schießen

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[Bearbeiten] schießen (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb

Zeitform Person Wortform
Präsens ich schieße
du schießt
er, sie, es schießt
Präteritum ich schoss
Partizip II   geschossen
Konjunktiv II ich schösse
Imperativ Singular schieß!
Plural schießt!
Hilfsverb   haben
Alle weiteren Formen: schießen (Konjugation)

Alternative Schreibweisen:

Schweiz und Liechtenstein: schiessen

Silbentrennung:

schie·ßen, Präteritum: schoss, Partizip II: ge·schos·sen

Aussprache:

IPA: ['ʃi:sņ], ['ʃi:sən], Präteritum: ['ʃɔs], Partizip II: [gəˈʃɔsn̩], [gəˈʃɔsən]
Hörbeispiele: —

Bedeutungen:

[1] einen Schuss abgeben
[2] mit einem Schuss treffen
[3] einen Ball (mit dem Fuss) fortbewegen
[4] (in Bezug auf Wild) erlegen
[5] mit hoher Geschwindigkeit bewegen
[6] fotografieren
[7] wachsen
[8] (günstig) erwerben
[9] Mathematik, Differentialgleichungen: lösen eines Randwertproblems durch Integration vom einen Rand zum anderen mit angenommenem Integrationsparameter und zielgerichtetes Variieren desselben, bis der vorgegebene Wert am anderen Rand „getroffen“ wird (bildhaft nach der Ballistik, wo man nach solchem Verfahren durch Variation etwa des Anstellwinkels sich an das Ziel herantastet)

Herkunft:

Das Verb, dessen Wurzel indogermanischen Ursprungs ist, bedeutet „eilen, jagen, treiben“.

Synonyme:

[1] abdrücken, ballern, einen Schuss abgeben
[2] treffen
[2.1] soll der jeweilige (Miss-)Erfolg benannt werden: anschießen, niederschießen, erschießen, durch einen (gezielten) Schuss töten, daneben schießen
[3] kicken
[4] erlegen, zur Strecke bringen
[5] flitzen, jagen, sprudeln, strömen
[6] fotografieren, knipsen
[7] sprießen, wachsen
[8] (günstig) einkaufen, erwerben, kaufen

Gegenwörter:

[2] verfehlen, daneben schießen
[3] werfen
[5] kriechen, schreiten, langsam gehen

Oberbegriffe:

[1, 2] Krieg
[3] Fußball; Spiel; Sport
[4] Jagd
[5] Fortbewegung, Bewegung
[6] Fotografie, Kunst
[7] Wachstum, Leben
[8] Einkauf, Kauf, Handel, Wirtschaft

Beispiele:

[1] Er schoss, ohne darüber nachzudenken, wohin. Die Polizei hatte auf ihn geschossen, kaum dass er sich am Fenster blicken ließ.
[2] Man hatte ihm ins Bein geschossen. Er hat sich eine Kugel in den Kopf geschossen.
[3] Leider schoss er den Ball nur an die Torlatte.
[4] Die Jäger schossen viel Wild.
[5] Als sie dies hörte, schossen ihr sofort Tränen in die Augen. Pfeilschnell schoss das Auto an uns vorbei. Warum schießt dir immer wieder derselbe Gedanke durch den Kopf?
[6] Ich schieße gern ein Bild von dir.
[7] „Mein Junge“, sagte die Großmutter zu ihrem Enkel, „wie bist du doch wieder in die Höhe geschossen!“
[8] Das Auto hat er ziemlich günstig geschossen.

Redewendungen:

zum Schießen sein, einen Bock schießen, wie Pilze aus dem Boden / aus der Erde schießen, jemanden auf den Mond schießen, jemanden über den Haufen schießen, (etwas) schießt (jemandem) durch den Kopf, etwas schießt jemandem zu Kopf, mit Kanonen auf Spatzen schießen, in den Wind schießen, ins Kraut schießen, so schnell schießen die Preußen nicht, wie aus der Pistole geschossen, jemandem eine schießen, jemanden etwas schießen lassen, ausgehen wie das Hornberger Schießen, einer Sache die Zügel schießen lassen
Wer einmal trifft, wird immer schießen. (Sprichwort aus England)
Schießen Sie auf den Pianisten (Tirez sur la pianiste: Film von Fr. Truffaut)
Schießen Sie nicht auf den Pianisten

Abgeleitete Begriffe:

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Alemannisch:
  • Bairisch:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

  • Wikipedia-Artikel „Schießen
  • Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „schieszen
  • Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „schießen
  • canoo.net „schießen
  • Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonschießen

Ähnliche Wörter:

scheißen, schieben
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