Mond

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Mond (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m, Eigenname[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Mond die Monde
Genitiv des Mondes
des Monds
der Monde
Dativ dem Mond
dem Monde
den Monden
Akkusativ den Mond die Monde
[1, 2] Mond der Erde

Worttrennung:

Mond, Plural: Mon·de

Aussprache:

IPA: [moːnt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Mond (Info), Lautsprecherbild Mond (österreichisch) (Info)
Reime: -oːnt

Bedeutungen:

[1] Astronomie: Himmelskörper, der einen Planeten umkreist
[2] ursprünglich ausschließlich, der die Erde umkreisende Mond, der Erdmond, natürlicher Satellit, Trabant der Erde
[3] poetisch und veraltet: Monat
[4] etwas, das äußerlich die Form eines Halbkreises hat
[4a] das Möndchen (Lunula), der sichtbare halbmondförmige Teil der Matrix von Finger- oder Zehennagel
[5] kurz für den Halbmond, ein Symbol in Flaggen und Wappen
[6] Spielkarte, beim Tarock die Nummer XXI, beim Tarot die Nummer XVIII

Herkunft:

mittelhochdeutsch mōn oder māne „Mond, Monat“, gotisch mēna, indoeuropäisch *mēnes- von *mē-messen[1]

Synonyme:

[1] Begleiter, Erdmond, Trabant
[2] Erdtrabant, poetisch: Frau Luna, poetisch: Luna, Jägersprache: Schweinesonne
[4a] Möndchen, Halbmond, Lunula

Gegenwörter:

[1] Planet, Sonne

Oberbegriffe:

[1] Himmelskörper
[2] natürlicher Satellit
[5] Flaggen, Wappen
[6] Spielkarte

Unterbegriffe:

[1] Eismond; Erdmond, Jupitermond, Marsmond, Neptunmond, Plutomond, Saturnmond, Uranusmond; Schäfermond
[2] Halbmond, Neumond, Viertelmond, Vollmond
[3] Brachmond; Eismond; Erntemond; Heilmond; Herbstmond; Heumond; Julmond; Lenzmond; Ostermond; Weinmond; Wintermond; Wonnemond

Beispiele:

[1] Phobos und Deimos sind die beiden Monde des Mars.
[1, 2] „Trifft das noch zu im Zeitalter der Weltraumfahrt? Dieses Wort ist eine maßlose Übertreibung, ebenso wie sein Synonym Astronautik. Es gibt eine Reihe von Vergleichen, die das anschaulich machen. Einer mag genügen: Wenn jemand am Alpenrand, etwa bei Grainau unweit Garmisch, in 900 m Höhe über dem Meeresspiegel steht und zum Gipfel der Zugspitze (2000 m über ihm) hinaufblickt, und wenn er seinen Hals reckt, um dort oben etwas zu erkennen, und wenn ihm dann ein hilfsbereiter Freund ein Blatt von 0,2 mm Stärke unter die Schuhe schiebt, »damit du etwas näher dran bist und besser sehen kannst«, so hat sich dieser Jemand damit dem Zugspitzgipfel nur um ein Zehnmillionstel der gegebenen Distanz genähert (1 km = 1 Million mm). Ein »Astronaut«, der den Mond betritt, hat mit der Reise von der Erde bis dorthin von der Entfernung, die uns vom sonnennächsten Fixstern trennt, noch weniger, nämlich 1 Hundertmillionstel, zurückgelegt. Anderer Fixsterne sing millionen- und milliardenmal weiter entfernt.“[2]
[2] Der Mond umkreist die Erde in einem durchschnittlichen Abstand von rund 384.000 km.
[2] „Der Auf- und Untergang der Sonne, des Mondes, der Lichtwechsel des Mondes, der Venus, des Saturnringes und viele andere bedeutsame Erscheinungen entsprachen ihrer Voraussage in den astronomischen Jahrbüchern.“[3]
[2] „Seit den Apollo-Missionen kennt man magnetisiertes Mondgestein, der Mond muss also in seiner Anfangszeit vor rund vier Milliarden Jahren ein Magnetfeld besessen haben.“[4]
[3] Viele Monde gingen ins Land.
[4] Heute stechen wir Monde aus.
[4a] Beim Lackieren der Fingernägel den Mond freilassen - (nach: Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache)
[5] Die Flagge zeigt einen Mond und einen Stern.
[6]

Redewendungen:

jemanden auf den Mond schießen - übertragen, abmildernd: jemanden verfluchen, verwünschen, verdammen
hinter dem Mond leben - nicht mit dem technischen Fortschritt mitkommen, unmodern sein
in den Mond gucken - das Nachsehen haben, leer ausgehen
Mann im Mond - sagenhafte, sprichwörtliche, fiktive Gestalt, die sich auf das mit Fantasie auf der Mondoberfläche mit bloßem Auge und ohne Hilfsmittel zu erkennende Gesicht bezieht
den Mond anbellen - vergeblich gegen etwas Unabänderliches schimpfen

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] abnehmender Mond; zunehmender Mond; Mann im Mond; der Mond geht auf; der Mond geht unter

Wortbildungen:

Frühjahrsmond, Halbmond, Halbmondkeil, Halbmondring, Herbstmond, Monat, Mondaufgang, Mondauto, Mondbasis, Mondboot, Mondeinfluss, Mondfähre, Mondfahrzeug, Mondfinsternis, Mondflug, mondfühlig, Mondgebirge, Mondgesicht, Mondgestein, mondhell, Mondholz, Mondkalb, Mondkalender, Mondkolonie, Mondkonstellation, Mondkrater, Mondlandschaft, Mondlandung, Mondlicht, mondlos, Mondmobil, Mondmonat, Mondoberfläche, Mondorbit, Mondphase, Mondprogramm, Mondrakete, Mondreise, Mondschein, Mondstation, Mondsichel, Mondstaub, Mondstein, Mondsucht, mondsüchtig, Mondtrichter, Mondumlaufbahn, Monduntergang, Mondzahl, Mondzyklus, Sommermond, Vollmond, Wintermond
Tier- und Pflanzennamen: Mond-Azurjungfer, Mondfisch, Mondfleck, Mondhornkäfer, Mondraute, Mondviole, Mondvogel, Mondwurz

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3, 5, 6] Wikipedia-Artikel „Mond (Begriffsklärung)
[1] Wikipedia-Artikel „Mond (Trabant)
[2] Wikipedia-Artikel „Mond
[5] Wikipedia-Artikel „Mond (Heraldik)
[6] Wikipedia-Artikel „XVIII Der Mond)
[1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Mond“.
[1–4, 4a] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mond
[1–5] Duden online „Mond
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMond
[1–4, 4a] The Free Dictionary „Mond

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Mond
  2. Hans Joachim Störig: Knaurs moderne Astronomie. 1975-09 Auflage. Knaur, München 1975 (Originaltitel: Knaurs moderne Astronomie), ISBN 3-426-00405-4
  3. Robert Musil: Der Mann ohne Eigenschaften. In: Adolf Frise (Herausgeber): Robert Musil. Gesammelte Werke in Einzelausgaben. Rowohlt Verlag, Hamburg 1957 (Internet Archive), Seite 9.
  4. Spektrum-News:+Wie der Mond magnetisiert wurde. Abgerufen am 10. Juni 2015.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Edmond, Fond, Mona, mondän, mono, Mord, Mund, Pond, Raimond, Raimund, Richmond



Das Gesuchte nicht gefunden? Ähnliche Wörter aus allen Sprachen:

le monde, Raymond