Dame

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Dame (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Dame die Damen
Genitiv der Dame der Damen
Dativ der Dame den Damen
Akkusativ die Dame die Damen
[2] Die vier Damen des französischen Kartenblatts
[3] die Schachfigur Dame

Worttrennung:

Da·me, Plural: Da·men

Aussprache:

IPA: [ˈdaːmə], Plural: [ˈdaːmən]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -aːmə

Bedeutungen:

[1] allgemeine unpersönliche Anrede (dann nur Plural), höfliche Bezeichnung für eine Frau
[2] Spielkarte in verschiedenen Kartenspielen
[3] die mächtigste Schachfigur
[4] durch Aufeinanderlegen von zwei Spielsteinen gebildete Spielfigur beim Damespiel
[5] Bezeichnung des weiblichen Partners

Abkürzungen:

[3] D

Herkunft:

französisch dame → fr von lateinisch domina → la,[1] im Mittelhochdeutsch noch selten, seit dem späten 16. Jahrhundert ein Modewort der höfisch-galanten Poesie, seit dem 17. Jahrhundert eine Spielkarte, ein Brettspiel und adlige Frauen bezeichnend, seit dem 18. Jahrhundert auch bürgerliche Frauen und eine Schachfigur [2]

Synonyme:

[2] Ober
[3] Königin, umgangssprachlich: Tante

Gegenwörter:

[1] Kavalier, (Herr)
[2] König, Bube
[3] König, Läufer, Springer, Turm

Oberbegriffe:

[2] Spielkarte, Karte
[3] Schwerfigur, Offizier, Schachfigur, Schach

Unterbegriffe:

[1] Anstandsdame, Bardame, Empfangsdame, Herzdame, Herzensdame, Hofdame, Lebedame, Tischdame
[2] Eicheldame, Gründame, Herzdame, Karodame, Kreuzdame, Pikdame, Rotdame, Schelldame

Beispiele:

[1] Erst drüben die Dame, dann du (Volker Lechtenbrink)
[1] „Sehr geehrte Damen und Herren, …“
[1] „Hier schwiegen die beiden Damen für eine volle Minute.“[3]
[1] „Die Dame trank ziemlich rasch und still ihre Flasche, zahlte und ging schlafen.“[4]
[2] Beim Nullspiel sticht die Dame den Buben.
[3] Eine Dame ist schwächer als zwei Türme.
[4] „Erreicht ein Spielstein die gegnerische Grundlinie, wird er zur Dame befördert.“[5]
[5] Er hat sie für diesen Tanz als seine Dame gewählt.

Redewendungen:

Alte Dame (Mutter)
auf vielfachen Wunsch einer einzelnen Dame (scherzhaft: auf Wunsch einer Dame)
Dame von Welt

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] feine Dame

Wortbildungen:

Adjektive/Adverbien: damenhaft
Damenbadeanzug, Damenbadekappe, Damenbademantel, Damenbademode, Damenbart, Damenbegleitung, Damenbekleidung, Damenbesuch, Damenbinde, Damenfahrrad, Damenfriseur (Damenfriseurin, Damenfriseuse), Damenfrisör (Damenfrisörin, Damenfrisöse), Damenfrisur, Damenfriseursalon, Damenfrisiersalon, Damenfrisörsalon, Damenfußball, Damenhaarschnitt, Damenhandtasche, Damenhut, Damenhygiene, Damenkleidung, Damenklo, Damenkonfektion, Damenkopf, Damenkränzchen, Damenmannschaft, Damenmode, Damenrad, Damensalon, Damensattel, Damenschirm, Damenschnitt, Damensitz, Damenslip, Damenstrumpf, Damentoilette, Damenunterwäsche, Damenwahl, Damenwäsche, Damenwelt, Damenwinker
[3] Damenabtausch, Damenbauer, Damenendspiel, Damenfang, Damenflügel, Damengambit, Damenläufer, Damenopfer, Damenspringer, Damentausch, Damenturm, Damenzug

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Dame
[1–4] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Dame
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Dame
[1–3] canoo.net „Dame
[1–3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDame
[1–3] The Free Dictionary „Dame

Quellen:

  1. Duden online „Dame (Frau, Brettspiel, Spielfigur))
  2. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Dame
  3. Robert Neumann: Ein unmöglicher Sohn. Roman. Desch, München/Wien/Basel 1972, ISBN 3-420-04638-3, Seite 149.
  4. Rudolf G. Binding: Moselfahrt aus Liebeskummer. Novelle einer Landschaft. Bertelsmann Lesering, ohne Ortsangabe, ohne Jahresangabe, Seite 39. Erstveröffentlichung 1932.
  5. Wikipedia-Artikel „Dame (Spiel)

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ Dame
Genitiv (des) Damespiels
Dativ (dem) Damespiel
(dem) Damespiele
Akkusativ Dame
[1] Damespiel

Worttrennung:

Da·me

Aussprache:

IPA: [ˈdaːmə]
Hörbeispiele: —
Reime: -aːmə

Bedeutungen:

[1] Brettspiel (auf einem Schachbrett)

Herkunft:

erster Beleg als Teil des Kompositums „dammenspiel“ 1616[1]

Oberbegriffe:

[1] Brettspiel, Strategiespiel

Beispiele:

[1] Spielen wir eine Partie Dame?

Wortbildungen:

Damebrett (Schmetterling)


Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Damespiel
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Dame
[1] canoo.net „Dame
[1] The Free Dictionary „Dame

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Dame2“, Seite 178.

Dame (Englisch)[Bearbeiten]

Substantiv[Bearbeiten]

Singular Plural
Dame

Worttrennung:

Dame, kein Plural

Aussprache:

IPA: [deɪ̯m]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] britischer Titel für eine geadelte Frau

Herkunft:

von französisch: dame = Herrin, aus lateinisch: domina = Hausherrin

Männliche Wortformen:

[1] Sir

Oberbegriffe:

[1] Adelstitel, Titel

Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)

Dame Edna Everage (engl.)

Beispiele:

[1] Dame Edna is on TV.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Lady