Großvater
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
6 Änderungen dieser Version sind noch nicht markiert.
Die gesichtete Version wurde am 8. April 2011 markiert.
[Bearbeiten] Großvater (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, m
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Großvater | die Großväter |
| Genitiv | des Großvaters | der Großväter |
| Dativ | dem Großvater | den Großvätern |
| Akkusativ | den Großvater | die Großväter |
Alternative Schreibweisen:
Silbentrennung:
- Groß·va·ter, Plural: Groß·vä·ter
Aussprache:
- IPA: [ˈɡʀoːsˌfaːtɐ], Plural: [ˈɡʀoːsˌfɛːtɐ]
- Hörbeispiele:
Großvater (Info), Plural:
Großväter (Info)
Bedeutungen:
Herkunft:
- Kompositum aus dem Adjektiv groß und dem Substantiv Vater
- Es handelt sich hierbei um eine Bezeichnungsweise, die seit dem 14. Jahrhundert für das Deutsche (mittelhochdeutsch grōჳvater → gmh ), Niederländische, Französische und Englische bezeugt ist. Ausgangspunkt für die semantisch durchsichtigen Bildungen ist offenbar das Französische. Somit handelt es sich um eine Lehnübersetzung aus französisch grand-père → fr m. Grund für die rasche Verbreitung war wohl die klare Unterscheidungsmöglichkeit von Maskulinum und Femininum gegenüber älterem »Ahn«. Ein Wort für »Großvater« (und wohl auch »Großmutter«) hat es in der Grundsprache wohl nicht gegeben, da hier das Oberhaupt der Familie generell der »Vater« war. Bei Bedarf konnte er als der »alte« oder »große« Vater bezeichnet werden.[1][2]
Synonyme:
- [1] Westösterreich, Vorarlberg: Ähne; Liechtenstein: Ehni, Neni; Schweiz: Grossätti, Grosspapi
- [1, 2] familiär: Großpapa; umgangssprachlich: Opa, Opi; kindersprachlich: Opapa
Weibliche Wortformen:
- [1, 2] Großmutter
Oberbegriffe:
- [1] Großeltern
- [2] Greis
Unterbegriffe:
- [1] Urgroßvater, Ururgroßvater
Verkleinerungsformen:
- [1, 2] Großväterchen
Beispiele:
- [1] Mein Großvater lebt noch.
- [1] „Welch ein Haushalt! Da wird einem alles geboten, was auf Erden je gegessen oder getrunken werden kann. Großvater, Vater, Mutter und Kind essen, trinken, spielen Piano, schießen Pistolen, a tempo und zu jeder Tageszeit im gleichen Salon und Speisezimmer nach hinten hinaus.“[3]
- [1] „Hierbei wurde ich sehr angenehm überrascht, zu sehen, mit welcher Herzlichkeit und Zärtlichkeit Marx, der zu jener Zeit überall als der schlimmste Menschenfeind verschrien war, mit den beiden Enkelkindern zu spielen verstand und mit welcher Liebe diese an dem Großvater hingen.“[4]
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] Großvater mütterlicherseits, Großvater väterlicherseits
Abgeleitete Begriffe:
- [1] großväterlich
- [2] Großvatersessel, Großvaterstuhl
[Bearbeiten] Übersetzungen
Dialektausdrücke:
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 725.
- [1] Ulrich Ammon et al. (Hrsg.): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, Seite 310.
- [1] Wikipedia-Artikel „Großvater“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „groszvater“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Großvater“
- [*] canoo.net „Großvater“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Großvater“
- [1] The Free Dictionary „Großvater“
Quellen:
- ↑ Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehende und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 375.
- ↑ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 725.
- ↑ Gutenberg: Karl Bleibtreu: Bismarck. Ein Weltroman in 4 Bänden, Band 1, 1915
- ↑ Gutenberg: August Bebel: Aus meinem Leben, Band 3, 1914

