Gemüse

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Gemüse (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Gemüse

die Gemüse

Genitiv des Gemüses

der Gemüse

Dativ dem Gemüse

den Gemüsen

Akkusativ das Gemüse

die Gemüse

[1] Gemüse

Worttrennung:

Ge·mü·se, Plural: Ge·mü·se

Aussprache:

IPA: [ɡəˈmyːzə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Gemüse (Info), Lautsprecherbild Gemüse (Österreich) (Info)
Reime: -yːzə

Bedeutungen:

[1] essbare Pflanzenteile ein- bis zweijähriger Pflanzen

Herkunft:

mittelhochdeutsch gemüese → gmh für Brei, Sammelbegriff zu Mus,[1] belegt seit dem 15. Jahrhundert[2]

Synonyme:

[1] Grünzeug, Vegetabilien

Gegenwörter:

[1] Obst

Oberbegriffe:

[1] Speise, Lebensmittel, Nahrungsmittel
[1] Pflanzenteil, Pflanze, Lebewesen

Unterbegriffe:

[1] Biogemüse, Blattgemüse, Dosengemüse, Edelgemüse, Frostgemüse (→ Feinfrostgemüse), Frischgemüse, Hülsenfrucht, Konservengemüse, Massengemüse, Mischgemüse, Rostgemüse, Röstgemüse, Rübengemüse, Stangengemüse, Suppengemüse, Wurzelgemüse
[1] Artischocke, Aubergine, Avocado, Blaukraut, Blumenkohl, Bohne, Brokkoli, Champignon, Chicorée, Chinakohl, Endivie, Erbse, Feldsalat, Fenchel, Grünkohl, Gurke, Karotte, Kartoffel, Kohlrabi, Knollensellerie, Kohlrübe, Kürbis, Knoblauch, Lauch, Linse, Mais, Mangold, Möhre, Paprika, Pastinake, Porree, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Rotkraut, Salat, Sauerkohl, Sauerkraut, Sellerie, Spargel, Tomate, Topinambur, Weißkohl, Weißkraut, Wirsing, Zucchini, Zwiebel

Beispiele:

[1] Obst und Gemüse enthalten viele Vitamine.
[1] „Darin wurde vor allem Sauerampfer angebaut, der früher als Salat, Gemüse und Heilpflanze von großer Bedeutung war.“[3]
[1] „In einer wurde Gemüse feilgeboten, in einer anderen Milchtee und altbackene Brötchen für die Schulkinder.“[4]
[1] „Auf dem weitläufigen, farbenfreudigen Markt gab es alles: von Gemüse und Gewürzen, die auf dem Boden aufgehäuft waren, bis zu Handys und Imitationen von Designer-Sonnenbrillen.“[5]
[1] „Viel schlimmer als mit Obst und Gemüse steht es mit dem Fleisch, mit Fett und mit Eiern.“[6]

Redewendungen:

junges Gemüse - junge Mädchen, zu junge Mädchen

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] anbauen, anpflanzen, asiatisch, bissfest, bunt, chinesisch, dick machen, dünsten, einlegen, erntefrisch, ernten, essen, feilbieten, frisch, Garten, gartenfrisch kochen, gemischt, genverändert, gesund, Gewürz, gezüchtet, grün, heimisch, hugenottisch, in Scheiben schneiden, jung, knackig, Konserve, Kräuter, Küche, küchenfertig, Markt, marktfrisch, Obst, pflanzen, putzen, roh, Rohkost, Salat, schmoren, schneiden, schnippeln, selbstangebaut, selbstgezogen, Sorte, trocknen, vergären, Vollwertkost, waschen, welk, zerkleinern, zerkochen, zubereiten, züchten

Wortbildungen:

[1] Gemüseanbau, Gemüsebauer, Gemüsebeet, Gemüsebrei, Gemüsecremesuppe, Gemüseeintopf, Gemüsefach, Gemüsefeld, Gemüsegarten, Gemüsegärtner, Gemüsegeschäft, Gemüsehandel, Gemüsehändler, Gemüsehandlung, Gemüsehobel, Gemüsekaltschale, Gemüsekorb, Gemüsekultur, Gemüseladen, Gemüsepfanne, Gemüsepflanze, Gemüseplatte, Gemüsereis, Gemüseschüssel, Gemüsesorte, Gemüseteller, Gemüsesaft, Gemüsestand, Gemüsesülze, Gemüsesuppe, Gemüsetopf, Gemüsezubereitung

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Gemüse
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Gemüse
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gemüse
[1] canoonet „Gemüse
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalGemüse

Quellen:

  1. Duden online „Gemüse
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Gemüse“, Seite 344.
  3. Jörg-Thomas Titz: InselTrip Färöer. Reise Know-How Verlag Peter Rump, Bielefeld 2017, ISBN 978-3-8317-2904-3, Seite 47.
  4. Paul Theroux: Ein letztes Mal in Afrika. Hoffmann und Campe, Hamburg 2017, ISBN 978-3-455-40526-2, Seite 145. Originalausgabe: Englisch 2013.
  5. Lois Pryce: Mit 80 Schutzengeln durch Afrika. Die verrückteste, halsbrecherischste, schrecklich-schönste Reise meines Lebens. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2018 (übersetzt von Anja Fülle, Jérôme Mermod), ISBN 978-3-7701-6687-9, Seite 69. Englisches Original 2009.
  6. Christian Graf von Krockow: Die Stunde der Frauen. Bericht Pommern 1944 bis 1947. Nach einer Erzählung von Libussa Fritz-Krockow. 11. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, Stuttgart/München 2000, ISBN 3-421-06396-6, Seite 133. Erstauflage 1988.