Welle

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Welle (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Welle die Wellen
Genitiv der Welle der Wellen
Dativ der Welle den Wellen
Akkusativ die Welle die Wellen
[1] kreisförmige Wellen im Wasser
[1] brechende Welle am Strand
[4] eine Gelenk-welle
[5] Welle am Reck
[7] La ola, die Welle

Worttrennung:

Wel·le, Plural: Wel·len

Aussprache:

IPA: [ˈvɛlə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Welle (österreichisch) (Info)
Reime: -ɛlə

Bedeutungen:

[1] Physik: Erhebung von Wasser
[2] Physik: Art der Energieausbreitung, zum Beispiel des Schalls oder Lichts
[3] übertragen: eine geistige, kulturelle, politische, allgemeine Strömung, die sich wiederholt und steigert
[4] Technik: Maschinenteil zur Übertragung von Drehbewegungen
[5] SportTurnen: Turnübung
[6] Tanzen: Schrittkombination beim Tanzen
[7] eine von Zuschauern aufgeführte, spezielle Anfeuerungsart
[8] etwas, das optisch an eine Woge erinnert, zum Beispiel eine Erhebung des Bodens oder die Form der Haare

Abkürzungen:

[2] W (in KW, LW, MW, UKW)

Herkunft:

mittelhochdeutsch welle → gmh, wille → gmhReisigbündel, Walze“, belegt seit dem 11. Jahrhundert. Das Wort geht auf althochdeutsch wellan → gohwälzen → goh“ zurück.[1]

Synonyme:

[1] Woge
[7] La ola

Gegenwörter:

[4] Achse (überträgt kein Drehmoment)

Unterbegriffe:

[1] Brecher, Bugwelle, Flutwelle, Monsterwelle, Riesenwelle, Tsunami, Leewelle
[2] De-Broglie-Welle, Druckwelle, elektromagnetische Welle, Gravitationswelle, Longitudinalwelle, Materiewelle, Mikrowelle, Oberflächenwelle, Radiowelle, Schallwelle, Schockwelle, Schwerkraftwelle, Transversalwelle
[2] Angriffswelle, Asylwelle, Flüchtlingswelle, Kurzwelle, Langwelle, Mittelwelle, Trägerwelle, Ultrakurzwelle
[2] Hitzewelle, Kältewelle
[3] Abmahnwelle, Empörungswelle, Entlassungswelle, Migrationswelle, Mitleidswelle, Modewelle, Neue Deutsche Welle, Protestwelle, Repressionswelle, Säuberungswelle, UFO-Welle
[4] Gelenkwelle, Gleichlaufwelle, Hohlwelle, Kardanwelle, Kurbelwelle, Rippenwelle, Transmissionswelle
[5] Kniehangwelle, Riesenwelle
[6] Linkswelle
[8] Bodenwelle, Dauerwelle, Föhnwelle, Heißwelle, Kaltwelle, Lockwelle, Volumenwelle, Wasserwelle

Beispiele:

[1] Der ins Wasser fallende Stein verursachte einige kleinere Wellen.
[1] Die Wellen schlagen an den Strand.
[2] Rotes Licht hat längere Wellen als blaues.
[3] Eine Welle von Katastrophen versetzte die Bevölkerung in Panik.
[3] Das Unglück löste eine Welle des Mitleids aus.
[3] The Swinging Sixties: Hippie-Welle und Flower-Power.
[4] Die Welle ist kaputt.
[5] Bei der Welle hat er gepatzt.
[6] Die Welle im Slowfox als Linkswelle mit Pose und Zick-Zack.
[7] Und wieder geht eine Welle durch die voll besetzten Ränge.
[8] Die Wellen der Landschaft breiteten sich vor ihnen im Zwielicht der Abenddämmerung aus.
[8] Bei diesem Look hat man blonde Wellen im Stil der 1940iger.

Redewendungen:

auf gleicher Welle liegen

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] große Welle, hohe Welle, grüne Welle, Welle der Empörung, auf einer Welle mitreiten, Wellen schlagen
[4] Lautsprecherbild -> (Info) gekröpfte Welle

Wortbildungen:

Adjektive/Adverbien: [1] gewellt, wellenförmig
Substantive:
Gegnerwelle
[1] Wellenberg, Wellenkraftwerk, Wellenreiten, Wellental
[2] Wellenlänge
[4] Wellenzapfen
[8] Dauerwellwickel, Kaltwellwickel, Lockwellwickel
Verben: [1] sich wellen

Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Welle
[1] Wikipedia-Artikel „Wasserwelle
[1] Wikipedia-Artikel „Seegang
[2] Wikipedia-Artikel „Welle (Physik)
[4] Wikipedia-Artikel „Welle (Technik)
[6] Wikipedia-Artikel „Welle (Tanz)
[7] Wikipedia-Artikel „La ola
[1–5] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Welle“.
[1, 4, 5] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Welle
[1–5, 8] Duden online „Welle
[1–3] canoo.net „Welle
[1–4, 8] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWelle

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Welle“, Seite 982.

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Welle
Genitiv (des Welle)
(des Welles)

Welles
Dativ (dem) Welle
Akkusativ (das) Welle
[1] Welle

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Welle“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Wel·le, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈvɛlə]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɛlə

Bedeutungen:

[1] deutscher Ort im Landkreis Harburg in Niedersachsen

Oberbegriffe:

[1] Ortschaft

Beispiele:

[1] Durch Welle, das am Südende der Harburger Berge liegt, fließt der Fluss Este.[1]
[1] Kalle zieht am Monatsende von Schneverdingen nach Welle.

Wortbildungen:

Weller, Wellerin

Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Welle (Niedersachsen)

Quellen:

  1. Wikipedia-Artikel „Welle (Niedersachsen)

Substantiv, m, f, Nachname[Bearbeiten]

Singular m Singular f Plural 1 Plural 2
Nominativ der Welle
(Welle)
die Welle
(Welle)
die Welles die Welle
Genitiv des Welle
des Welles
(Welles)
der Welle
(Welle)
der Welles der Welle
Dativ dem Welle
(Welle)
der Welle
(Welle)
den Welles den Welle
Akkusativ den Welle
(Welle)
die Welle
(Welle)
die Welles die Welle
siehe auch: Grammatik der deutschen Namen

Anmerkung:

Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Welle“ – für männliche Einzelpersonen, die „Welle“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Welle“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Welle“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.

Worttrennung:

Wel·le, Plural 1: Wel·les

Aussprache:

IPA: [ˈvɛlə], Plural 1: [ˈvɛləs]
Hörbeispiele: —
Reime: -ɛlə

Bedeutungen:

[1] deutscher Familienname

Herkunft:

  1. Berufsübername zu mittelhochdeutsch wëlle → gmh, mittelniederdeutsch welle → gmlWalze, Wellbaum, walzenförmig gebundenes oder gerolltes Material (etwa Strohbündel, Leinwandballen)“, der durch verschiedene Berufe motiviert sein kann;
  2. niederdeutscher Wohnstättenname zu niederdeutsch Welle → ndsbrodelnde Flüssigkeit, Quelle“;
  3. Herkunftsname zu den Ortsnamen Welle in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt; Wellen in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Rheinland-Pfalz[1]

Beispiele:

[1] Frau Welle hat zu Ostern einen Lammbraten bestellt.

Übersetzungen[Bearbeiten]

 

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonWelle

Quellen:

  1. Rosa Kohlheim, Volker Kohlheim: Duden, Lexikon der Familiennamen. Herkunft und Bedeutung von 20 000 Nachnamen. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2008, ISBN 978-3-411-73111-4, Seite 648f.


Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Elle, wähle, Wälle, Weile