Kavalier

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Kavalier (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Kavalier die Kavaliere
Genitiv des Kavaliers der Kavaliere
Dativ dem Kavalier den Kavalieren
Akkusativ den Kavalier die Kavaliere

Worttrennung:

Ka·va·lier, Plural: Ka·va·lie·re

Aussprache:

IPA: [kavaˈliːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kavalier (Info)
Reime: -iːɐ̯

Bedeutungen:

[1] ritterlicher, vornehmer Mann

Herkunft:

von französisch: cavalier → fr = Reiter, Ritter im 16. Jahrhundert entlehnt; aus gleichbedeutend italienisch: cavaliere → it; über altprovenzalisch: cavalier aus lateinisch: caballarius → la = Pferdeknecht, Reiter; zum Substantiv caballus → la = Pferd gebildet; die Bedeutung entwickelt sich von „Titel eines Ritters“ über Hofmann, Offizier zu „galanter Liebhaber[1][2], vergleiche Kavallerie

Synonyme:

[1] Gentleman

Oberbegriffe:

[1] Mann

Beispiele:

[1] Er ist ein richtiger Kavalier.
[1] „Sie hat einen zahlungskräftigen Kavalier älteren Jahrgangs, einen Börsianer, den sie ausbeutet.“[3]
[1] „Wir hatten uns nun so sehr daran gewöhnt, den Kavalier zu spielen, dass wir nicht im Traum daran dachten, diese Frau im Stich zu lassen, und schworen, auch ihr zur Seite zu stehen.“[4]
[1] „Fürst Andrej beobachtete diese Kavaliere, die sich durch die Anwesenheit des Kaisers so schüchtern machen liessen, und diese Damen, die vor Sehnsucht vergingen, doch endlich zum Tanz engagiert zu werden.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein ritterlicher, vornehmer Kavalier, der Kavalier einer Dame

Wortbildungen:

[1] Kavaliersdelikt, Kavalierstour

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kavalier
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kavalier
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Kavalier
[1] The Free Dictionary „Kavalier
[1] Duden online „Kavalier
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKavalier

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 399.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 480.
  3. Alfred Döblin: Berlin Alexanderplatz. Die Geschichte vom Franz Biberkopf. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1965, ISBN 3-423-00295-6, Seite 210. Erstveröffentlichung 1929.
  4. James Fenimore Cooper: Ned oder Ein Leben vor dem Mast. 3. Auflage. mareverlag, Hamburg 2017 (übersetzt von Alexander Pechmann), ISBN 978-3-86648-190-9, Seite 99. Englisches Original 1843.
  5. Leo N. Tolstoi: Krieg und Frieden. Roman. Paul List Verlag, München 1953 (übersetzt von Werner Bergengruen), Seite 596. Russische Urfassung 1867.

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Kavalier die Kavaliere
Genitiv des Kavaliers der Kavaliere
Dativ dem Kavalier den Kavalieren
Akkusativ das Kavalier die Kavaliere

Worttrennung:

Ka·va·lier, Plural: Ka·va·lie·re

Aussprache:

IPA: [kavaˈliːɐ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kavalier (Info)
Reime: -iːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Geschützstellung

Herkunft:

siehe oben

Synonyme:

[1] Bastionskatze, Kurtinenkatze

Oberbegriffe:

[1] Bauwerk

Beispiele:

[1]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kavalier (Festungsbau)

Quellen: