Wohnung

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Wohnung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Wohnung die Wohnungen
Genitiv der Wohnung der Wohnungen
Dativ der Wohnung den Wohnungen
Akkusativ die Wohnung die Wohnungen
[1] Grundriss einer Wohnung

Worttrennung:

Woh·nung, Plural: Woh·nun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈvoːnʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Wohnung (Info)
Reime: -oːnʊŋ

Bedeutungen:

[1] ein Raum oder mehrere Räume, die innerhalb eines Hauses einen abgeschlossenen Bereich bilden und für einen ein- oder mehrköpfigen Haushalt zum Wohnen dienen

Abkürzungen:

[1] Whg.

Herkunft:

etymologisch: mittelhochdeutsch wonunge, althochdeutsch wonunga, „Bleiben, Aufenthalt, Gegend, Gewohnheit“, belegt seit dem 9. Jahrhundert[1]
strukturell: Ableitung des Substantivs vom Stamm des Verbs wohnen mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Bleibe, Domizil, Residenz, Unterkunft; siehe auch: Wohnhaus

Verkleinerungsformen:

[1] Wohnungchen (selten)

Unterbegriffe:

[1] nach Alter: Altbauwohnung, Altbaueigentumswohnung, Neubauwohnung
[1] nach Art: Containerwohnung, Höhlenwohnung, Musterwohnung, Top-Wohnung , Traumwohnung
[1] nach Ausstattung: Einfachwohnung, Luxuswohnung, Schlichtwohnung
[1] nach Besitz: Altbaueigentumswohnung, Betriebswohnung, Eigentumswohnung, Landeswohnung, Mietwohnung, Werkswohnung
[1] nach Bewohner: Flüchtlingswohnung, Gästewohnung, Junggesellenwohnung, Obdachlosenwohnung, Singlewohnung, Startwohnung, Sozialwohnung
[1] nach Funktion: Amtswohnung, Dienstwohnung, Privatwohnung, Vorsorgewohnung (→ Top-Vorsorgewohnung)
[1] nach Größe: Apartment, Appartement, Einraumwohnung/Einzimmerwohnung, Zweiraumwohnung/Zweizimmerwohnung, Dreiraumwohnung/Dreizimmerwohnung, Kleinwohnung
[1] nach Lage: Einliegerwohnung, Etagenwohnung/Geschosswohnung, Maisonette/Maisonnette/Maisonnettewohnung/Maisonettewohnung, Penthaus/Penthouse, Terrassenwohnung
[1] nach Nutzungsdauer: Ferienwohnung, Sommerwohnung

Beispiele:

[1] Nach 18 Jahren Hotel Mama habe ich nun endlich eine eigene Wohnung.
[1] „Die Wohnung war sehr hell und schön, zunächst gab es eine große Diele und daneben drei größere Zimmer.“[2]
[1] „Und nun war er wieder daheim in seiner Wohnung.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] eine abgeschlossene Wohnung, eine armselige Wohnung, eine benachbarte Wohnung (Lautsprecherbild Audio (Info)), eine bescheidene Wohnung, eine bewohnte Wohnung, eine elegante Wohnung, eine erschwingliche Wohnung, kleine Wohnung, eine konspirative Wohnung, eine leerstehende Wohnung, eine luxuriöse Wohnung, eine riesige Wohnung, eine unbelegte Wohnung, eine unbewohnte Wohnung, eine unerschwingliche Wohnung (Lautsprecherbild Audio (Info))
[1] eine Wohnung aufgeben, jemandem eine Wohnung besorgen, eine Wohnung beziehen, eine Wohnung einrichten, jemandem die Wohnung kündigen, eine Wohnung mieten, eine Wohnung räumen lassen, eine Wohnung suchen

Wortbildungen:

Adjektive/Adverbien: wohnungslos
Substantive: Wohnungsamt, Wohnungsbau, Wohnungsbesitzer, Wohnungsbrand, Wohnungsdurchsuchung, Wohnungseigentum, Wohnungseinrichtung, Wohnungsgeld, Wohnungsinhaber, Wohnungskäufer, Wohnungsmangel, Wohnungsmarkt, Wohnungsmiete, Wohnungsnot, Wohnungsschlüssel, Wohnungssubstanz, Wohnungssuche, Wohnungstür, Wohnungsverkäufer, Wohnungsvermieter, Wohnungswechsel, Wohnungswesen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Wohnung
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wohnung
[1] canoo.net „Wohnung
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWohnung
[1] Duden online „Wohnung
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5, „Wohnung“, Seite 1184.

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „wohnen“.
  2. Hanns-Josef Ortheil: Die Berlinreise. Roman eines Nachgeborenen. Luchterhand, München 2014, ISBN 978-3-630-87430-2, Seite 75.
  3. Hans Fallada: Der eiserne Gustav. Roman. Aufbau, Berlin 2012, ISBN 978-3-7466-2860-8, Seite 568. Erstveröffentlichung 1938, revidiertes Manuskript 1962.