger / lieber / sauberer / schmächtiger / schmutziger / verwöhnter / verzogener / wilder Junge; sei ein lieber Junge und (z.B.: gehe bitte zur Tür!); sie gebar einen Jungen; sie hat einen Jungen bekommen; es ist ein Junge; er ist Vater von einem / zwei / drei Jungen; sie haben zwei Jungen; in der Klasse gibt es zehn Jungen und zehn Mädchen
- [2] er war (immer so) ein netter Junge; na, alter / mein Junge, wie geht's?; unsere Jungen haben gekämpft / gefightet / (das Spiel) gewonnen / (das Spiel) verloren
- [4] jemand hat vier Jungen auf der Hand; er kommt mit einem Jungen raus; (gleich zu Anfang / Beginn) die Jungen ausspielen
Wortbildungen:
- Balljunge, Dummejungenstreich oder Dumme-Jungen-Streich, Indianerjunge, Jungengesicht, jungenhaft, Jungenklasse, Jungenkörper, Jungenname, Negerjunge, Schiffsjunge, Schuljunge, Schusterjunge, Strichjunge, Zeitungsjunge
Übersetzungen[Bearbeiten]
Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Junge“
- [1–3] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Junge“
- [1–4] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Junge“
- [2] canoo.net „Junge“
- [2] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Junge“
- [1, 2, 4] The Free Dictionary „Junge“
- [1–4] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „1Junge“, Seite 860
Quellen:
- ↑ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion, Annette Klosa u. a. (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2001, ISBN 3-411-05504-9, „1Junge“, S. 860
- ↑ Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, unter „jung“, Seite 602
Substantiv, adjektivische Deklination, n[Bearbeiten]
Worttrennung:
- Jun·ge
Aussprache:
- IPA: [ˈjʊŋə]
- Hörbeispiele: —
- Reime: -ʊŋə
Grammatische Merkmale:
- Nominativ Singular der schwachen Deklination des Substantivs Junges
- Akkusativ Singular der schwachen Deklination des Substantivs Junges
- Nominativ Plural der starken Deklination des Substantivs Junges
- Akkusativ Plural der starken Deklination des Substantivs Junges
| Junge ist eine flektierte Form von Junges. Alle weiteren Informationen zu diesem Wort findest du im Eintrag „Junges“. Bitte nimm Ergänzungen deshalb auch nur dort vor. |
Quellen:
Ähnliche Wörter: