kochen

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kochen (Deutsch)[Bearbeiten]

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Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich koche
du kochst
er, sie, es kocht
Präteritum ich kochte
Konjunktiv II ich kochte
Imperativ Singular koch!
koche!
Plural kocht!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
gekocht haben
Alle weiteren Formen: kochen (Konjugation)
[1, 2] zwei Menschen, die kochen
[3] kochendes Wasser

Worttrennung:

ko·chen, Präteritum: koch·te, Partizip II: ge·kocht

Aussprache:

IPA: [ˈkɔχn̩], Präteritum: [ˈkɔχtə], Partizip II: [ɡəˈkɔχt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild kochen (Info), Lautsprecherbild kochen (österreichisch) (Info)
Reime: -ɔχn̩

Bedeutungen:

[1] Lebensmittel unter Einwirkung von Hitze zu einer Mahlzeit zubereiten
[2] intransitiv: Speisen (auch kalte) zubereiten
[3] intransitiv, umgangssprachlich: sieden
[4] Kleidungsstücke bei hohen Temperaturen (meist 95 °C) waschen
[5] sich in einem aufgebrachten Gemütszustand befinden

Herkunft:

Kochen entstand über das mittelniederdeutsche kōken und das mittelhochdeutsche kochen aus dem althochdeutschen kohhōn. Allesamt sind dies frühe Entlehnungen aus dem lateinischen Verb cocere → la, der Nebenform von coquere → la (kochen, sieden).[1]

Synonyme:

[1] abbrühen, anrichten, aufbrühen, den Kochlöffel schwingen, erhitzen, garen, zubereiten, zurichten
[3] brodeln, erhitzen, dampfen, köcheln, sieden
[5] aufbegehren, aufbrausen, auffahren, aufwallen, brodeln, entrüsten, ergrimmen, erzürnen, explodieren, gären, kriseln, rumoren, schimpfen, schwelen, schäumen, wüten

Gegenwörter:

[1] verderben, essen
[3] gefrieren, kondensieren, sublimieren
[5] entspannen, ruhig sein, sich beruhigen

Unterbegriffe:

[1] braten, dämpfen, dünsten, schmoren

Beispiele:

[1] Wir kochen uns eine Gemüsesuppe.
[2] Susi kocht heute für uns.
[2] Meine Oma konnte besser kochen als meine Mutter.
[3] Das Wasser für den Kaffee kocht bereits.
[4] Diese stark verschmutzte Wäsche musst du wohl kochen, um sie wieder einigermaßen sauber zu kriegen.
[5] Sie kochte, als sie ihren Freund mit einer anderen ertappte.
[5] Man sieht an Hubertus’ Gesichtsausdruck, dass er gerade kocht.

Redewendungen:

[1] auch nur mit Wasser kochen - auch nicht besser sein als andere
[1] sein eigenes Süppchen kochen - seine eigenen Geschäfte machen
[1] sein Süppchen am Feuer anderer kochen
[3] jemandem kocht das Blut in den Adern
[3] jemanden schleifen, bis ihm das Wasser im Arsch kocht
[5] vor Wut kochen - sehr wütend sein
[5] jemanden zum Kochen bringen - jemanden sehr wütend machen

Sprichwörter:

es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Eier, Essen, Gemüse (Blumenkohl, Brokkoli, Kartoffeln, Kohlrabi, Spargel), Kaffee, Mahlzeit, Milch, Marmelade, Nudeln , Reis, Tee, Wasser kochen
[2] kochen können, gut kochen, schlecht kochen,, gern kochen, ungern kochen, weitere siehe Thesaurus:hervorragend
[3] Wasser, Teer kocht
[4] Wäsche kochen

Wortbildungen:

abkochen, ankochen, aufkochen, auskochen, bekochen, durchkochen, einkochen, fertigkochen, hochkochen, köcheln, mitkochen, überkochen, verkochen, vorkochen, zerkochen
Küche
[1, 2] Koch, Kochbuch, Kochecke, kochfertig, Kochgelegenheit, Kochkunst, Kochlöffel, Kochnische, Kochtopf
[3] kochendheiß
[4] kochfest

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „kochen
[1–5] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „kochen
[1–5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „kochen
[1–3, 5] canoo.net „kochen
[1–5] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonkochen
[1–5] The Free Dictionary „kochen
[1–5] Duden online „kochen
[1–3, 5] wissen.de „kochen

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, unter „Koch“, Seite 685

Ähnliche Wörter:

Jochen, Knochen, Kocher, Konchen, Kuchen, lochen, pochen, Rochen, rochen, Wochen