Baas

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Baas (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Baas

die Baase

Genitiv des Baases

der Baase

Dativ dem Baas
dem Baase

den Baasen

Akkusativ den Baas

die Baase

Anmerkung:

[5] Die Bezeichnung wird im Westmitteldeutschen oftmals im karnevalistischen Zusammenhang gebraucht.[1]

Worttrennung:

Baas, Plural: Baa·se

Aussprache:

IPA: [baːs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Baas (Info)
Reime: -aːs

Bedeutungen:

[1] norddeutsch, besonders seemannssprachlich: titelähnliche, auch als Anrede verwendete Bezeichnung für eine erwachsene männliche Person
[2] norddeutsch, besonders seemannssprachlich: leitender Facharbeiter mit höherem Berufsabschluss (besonders im Bereich Handwerk)
[3] norddeutsch, besonders seemannssprachlich: jemand (in einem Betrieb oder dergleichen), der befugt ist, Anordnungen an Untergebene zu erteilen
[4] norddeutsch, besonders seemannssprachlich: jemand, der die Arbeiter (innerhalb eines Betriebs oder dergleichen) beaufsichtigt
[5] norddeutsch, westmitteldeutsch umgangssprachlich: jemand, der das Oberhaupt (einer Gruppe, eines Vereins oder dergleichen) ist
[6] norddeutsch, besonders seemannssprachlich: jemand, der gegen Bezahlung Geschäfte vermittelt
[7] sondersprachlich (Gaunersprache: Rotwelsch), westmitteldeutsch umgangssprachlich: Inhaber beziehungsweise Leiter, Pächter oder Verwalter eines Gasthauses, einer Gaststätte, einer Herberge

Herkunft:

Das in den ersten vier Bedeutungen ab dem 15. Jahrhundert[2] bezeugte Wort ist aus dem Niederdeutschen und Niederländischen entlehnt.[3] Seine spätmittelniederdeutsche Form lautete bas → gmlDeichmeister‘,[3] seine mittelniederländische baes → dum.[3][4] Die weitere Herkunft ist unbekannt.[3][4]
In der fünften Bedeutung ist es ab 1600 bezeugt.[2] Die siebente Bedeutung ist ab 1922 bezeugt und aus dem Rotwelschen in die Umgangssprache übernommen worden.[2]

Synonyme:

[1] Herr
[2] Meister
[3] Vorgesetzter
[4] Aufseher
[6] Vermittler
[7] Gastwirt, Herbergsvater

Sinnverwandte Wörter:

[3, 5] Boss, Chef
[5] Anführer, Leiter, Vorsitzender
[7] Boos/Bost

Oberbegriffe:

[1] Anrede, Anredeform
[2–4, 6, 7] Arbeiter
[5] Haupt, Oberhaupt

Unterbegriffe:

[2] Zimmerbaas
[5] Vize-Baas
[6] Heuerbaas, Pennebaas, Schlafbaas

Beispiele:

[1] „[…]; 179 Personen, die im Jahre 1890 auf eine schwarze Liste gesetzt waren, müssen sich die Beschuldigung des Baases Graumann gefallen lassen, daſs sie sich vor 1890 Eigentumsvergehen ‚oder Roheiten‘ schuldig gemacht haben; ein bestimmter Mann, der allerdings 3 Jahre nach seiner Maſsregelung bestraft worden ist, sei ‚eine der Polizei wegen seiner vielen vor 1890 erlittenen Bestrafungen bekannte Persönlichkeit‘.“[5]
[2] „Und der Baas geleitete Schorsch in die Küche hinterm Laden, links vom Kühlraum, der dieselben Ausmaße wie die Küche hatte; der Baas hieß Schorsch am Küchentisch Platz nehmen, und er stellte sich wahrhaftig an den Herd, ringelte eine große Pfanne voll frischer Bratwurst, bis kein Fleckchen Pfannenboden mehr zu sehen war, und eigenhändig briet er seinem neuen Lehrling diese Riesenportion.“[6]
[3]
[4] „Viele Arbeiter kannten ihren Baas noch aus der Zeit gemeinsamer Arbeitstätigkeit, gegenseitiges »duzen« war an der Tagesordnung.“[7]
[5] „Und der Sohn, der nicht zu arbeiten brauchte, wo andere Jungen ſich ſchon ſeit Jahren an Bord quälten, der beherrſchte die Jüngeren. ‚Hoi hoi, wenn die Waſſergeuſen dort kommen, wird der Hasko unſer Baas,‘ ſtichelten die Mattheszwillinge.“[8]
[5] „Und wem haben wir das alles zu verdanken? Stephan Opitz, dem ungewöhnlich belastbaren Direktor oder Baas des nordkollegs rendsburg.“[9]
[5] „Charly Neusmann, der Baas der Gesellschaft, wollte allerdings auch Personal einsparen und den Elferrat auf einen Achterrat verkleinern.“[10]
[5] „Der langjährige Baas des Kreises rechtsrheinischer Karnevalisten (KrK), der heute noch in den Reihen der Großen Dünnwalder KG ‚Fidele Jonge‘ aktiv ist, feierte in der Gaststätte ‚Puffelskooche‘ seinen 75. Geburtstag.“[11]
[5] „Der Baas der Düsseldorfer Mundartfreunde, Mario Tranti, hält am Freitag, um 19 Uhr einen amüsanten Vortrag über die Herkunft von Redewendungen.“[12]
[5] „So ist er nicht nur im engsten Organisationsstab des BV 04 ‚Osterturniers‘, sondern auch Baas des Heimatvereins der Derendorfer Jonges, und er hat den Karneval für sich entdeckt.“[13]
[5] „Eine besondere Ehrung nahm Rita Kropp, Baas des Heimatbundes für Niederdeutsche Kultur ‚De Spieker‘, kürzlich anlässlich des Sonnenwend-Volkstanzfestes des Heimatvereins Conneforde im ‚Spohler Krug‘ vor.“[14]
[6] „Zwischen den großen Reedereien und Handelshäusern auf der einen Seite und den Hafenarbeitern auf der anderen stand eine Schicht von Zwischenunternehmern: die Baase ([…]). […] Die Baase zogen sich aus dem unmittelbaren Arbeitsprozeß zurück und beschränkten ihre Tätigkeit auf die Anwerbung und Beaufsichtigung der Arbeiter sowie auf die Verhandlungen mit den Auftraggebern.“[15]
[7] „Vergnügt rieb ſich der ‚Baas‘ hinter dem Schenktiſch die Hände, ſchraubte die Preiſe für Herberge ſo gut wie möglich in die Höhe und ‚veredelte‘ den Wein durch Zuſatz geheimnisvoller Stoffe.“[16]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2, 6] Wikipedia-Artikel „Baas (Beruf)
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Baas
[*] canoonet „Baas
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Baas
[1, 2, 4, 6] Duden online „Baas
[1, 3] wissen.de – Wörterbuch „Baas
[1–4] Wahrig Fremdwörterlexikon „Baas“ auf wissen.de
[1, 2] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Baas
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBaas
[7] Wilhelm Polzer: Gauner-Wörterbuch für den Kriminalpraktiker. J. Schweitzer Verlag (Arthur Sellier), München/Berlin/Leipzig 1922, Seite 6 (Internet Archive).
[7] Siegmund A. Wolf (Herausgeber): Wörterbuch des Rotwelschen. Deutsche Gaunersprache. 2., durchgesehene Auflage. Helmut Buske Verlag, Hamburg 1985, ISBN 3-87118-736-4, Stichwort »Baas«, Seite 38, Nummer 215 (Korrigierter Nachdruck der Ausgabe des Bibliographischen Instituts, Mannheim 1956).
[1–3] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Fremdwörterlexikon. 4. Auflage. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh/München 2001, ISBN 978-3-577-10603-0, Stichwort »Baas«, Seite 98.
[2–4] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, Stichwort »Baas«, Seite 83.
[1, 2, 4, 6] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 9. Auflage. Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04059-9, DNB 98178948X (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Baas«.
[2, 4, 5, 7] Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Baas«.
[1, 2, 4, 6] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort »Baas«, Seite 174.
[3–5] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2016, ISBN 978-3-11-024543-1, DNB 108083964X, Stichwort »Baas«, Seite 79.

Quellen:

  1. Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol sowie Rumänien, Namibia und Mennonitensiedlungen. 2., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2016, ISBN 978-3-11-024543-1, DNB 108083964X, Stichwort »Baas«, Seite 79.
  2. 2,0 2,1 2,2 Heinz Küpper: Wörterbuch der deutschen Umgangssprache. In: Digitale Bibliothek. 1. Auflage. 36, Directmedia Publishing, Berlin 2006, ISBN 3-89853-436-7, Stichwort »Baas«.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 Wolfgang Pfeifer: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, digitalisierte und aufbereitete Ausgabe basierend auf der 2., im Akademie-Verlag 1993 erschienenen Auflage. Stichwort „Baas“.
  4. 4,0 4,1 Duden online „Baas
  5. [nicht einsehbar]: [nicht einsehbar]. In: Archiv für soziale Gesetzgebung und Statistik. Band 12, 1971, Seite 321 (Zitiert nach Google Books).
  6. Josef Ippers: Killians Zeiten. Roman. 1. Auflage. Hoffmann und Campe, Hamburg 1981, ISBN 3-455-03840-9, Seite 100 (Zitiert nach Google Books).
  7. Michael Grüttner: Arbeitswelt an der Wasserkante. Sozialgeschichte der Hamburger Hafenarbeiter 1886–1914. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1984 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft , Band 63), ISBN 3-525-35722-2, Seite 39 (Zitiert nach Google Books).
  8. Martin Luſerke: Hasko. Ein Waſſergeuſen-Roman. Ludwig Voggenreiter Verlag, Potsdam 1936, Seite 12 (Zitiert nach Google Books).
  9. Harry Rowohlt: Pooh’s Corner. Meinungen eines Bären von sehr geringem Verstand. In: DIE ZEIT. Nummer 39, 24. September 1993, ISSN 0044-2070, Seite 70 (DIE ZEIT Archiv-URL, abgerufen am 4. September 2019).
  10. Bernhard O. Prattler: Wie der Elferrat doch noch gerettet wurde. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 13, 17. Januar 1998, ISSN 0174-4917.
  11. Norbert Ramme: Als Zwischengang gab es Mütze, Orden und Urkunde. In: Kölner Stadt-Anzeiger. 30. November 2000.
  12. Amüsanter Vortrag über Redewendungen. In: Rheinische Post. 25. September 2014 (Ausgabe Düsseldorf-Süd).
  13. Tino Hermanns: Turnier mit viel Geschichte und jungen Machern. In: Rheinische Post. 13. April 2017, Seite 34.
  14. Wiedersehen nach 68 Jahren. In: Ammerländer Nachrichten. 6. Juli 2017, Seite 33.
  15. Michael Grüttner: Arbeitswelt an der Wasserkante. Sozialgeschichte der Hamburger Hafenarbeiter 1886–1914. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1984 (Kritische Studien zur Geschichtswissenschaft , Band 63), ISBN 3-525-35722-2, Seite 38–39 (Zitiert nach Google Books).
  16. Ein rheinisches Buch. Bücherzentrale für deutsche Kriegsgefangene, Bern 1918, Seite 41 (Zitiert nach Google Books).

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Baas

die Baase

Genitiv des Baases

der Baase

Dativ dem Baas
dem Baase

den Baasen

Akkusativ den Baas

die Baase

Anmerkung:

„Sprachliche Ausdrücke einer rassistischen Hierarchie, Kennzeichnungen als »Baas«, »Boy«“ sind nach wie vor im heutigen Namibia in Gebrauch.[1] „Ungeachtet des Alters titulieren deutsche Namibier das Personal mit dem Vornamen und duzen es, während dieses ihre Arbeitgeber hochachtungsvoll als »Missis«, »Baas« oder ähnlich anspricht.“[2]

Worttrennung:

Baas, Plural: Baa·se

Aussprache:

IPA: [baːs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Baas (Info)
Reime: -aːs

Bedeutungen:

[1] im südlichen Afrika während der Kolonialherrschaft und der Zeit der Apartheid aufgezwungene, danach mitunter weiterhin verwendete Anredeform der indigenen Bevölkerung gegenüber einem Weißen
[2] Namibia veraltet, sonst scherzhaft oder abwertend: Anredeform unter weißen Männern
[3] Namibia: jemand, der etwas besitzt, als Eigentum hat
[4] Namibia: jemand, der Leute als Arbeiter oder Angestellte einstellt, beschäftigt und entlohnt (besonders in der Industrie und Landwirtschaft)
[5] Namibia: jemand, der das Oberhaupt, der Schirmherr von etwas ist
[6] Namibia: jemand, der andere in etwas übertrifft

Herkunft:

Das Wort ist dem gleichbedeutend afrikaansen baas → af[3][4] entlehnt,[5][6] das seinerseits dem niederländischen baas → nl[7] entstammt.[4]

Synonyme:

[1, 3] Herr
[3] Besitzer, Eigentümer
[4] Arbeitgeber, Boss, Chef, Dienstherr

Sinnverwandte Wörter:

[5] Anführer, Boss, Chef, Leiter, Patron, Präsident, Schirmherr, Vorsitzender

Gegenwörter:

[1] Namibia: Miesies/Missis

Oberbegriffe:

[1, 2] Anredeform

Beispiele:

[1] „Wenn schwarze Patienten allein zur Behandlung kamen, mußten sie meist stundenlang warten; wurden sie aber vom weißen ‚Baas‘ gebracht, kamen sie gleich dran, denn der wollte nicht warten.“[8]
[1] „In ihrem hoffärtigen kalvinistischen Auserwähltheits-Wahn war von Anfang an für den schwarzen Mann kein Platz – und ist auch heute allenfalls nur ein mitleidsvolles Plätzchen frei, für das indessen die Schwarzen dem Master oder Massa oder Baas nun nicht mehr gerührt die Füße küssen.“[9]
[1] „‘Warum wird nicht gebohrt?’ […] ‘Ich habe dich etwas gefragt, Boy!’ ‘Der Boden ist sehr hart, Baas.’“[10]
[1] „Es ist schwierig, Menschen, deren Leben vollkommen von weissen Arbeitgebern kontrolliert wurde und von Behörden, die den Interessen dieser Arbeitgeber dienten, davon zu überzeugen, dass irgend etwas zu Papier Gebrachtes – eine Unterschrift, ein Daumenabdruck – nicht der Überprüfung durch den weissen Baas und seine Agenten zugänglich sein soll. […] Es ist nicht leicht, ihnen den Glauben daran zu vermitteln, dass ihre Stimme geheim bleiben wird, dass nicht einmal der Baas wissen wird, neben den Namen welcher Partei sie ihr Zeichen gesetzt haben.“[11]
[1] „Manchmal pickt ein weißer Baas im Pritschenwagen zwei oder drei Männer auf. Sie dürfen dann irgendwo einen Swimmingpool schrubben oder einen Zaun streichen. Für 15 Mark. Pro Kopf und Tag.“[12]
[1] „Der Trick der Beiden ist simpel und doch immer wieder wirkungsvoll: Feierabend spielt den herrischen weißen Baas, Müller den dummen Bambusen.“[13]
[1] „‚Diese beiden Baase haben dir gesagt, du sollst auf dem Claim nach Diamanten suchen?‘ Der Schwarze nickte.“[14]
[2]
[3] „Ob der Baas nun weg ist nach Henties oder Meile 108 oder noch auf der Farm hockt, das ändert nichts an der Windhose, die sich net nich an der An- oder Abwesenheit von Menschen schert, ob die nun ’was zu sagen haben oder sich ’was sagen lassen müssen.“[15]
[3] „Der Vierbeiner hat auf die Rückkehr seines „Baas’“ gewartet.“[16]
[4] „Der Generalsekretär der Volksorganisation, Nangolo Mbumba, nimmt seinen Baas natürlich pflichtgemäß in Schutz.“[17]
[5] „Er war übrigens zu Zeiten seiner Amtsausübung als Vizepräsident der Baas irgendeiner der vielen HIV/Aids-Organisationen, wo das Geld reichlich fließt.“[18]
[5] „Der Baas von Namibia Wildlife Resorts (NWR), Omushamane Tobie Aupindi, weiß nochall moi was für ausländische Touris gut ist und was für den gewöhnlichen Sterblichen aus dem Lande der Braven passend zu sein hat.“[19]
[5] „Da ist zunächst der Ombudsmann, Mynheer und Advokat John Walters, dann folgt Omushamane Paulus Noa, der Baas der Anti-Korruptionskommission, und dann ist da die WAD-Miesies, Madame Veronica de Klerk.“[20]
[5] „Die Oukies sollen sich vorsehen, denn Opolifi-Baas, Omushamane Sebastian Ndeitunga, wird sommer so über Nacht irgendwo noch eine Straßensperre aufstellen.“[21]
[5] „Aber zur Erinnerung: der Sowjetbaas Gorbatschow hat nach Rusts Landung in Moskau seinen Verteidigungsminister Sokolow und den Baas der sowjetischen Luftabwehr, Alexander Koldunow, in den Ruhestand entlassen.“[22]
[5] „Wenn der Trump-Donald über genügend Humor verfügt, ruft er seinen Botschafter in Ovenduka an, dass der, der Gesandte aus Washington nämlich, der Daughton-Thomas, seinem Baas im Weißen Haus ’ne Safari durch Shithole-Namibia organisiert, die nix zu wünschen übrig lässt.“[23]
[6] „Und schließlich: ‚Die Swakopmunder Mafia ist auch nicht mehr das, was sie mal war und bald ist der Chinese der Baas von der Plaas‘.“[24]

Redewendungen:

[5] Namibia: jemandem zeigen, wer hier Baas ist
[6] Namibia: jemand sein Baas sein

Wortbildungen:

Aubaas/Oubaas, Kleinbaas

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Herbert Carl Nöckler: Sprachmischung in Südwestafrika. In: Institut für Auslandsbeziehungen (Herausgeber): Schriftenreihe des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart. Wissenschaftlich-publizistische Reihe. 5. Band, Max Hueber Verlag, München 1963, DNB 453597661, Stichwort »Baas«, Seite 48.
[1, 3–6] Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »Baas«, Seite 25.
[4, 5] Birte Kellermeier-Rehbein: Sprache in postkolonialen Kontexten Ⅱ. Varietäten der deutschen Sprache in Namibia. In: Thomas Stolz, Ingo H. Warnke, Daniel Schmidt-Brücken (Herausgeber): Sprache und Kolonialismus. Eine interdisziplinäre Einführung zu Sprache und Kommunikation in kolonialen Kontexten. Walter De Gruyter, Berlin/Boston 2016, ISBN 978-3-11-044993-8 (E-Book; Google Books).

Quellen:

  1. Brigitta Schmidt-Lauber: »Die verkehrte Hautfarbe«. Ethnizität deutscher Namibier als Alltagspraxis. Dietrich Reimer Verlag, Berlin/Hamburg 1998, ISSN 3-496-02656-1, Seite 187, Fußnote 150.
  2. Ebenda, Seite 150.
  3. F.F. Odendal, R.H. Gouws; Laetitia Botha, Irène Wasserfall (Herausgeber): HAT, Verklarende Handwoordeboek van die Afrikaanse Taal. Pearson Education South Africa, Kaapstad 2005, ISBN 978-1-86891-243-8, Stichwort »baas¹«, Seite 62 (Zitiert nach Google Books).
  4. 4,0 4,1 etymologiebank.nl (Datenbank niederländischer und afrikaanser etymologischer Wörterbücher): „baas
  5. Herbert Carl Nöckler: Sprachmischung in Südwestafrika. In: Institut für Auslandsbeziehungen (Herausgeber): Schriftenreihe des Instituts für Auslandsbeziehungen in Stuttgart. Wissenschaftlich-publizistische Reihe. 5. Band, Max Hueber Verlag, München 1963, DNB 453597661, Stichwort »Baas«, Seite 48.
  6. Joe Pütz: Das grosse Dickschenärie. Dickschenärie I & II Kommbeind Riekonndischend Gemoddifeid und Gesuhpt. 1. Auflage. Peters Antiques, Swakopmund 2001, ISBN 978-9-991-65046-3, Stichwort »Baas«, Seite 25.
  7. Van Dale Onlinewoordenboek: „baas
  8. „Wer sterilisiert, bekommt eine Medaille“. In: DER SPIEGEL. Nummer 26, 21. Juni 1976, ISSN 0038-7452, Seite 105 (DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 4. September 2019).
  9. Dieter Wild: „Gott hat uns dieses Land gezeigt“. In: DER SPIEGEL. Nummer 33, 14. August 1978, ISSN 0038-7452, Seite 93 (DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 4. September 2019).
  10. Giselher W. Hoffmann: Land der wasserlosen Flüsse. Roman. 1. Auflage. Hoffmann Twins, Swakopmund 1989, ISBN 0-620-14233-2, Seite 287 (Zitiert nach Google Books).
  11. Nadine Gordimer: Wahl und Würde. Wählerunterweisung in Demokratie. In: NZZ Folio. 5. April 1994, ISSN 1420-5262, Seite 28 (NZZ Folio Archiv-URL, abgerufen am 4. September 2019).
  12. Bartholomäus Grill: Weißer Mann, warum bist du traurig? In: DIE ZEIT. Nummer 23, 2. Juni 1999, ISSN 0044-2070 (DIE ZEIT Archiv-URL, abgerufen am 4. September 2019).
  13. Vom Kavaliersdelikt des Diamantenschmuggelns. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 14. Januar 2005, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. September 2007).
  14. Helmut Sydow: Treibholz. Ein namibscher Roman. 2., überarbeitete Auflage. Benguela Publishers, Windhoek 2008, ISBN 99916-798-7-1, Seite 51 (Zitiert nach Google Books).
  15. Kaum noch etwas übrig. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 22. Dezember 2005, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. Februar 2007).
  16. Mutmaßlicher Wilddieb gefasst. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 30. September 2009, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 4. September 2019).
  17. Zwischen Verleumdern, Lästerern, Kritikern und Nörglern. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 13. Juli 2017, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 4. September 2019).
  18. Is der nich ganz lekker? In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 26. Mai 2006, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 22. Februar 2007).
  19. Lustig auf Namutoni. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 16. Mai 2007, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 20. September 2007).
  20. Viel Feind, viel Ehr. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 14. Mai 2009, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 4. September 2019).
  21. Gerüstet, gepackt, gebraten. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 2. Dezember 2010, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 4. September 2019).
  22. Einfall des Geschwaders bringt stief Einfälle. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 10. Mai 2013, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 4. September 2019).
  23. High-Noon-Echo - Vom Fischfluss- zum Grand-Canyon. In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 25. Januar 2018, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 4. September 2019).
  24. "Der schönste Büttenabend seit Jahren". In: Allgemeine Zeitung Online (Windhoek, Namibia). 30. Juni 2011, ISSN 1560-9421 (URL, abgerufen am 3. September 2019).

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ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen:
Levenshtein-Abstand von 1: Baal, Baar, Bass, bass