á

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á (Färöisch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Buchstabe[Bearbeiten]

Worttrennung:

á

Aussprache:

IPA: [ˈɔa]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] zweiter Buchstabe im färöischen Alphabet

Herkunft:

wie der isländische Buchstabe á kommt auch der färöische aus dem Altnordischen. Dort wurde er ā oder (heute üblicher) á geschrieben. In den kontinentalskandinavischen Sprachen Dänisch, Norwegisch und Schwedisch wurde daraus das å. Grundsätzlich gilt: Wo ein kontinentalskandinavisches Wort ein å aufweist, hat sein färöisches Pendant ein á. Einzige Ausnahme sind bestimmte Nachnamen, die noch aus dänischer Zeit stammen (der Zeit, in der Dänisch alleinige Amtssprache war), diese stammen aber aus einer Zeit als noch dänisch <aa> geschrieben wurden. Nur sehr wenige (dänischstämmige) Färinger haben daher einen Nachnamen, wo das å auftaucht. Die Schreibweise <aa> statt á findet sich auch in dem ersten färöischen Wörterbuch von Svabo [Quellen fehlen]

Beispiele:

[1]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Føroysk orðabók: „á
[1] Ulf Timmermann (Herausgeber): Føroyskt-týsk orðabók. 1. Auflage. Orðabókagrunnurin, Tórshavn 2013, ISBN 978-99918-802-5-9, Seite 52.

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Unbestimmt Bestimmt Unbestimmt Bestimmt
Nominativ á áin áir áirnar
Akkusativ á áina áir áirnar
Dativ á áini áum áunum
Genitiv áar áarinnar áa áanna
[1] áin í Gásadali heitur Dalsá

Worttrennung:

á, Plural: á·ir

Aussprache:

IPA: [ˈɔa]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Fluss, Bach

Herkunft:

aus indogermanisch *akvā „Wasser, Fluss“ entstand nicht nur lateinisch aqua, sondern auch germanisch *ahwō; daraus altnordisch ā bzw. á „Fluss“. Während die kontinentalskandinavischen Sprachen nun å schreiben, blieb die altnordische Schreibweise auf Island und den Färöern erhalten. Angesichts der natürlichen Bedingungen der Färöer (kein Punkt ist weiter als 5 km vom Meer entfernt) sind die dortigen Flüsse eher als Bäche zu bezeichnen, können aber bei starken Niederschlägen zu reißenden Wildbächen anschwellen. Steht ein am Ende eines Namens, so deutet es immer auf einen bestimmten Bach hin. Nicht wenige Bäche der Färöer tragen zudem den gleichen Namen, manchmal sogar auf derselben Insel

Beispiele:

[1]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Føroysk orðabók: „á
[1] Ulf Timmermann (Herausgeber): Føroyskt-týsk orðabók. 1. Auflage. Orðabókagrunnurin, Tórshavn 2013, ISBN 978-99918-802-5-9, Seite 52.

Präposition[Bearbeiten]

Worttrennung:

á

Aussprache:

IPA: [ˈɔa], wenn unbetont: [a]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] auf, hinauf
[2] in, auf (bei bestimmten färöischen Orten, nicht aber Inseln)
[3] in (einer Bucht, einem Fjord, Hafen)
[4] auf (bestimmte Gewässer vor bestimmten Orten)
[5] aus, nach (bei Windrichtungen)
[6] ?
[7] ? (in der Fischerei)
[8] an (Zeitpunkten am selben Tag)
[9] an (bestimmten Tagen)
[10] in (einem bestimmten Alter)
[11] von (den Genitiv umschreibend)
[12] (besitzanzeigend bei Körperteilen)
[13] zu (bei bestimmten Attributen zu Menschen und Tieren), auf (einer bestimmten Sprache)
[14] an, zu (Gefühl zu jemanden, Interesse an jmd.)
[15] à, zu, je
[16] ? in bestimmten Wortzusammenhängen
[17] zusammen mit Adverben
[18] ? in bestimmten Wortzusammenhängen ()
[19] zusammen mit Verben

Herkunft:

die sehr häufige färöische Präposition ist urverwandt mit dem Deutschen „an“. Aus indogermanisch *an „an, hin, hinan“ bildete sich u.a. germanisch *ana „an“; daraus altnordisch ā bzw. á „an, auf, in“

Synonyme:

[8] um
[15] fyri hvønn

Gegenwörter:

[2, 3] av

Unterbegriffe:

[5] eysturá, norðurá, suðurá, vesturá
[17] aftaná, afturá, eftirá, frammaná, hará, inná, niðaná, niðurá, omaná, tvørturá, uppá, uppiá, uttaná, útá, útiá

Beispiele:

[1] legg bókina á borðinum
leg das Buch auf den Tisch
[1] bókin liggur á borðið
das Buch liegt auf dem Tisch
[1] fara á fjall
auf den Berg steigen, ins Gebirge gehen
[1] vera á fjalli
auf dem Berg sein, im Gebirge sein
[1] fara á ting
zum Thing gehen
[1] vera á ting
auf dem Thing sein
[1] á vinstru hond
zur Linken
[2] á Eiði
in (dem Ort) Eiði (wörtl.: „auf dem Isthmus“)
[2] á Húsum
in Húsar (wörtl.: „auf den Häusern“)
[2] á Kirkju
in Kirkja (wörtl.: „auf der Kirche“)
[2] á Syðradali
in Syðradalur auf Kalsoy (wörtl.: „auf dem Südtal“ - Beachte, dass der Ort Syðradalur auf Streymoy sich grammatisch dadurch unterscheidet, dass man dort í Syðradali ist)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Føroysk orðabók: „á

Interjektion[Bearbeiten]

Worttrennung:

á

Aussprache:

IPA: [ˈɔa]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] ach (Ausdruck des Erstaunens, des Zweifels oder der Erkenntnis)
[2] Der Laut åa [ˈɔa] (Phonetik)

Herkunft:

Die Interjektion gab es schon als ā bzw. á im Altnordischen. Sie ist mit dem deutschen ach gemeingermanisch verwandt, vergl. dänisch ak, å, åh.

Synonyme:

[1] áh (mit einer etwas anderen, bedauernden, Tendenz)

Beispiele:

[1] á, heldur tú tað?
Ach, glaubst du das?
[1] á, var tað ikki hon?
Ach, war das nicht sie?
[1] á, var tað bara tað.
Ach, das war nur das.
[2] lundin sigur á, á, á.
Der Papageitaucher sagt (ruft) åa, åa, åa.

Wortbildungen:

[2] áa „á rufen“ (bei Papageitauchern)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Føroysk orðabók: „á
[1] Ulf Timmermann (Herausgeber): Føroyskt-týsk orðabók. 1. Auflage. Orðabókagrunnurin, Tórshavn 2013, ISBN 978-99918-802-5-9, Seite 53.

á (Isländisch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
ohne Artikel mit Artikel ohne Artikel mit Artikel
Nominativ á áin ár árnar
Akkusativ á ána ár árnar
Dativ á ánni ám ánum
Genitiv ár árinnar áa ánna

Worttrennung:

á

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele:
Reime: -auː

Bedeutungen:

[1] Fluss

Beispiele:

[1]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Icelandic Online Dictionary and Readings „á