französisch

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französisch (Deutsch)[Bearbeiten]

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
französisch französischer am französischsten
Alle weiteren Formen: Flexion:französisch

Worttrennung:

fran·zö·sisch, Komparativ: fran·zö·si·scher, Superlativ: am fran·zö·sischs·ten

Aussprache:

IPA: [fʀanˈʦøːzɪʃ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild französisch (Info)

Bedeutungen:

[1] Frankreich betreffend, zu Frankreich gehörig
[2] die Franzosen betreffend
[3] nicht steigerbar: die Sprache der Franzosen betreffend
[4] Sexualität: Charakterisierung einer Sexualpraktik, bei der die Geschlechtsorgane des Partners/der Partnerin mit dem Mund stimuliert werden

Abkürzungen:

[1–4] fr., frz., franz., französ.

Herkunft:

etymologisch: über spätmittelhochdeutsch franzo(i)sisch und mittelhochdeutsch franzois aus altfranzösisch françois, Adjektivbildung zu France, Francium[1]
strukturell: Ableitung von Franzose mit dem Ableitungsmorphem -isch (plus Umlaut)[2]

Oberbegriffe:

[1] national, staatlich, westeuropäisch, europäisch
[2] ethnisch, national, völkisch
[3] galloromanisch, romanisch

Unterbegriffe:

[1] mittelfranzösisch, nordfranzösisch, ostfranzösisch, südfranzösisch, überseefranzösisch, westfranzösisch, zentralfranzösisch
[2] anglofranzösisch, deutschfranzösisch
[3] altfranzösisch, frühfranzösisch, kanadafranzösisch, kreolfranzösisch, kolonialfranzösisch, kontinentalfranzösisch, neufranzösisch, spätfranzösisch, standardfranzösisch

Beispiele:

[1] „Die Frage der verfassungsrechtlichen Stellung Algeriens wurde schließlich vom französischen Staatsrat (Conseil d’Etat) dahingehend entschieden, daß die algerischen Departements in die Gruppe der überseeischen Departements, wie sie der Artikel 60 der Verfassung aufzählt, einzuordnen sind.“[3]
[1] „Sie ist landschaftlich westlicher, man möchte ruhig sagen: französischer als alle.“[4]
[1–3] „Im Absolutismus verbreiteten sich dann mit der Orientierung am französischen Königtum französische Lebensart und Sprache sehr schnell und sehr konsequent auch im deutschen Sprachraum, so dass man für das 18. Jh. zumindest ‚für die oberen Schichten eine deutsch-französische Zweisprachigkeit‘, wenngleich wohl mit durchaus abgestufter Kompetenz, annehmen kann.“[5]
[1, 2] Die französische Küche ist weltberühmt.
[2] Der Grund meiner Bemerkung gegen Sie, die ich auf eine französischere Weise hätte einkleiden können, bleibt wahr, ich muß darauf beharren, daß Sie kein Franzose sind und nicht französische Gesinnungen äußerten.[6]
[3] „Mit französisch-provenzalischen Lebensformen werden in der sog. höfischen Zeit (von 1150 bis 1250) auch französische Wörter in die deutsche Sprache des Hochmittelalters übernommen, wobei diese meist über das Mittelniederländische vermittelt werden.“[7]
[1, 3] Der Röstigraben gilt als geografische und mentale Grenze zwischen der deutschen Schweiz einerseits und der französischen und italienischen Schweiz andererseits.
[4] Oder sagt er das, weil wir es auch französisch machten? Also mit dem Mund, das ist französisch, wenn ichs richtig behalten habe.[8]

Redewendungen:

es jemandem französisch machen
sich französisch empfehlen/sich französisch verabschieden

Wortbildungen:

Französisch, französieren, französisieren, französischsprachig, französischsprachlich

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „französisch
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „französisch
[*] canoo.net „französisch
[1–3] The Free Dictionary „französisch
[1–3] Duden online „französisch
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonfranzösisch
[4] Eine erotische Weltreise im Bett: So funktioniert Ländersex von spanisch bis französisch!

Quellen:

  1. Duden online „französisch
  2. canoo.net „französisch“, Wortbildung
  3. Werner Vollrodt: Die finanzielle Einheit der Franzosischen Union. Duncker&Humblot, Berlin 1956, ISBN 978-3428016051, Seite 55
  4. Rudolf G. Binding: Moselfahrt aus Liebeskummer. Novelle einer Landschaft. Bertelsmann Lesering, ohne Ortsangabe, ohne Jahresangabe, Seite 15. Erstveröffentlichung 1932.
  5. Hans-Jürgen Krumm, Christian Fandrych, Britta Hufeisen, Claudia Riemer (Herausgeber): Deutsch als Fremd- und Zweitsprache. Walter de Gruyter, Berlin 2010, ISBN 978-3110205077, Seite 441
  6. Der Freihafen: Galerie von Unterhaltungsbildern, Bände 3-4;Band 6. Abgerufen am 16. Juni 2016.
  7. Thorsten Roelcke: Geschichte der deutschen Sprache. C. H. Beck, München 2009, ISBN 978-3406562808, Seite 73
  8. DOPE SEX ROCK: Ungeratener Ablass, Titte Radikalski. Abgerufen am 16. Juni 2016.