Strom

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Strom (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Strom die Ströme
Genitiv des Stroms der Ströme
Dativ dem Strom den Strömen
Akkusativ den Strom die Ströme
[2] Amazonas

Worttrennung:

Strom, Plural: Strö·me

Aussprache:

IPA: [ʃtʀoːm], Plural: [ˈʃtʀøːmə]
Hörbeispiele: —, Plural:
Reime: -oːm

Bedeutungen:

[1] allgemein eine Menge (Teilchen, Wasser, Menschen, Informationen), die sich im Fluss befindet (fließt)
[2] großes, fließendes Gewässer in Form eines Flusses
[3] kurz für: elektrischer Strom – bewegte Ladungsträger
[4] in der Informationstechnik kurz für: Datenstrom

Abkürzungen:

[3] Technik, Naturwissenschaft: I, i

Herkunft:

mittelhochdeutsch „stroum, strōm“, althochdeutsch „stroum“, germanisch „*strauma-“ „Strom“. Das Wort ist seit dem 8. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[1] Fluss
[2] breiter Fluss
[3] elektrischer Strom, Elektronenstrom

Oberbegriffe:

[2] Gewässer
[3] physikalische Größe

Unterbegriffe:

[1] Abluftstrom, Außenluftstrom, Blutstrom, Flüchtlingsstrom, Fortluftstrom, Geruchsstoffstrom, Luftstrom, Massenstrom, Stoffstrom, Teilchenstrom, Umluftstrom, Verkehrsstrom, Volumenstrom, Zuluftstrom
[3] Atomstrom, Elektronenstrom, Erregerstrom, Gleichstrom, Hausstrom, Hochstrom, Laststrom, Ökostrom, Starkstrom, Teilchenstrom, Überstrom, verstromen, Wechselstrom

Beispiele:

[1] Der Strom der Flüchtlinge reißt nicht ab; es fliehen weitere Menschen.
[2] Träge fließt das schlammige Wasser des Stroms durch das breite Tal.
[2] „Nach alten Berichten gebe es einen Kanal zwischen den Strömen Orinoko und Amazonas.“[2]
[2] „Die Nordmänner erkunden mit ihnen die Ströme des heutigen Russland und der Ukraine, befahren das Schwarze Meer und laden in Konstantinopel Schätze an Bord.“[3]
[3] Der Strom ist ausgefallen, wir haben kein Licht.

Redewendungen:

[1, 2] gegen den Strom schwimmen
[1, 2] mit dem Strom schwimmen
[1] in Strömen fließen
[3] unter Strom stehen

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] der Strom zieht sich durchs Land; den Strom überqueren; jemand wird vom Strom mitgerissen; etwas treibt im Strom
[3] jemanden mit Strom versorgen; von jemandem Strom beziehen; den Strom (ins Netz) einspeisen;

Wortbildungen:

[1] strömen, stromlinienförmig
[2] strömen, Stromschnelle,
[3] Stromableser, Stromabnahme, Stromabnehmer, Stromabschaltung, Stromanschluss, Stromausfall, Strombedarf, Stromdichte, Stromeinsparung, Stromempfänger, Stromentnahme, Stromerzeugung, stromführend, Stromkabel, Stromkonzern, Stromkreis, Stromleitung, stromlos, Strommast, Strommessung, Stromnetz, Strompanne, Strompreis, Stromproduzent, Stromquelle, Stromrechnung, Stromregler, Stromrichter, Stromschlag, Stromstärke, Strömung, Stromversorger, Stromzähler


Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Strom
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Strom
[2–4] canoo.net „Strom
[2, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonStrom
[1–4] Duden online „Strom

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Strom“, Seite 892.
  2. Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt. 4. Auflage. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2005, ISBN 3498035282, Seite 77
  3. Ute Eberle: Herrscher über Wind und Wellen. In: GeoEpoche: Die Wikinger. Nummer Heft 53, 2012, Seite 36-44, Zitat Seite 40.