Sonntag

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Sonntag (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Sonntag die Sonntage
Genitiv des Sonntags
des Sonntages
der Sonntage
Dativ dem Sonntag
dem Sonntage
den Sonntagen
Akkusativ den Sonntag die Sonntage

Worttrennung:

Sonn·tag, Plural: Sonn·ta·ge

Aussprache:

IPA: [ˈzɔnˌtaːk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Sonntag (Info)

Bedeutungen:

[1] Wochentag zwischen Samstag und Montag

Abkürzungen:

[1] So.

Herkunft:

mittelhochdeutsch sunne(n)tac, suntac, althochdeutsch sunnūntag „Tag der Sonne“, Lehnübersetzung von lateinisch diēs sōlis, das auf griechisch ἡμέρα Ήλίου (hēméra Hēlíū) → grc „Tag des Sonnengottes Helios“ zurückgeht. Das Wort ist seit dem 9. Jahrhundert belegt.[1]

Oberbegriffe:

[1] Wochentag, Tag

Unterbegriffe:

[1] Adventssonntag, Blutsonntag, Bohnensonntag, Fastensonntag, Funkensonntag, Mantelsonntag, Ostersonntag, Palmsonntag, Pfingstsonntag, Totensonntag, Wahlsonntag

Beispiele:

[1] Neuere Arbeitsgesetze lassen für den Sonntag wieder mehr und mehr Ausnahmen zu.
[1] „Es ist Sonntag gewesen, und nun ist es Montag geworden, auch in Altholm.“[2]

Redewendungen:

[1] Weißer Sonntag
[1] alle Tage ist nicht Sonntag

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Bild am Sonntag; Welt am Sonntag; Wort zum Sonntag
[1] blutiger Sonntag; dritter Sonntag; erster Sonntag; goldener Sonntag; jeder Sonntag; letzter Sonntag; nächster Sonntag; verkaufsoffener Sonntag; vierter Sonntag; zweiter Sonntag
[1] außer Sonntags
[1] Sonn- und Feiertage

Wortbildungen:

Adjektive/Adverbien: sonntäglich, sonntagmittags, sonntagmorgens, sonntagnachmittags, sonntagnachts, sonntags
Substantive: Sonntagabend, Sonntagmittag, Sonntagmorgen, Sonntagnachmittag, Sonntagnacht, Sonntagsanzug, Sonntagsarbeit, Sonntagsausflug, Sonntagsausflügler, Sonntagsausgabe, Sonntagsbeilage, Sonntagsblatt, Sonntagsbraten, Sonntagsfahrer, Sonntagsfrage, Sonntagskind, Sonntagsruhe, Sonntagsschule, Sonntagsspaziergang, Sonntagsstaat, Sonntagszeitung, Sonntagvormittag

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sonntag
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Sonntag“.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Sonntag
[1] canoo.net „Sonntag
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonSonntag
[1] The Free Dictionary „Sonntag
[1] Duden online „Sonntag

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Sonntag“.
  2. Hans Fallada: Bauern, Bonzen und Bomben. Roman. Aufbau, Berlin 2011, ISBN 978-3-7466-2793-9, Seite 128. Erstveröffentlichung 1931.

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Sonntag
Genitiv (des Sonntag)
(des Sonntags)

Sonntags
Dativ (dem) Sonntag
Akkusativ (das) Sonntag

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Sonntag“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Sonn·tag, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈzɔntaːk]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Gemeinde in Österreich

Oberbegriffe:

[1] Gemeinde, Ort

Beispiele:

[1] Sonntag liegt in Vorarlberg, im Bezirk Bludenz auf 888 Metern Höhe.
[1] das mittelalterliche Sonntag

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sonntag (Vorarlberg)

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural
Nominativ der Sonntag
(Sonntag)
die Sonntag
(Sonntag)
die Sonntags
Genitiv des Sonntag
des Sonntags
(Sonntags)
der Sonntag
(Sonntag)
der Sonntags
Dativ dem Sonntag
(Sonntag)
der Sonntag
(Sonntag)
den Sonntags
Akkusativ den Sonntag
(Sonntag)
die Sonntag
(Sonntag)
die Sonntags
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Sonntag“ – für männliche Einzelpersonen, die „Sonntag“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Sonntag“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Sonntag“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Sonn·tag, Plural: Sonn·tags

Aussprache:

IPA: [ˈzɔntaːk]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] Familienname

Herkunft:

nach dem Wochentag Sonntag benannt

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

siehe Wikipedia-Artikel „Sonntag (Familienname)

Beispiele:

[1] Frau Sonntag ist nett.
[1] Wir sind heute Abend bei Sonntags eingeladen.
[1] die Sonntags von nebenan

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Sonntag (Familienname)