Rabauke

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Rabauke (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Rabauke die Rabauken
Genitiv des Rabauken der Rabauken
Dativ dem Rabauken den Rabauken
Akkusativ den Rabauken die Rabauken

Worttrennung:

Ra·bau·ke, Plural: Ra·bau·ken

Aussprache:

IPA: [ʀaˈbaʊ̯kə], Plural: [ʀaˈbaʊ̯kn̩], [ʀaˈbaʊ̯kŋ̍]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -aʊ̯kə

Bedeutungen:

[1] Person mit rüpelhaftem Verhalten, besonders ruppiger junger Mann

Herkunft:

im 20. Jahrhundert aus dem Niederdeutschen übernommen. Das niederdeutsche Wort „Rabauke“ ist ein Diminutivum auf -ke zu niederdeutsch Rabau „Schurke“, das aus gleichbedeutend niederländisch rabauw → nl stammt, welches selbst wieder auf französisch ribaud → fr „Lotterbube“ und letztlich auf mittellateinisch ribaldus → la zurückgeht.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Bengel, Gör, Göre, Grobian, Lausbub, Lausebengel, Lauser, Range, Rotzbengel, Rotzgöre, Rotzlöffel, Rüpel, Schlingel

Gegenwörter:

[1] Musterknabe, Streber

Oberbegriffe:

[1] Person

Beispiele:

[1] „Am nächsten Tag schlenderten wir nach allen Richtungen durch die breiten, geraden, ebenen Straßen und genossen den Reiz der Fremdheit einer Stadt von fünfzehntausend Einwohnern, in der keine Herumlungerer zu sehen waren und in der es weder Trunkenbolde oder Rabauken gab.“[2]
[1] „Er war innen und außen ein Rabauke, wie es nur ein Pole sein kann.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Rabauke
[*] canoo.net „Rabauke
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonRabauke
[1] The Free Dictionary „Rabauke
[1] Duden online „Rabauke

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Rabauke“, Seite 738.
  2. Mark Twain: Durch dick und dünn. Insel, Frankfurt/Main 1985, Seite 103. ISBN 3-485-32531-X. Das englische Original Roughing It ist 1872 zuerst erschienen.
  3. Henry Miller: Sexus. Rowohlt, Reinbek 1974, ISBN 3-498-09282-0, Seite 366.