Spielfigur

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Spielfigur (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Spielfigur die Spielfiguren
Genitiv der Spielfigur der Spielfiguren
Dativ der Spielfigur den Spielfiguren
Akkusativ die Spielfigur die Spielfiguren
[1] Spielfiguren des Spiels "w:Mensch ärgere dich nicht"
[1] Spielfiguren des Schachspiels
[1] lebende Spielfiguren beim Schachspiel (Amsterdam, Niederlande 1966)
[2] Spielfiguren zum Marionettentheater (Khiva, Usbekistan 2011)

Worttrennung:

Spiel·fi·gur, Plural: Spiel·fi·gu·ren

Aussprache:

IPA: [ˈʃpiːlfiˌɡuːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Spielfigur (Info)
Reime: -iːlfiɡuːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Spielstein beim Brettspiel
[2] Akteur im Ensemble des Puppentheaters oder Schauspiels
[3] Computerspielfigur, eine fiktive Figur in Computer- beziehungsweise Videospielen

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Spiel und Figur

Oberbegriffe:

[1, 2] Figur

Unterbegriffe:

[1] Dominostein, Spielstein, Schachfigur, Zinnsoldat
[2] Kasperlefigur, Marionette
[3] Bot

Beispiele:

[1] „Das Ziel des Spieles war es, die Spielfiguren auf den dreißig Feldern, die das Spielbrett bilden, über einen ganz bestimmten Weg zu führen.“[1]
[1] „Das ‚Fallen’ der lebenden Spielfiguren bedeutete nämlich das Abschlagen der Köpfe.“[2]
[1] „Radiergummis, Fingerhüte und Garnrollen dienten als Spielfiguren.“[3]
[1] „Welche Spielfigur zuerst ins Ziel und ob die Runde an einem Abend überhaupt zum Ende kommt, ist eigentlich egal.“[4]
[1] „Die 48 Prozent werden zur Seite geschoben wie Spielfiguren, die auf dem Schachbrett falsch aufgestellt sind.“[5]
[2] „Sie werden aber mit Konflikten rechnen müssen, nicht nur, weil ein Teil der geschmacklosen Spielfiguren mit großem psychologischem Raffinement ausgeklügelt und auf Kinderschwächen und Kinderansprechbarkeit hin kalkuliert ist.“[6]
[3] „Diese Spielfiguren können nach eigenem Ermessen mit bestimmten Berufen und Charakteren versehen werden.“[7]
[3] „Es handelt sich dabei häufig um Spiele, bei denen der Gegner oder seine Spielfiguren vernichtet, d. h. aus dem Spiel genommen werden.“[8]
[2] „Wir beziehen die Zuschauer ins Spiel ein und fragen sie oder die anderen Spielfiguren, wenn wir nicht weiter wissen.“[9]
[3] „Meistens gründen sie mit ihrem Master Digitale Medien eigene Start-up-Unternehmen im Bereich Webdesign, kümmern sich um die Visual Effects bei Film- und Werbeproduktionen, erstellen Computersimulationen oder steigen in die lukrative Computerspiel-Branche ein – dort entwickeln und animieren sie die Spielfiguren und programmieren den gesamten Spielablauf.“[10]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Duden online „Spielfigur
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Spielfigur
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Spielfigur
[3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Computerspielfigur
[3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Videospielfigur
[3] Wikipedia-Artikel „Computerspielfigur
[3] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalVideospielfigur
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Spielfigur
[*] The Free Dictionary „Spielfigur
[*] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Spielfigur
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSpielfigur
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Spielfigur

Quellen:

  1. Marco Fitta: Spiele und Spielzeug in der Antike. Theiss, Stuttgart 1998, ISBN 3-8062-1370-4, Seite 143.
  2. Siegbert A. Warwitz, Anita Rudolf: Vom Sinn des Spielens. Reflexionen und Spielideen. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1664-5, Seite 137.
  3. Matthias Kolb: Das Glück des Teufels. Berliner Zeitung, Berlin 17.03.2003
  4. Birgit Nössler: Heureka, ich weiß es. Berliner Zeitung, Berlin 24.02.2001
  5. Khue Pham: Plötzlich heimatlos. In: Zeit Online. 31. Juli 2017, ISSN 0044-2070 (URL).
  6. Andreas Flitner: Spielen - Lernen. Praxis und Deutung des Kinderspiels. Piper, München-Zürich 1996, ISBN 3-492-20022-2, Seite 145.
  7. Jürgen Fritz: Programmiert zum Kriegsspielen. Campus, Frankfurt-New York 1988, ISBN 3-5933-3949-8, Seite 163.
  8. Volker Gold u.a.: Kinder spielen Konflikte. Luchterhand, Neuwied 1975, ISBN 3-4725-8012-7, Seite 77.
  9. Siegbert A. Warwitz: Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen–Spielen–Denken–Handeln. 6. Auflage. Schneider Verlag, Baltmannsweiler 2009, ISBN 978-3-8340-0563-2, Seite 253.
  10. Zeit Online: Von der Mensa in den Chefsessel. In: Zeit Online. 2. August 2013, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 24. Dezember 2019).