Alltagssprache

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Alltagssprache (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Alltagssprache
Genitiv der Alltagssprache
Dativ der Alltagssprache
Akkusativ die Alltagssprache

Worttrennung:

All·tags·spra·che, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈaltaːksˌʃpʀaːχə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Alltagssprache (Info)

Bedeutungen:

[1] Linguistik: die Ausdrucksweise, die für alltägliche Zwecke verwendet wird, im Gegensatz etwa zu Fachsprache, Mediensprache, Wissenschaftssprache

Herkunft:

Determinativkompositum aus Alltag, Fugenelement -s und Sprache

Sinnverwandte Wörter:

[1] Umgangssprache

Gegenwörter:

[1] Expertensprache, Fachsprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Beispiele:

[1] Bei alltäglichen Verrichtungen wie Einkaufen, Small Talk oder Unterhaltung mit Bekannten verwendet man meist die Alltagssprache.
[1] Die Alltagssprache ist weniger förmlich als zum Beispiel Fach-, Medien- oder Wissenschaftssprachen.
[1] „An diesen Formulierungen bemerken Sie bereits, daß hier der Prozeß des Verstehens, der Erkenntnis, der Meinungsbildung in der Alltagssprache mit dem Bilde des Sehens geschildert wurde.“[1]
[1] „Das betrifft nicht allein den terminologischen Bereich und Benennungsstandards, sondern auch viele Wörter der Alltagssprache […]“[2]
[1] „Wie bei Alltagssprache und Literatursprache stehen ‚Wissenschafts- und Fachsprachen‘ wiederum als Oberbegriffe für eine Reihe von Varietäten.“[3]
[1] „In den Duden schaffte es das Gesetz nie, weil es in der Alltagssprache nicht vorkommt.“[4]
[1] „Wie kommt es also, dass den Menschen im Rheinland zwar der Mischcharakter ihrer Alltagssprache bewusst ist, die jiddische Komponente dabei aber ausgeklammert bleibt?“[5]

Wortbildungen:

alltagssprachlich

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Alltagssprache
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Alltagssprache
[1] canoo.net „Alltagssprache
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonAlltagssprache

Quellen:

  1. Christoph Gutknecht: Lauter spitze Zungen. Geflügelte Worte und ihre Geschichte. Beck, München 1996, Seite 118. ISBN 3-406-39286-5.
  2. Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, Seite 192. ISBN 3-484-73002-1.
  3. Heinrich Löffler: Germanistische Soziolinguistik. Erich Schmidt Verlag, Berlin 1985, Seite 115. ISBN 3-503-02231-7.
  4. Reinhard Urschel: Auf den Abfallhaufen der Sprache. Das bislang längste deutsche Wort verschwindet einfach per Parlamentsbeschluss. In: Eichsfelder Tageblatt. Nummer 127, 4. Juni 2013, Seite 1.
  5. Monika Grübel, Peter Honnen: Einleitung. In: Monika Grübel, Peter Honnen (Herausgeber): Jiddisch im Rheinland. Klartext, Essen 2013, ISBN 978-3-8375-0886-4, Seite 9-13, Zitat Seite 10.