Müller
Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Inhaltsverzeichnis |
Müller (Deutsch) [Bearbeiten]
Substantiv, m [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der Müller | die Müller |
| Genitiv | des Müllers | der Müller |
| Dativ | dem Müller | den Müllern |
| Akkusativ | den Müller | die Müller |
Worttrennung:
- Mül·ler, Plural: Mül·ler
Aussprache:
- IPA: [ˈmʏlɐ], Plural: [ˈmʏlɐ]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] meist selbstständiger Handwerker, Gewerbetreibender, der in einer Mühle das Getreide oder anderes Mahlgut, zum Beispiel ölhaltige Pflanzenteile (siehe Ölmüller), lagert, reinigt und mahlt
Herkunft:
- von mittelhochdeutsch: müller, mülner - Müller, althochdeutsch: mulināri, entlehnt aus spätlateinisch: molinarius - Müller
Weibliche Wortformen:
- [1] Müllerin
Verkleinerungsformen:
- [1] Müllerchen, Müllerlein; Müllerle
Oberbegriffe:
- [1] Handwerker, Beruf, Gewerbetreibender
Beispiele:
- [1] „Das Wandern ist des Müllers Lust / Das Wandern / Das muss ein schlechter Müller sein / Dem niemals fiel das Wandern ein / Das Wandern / Das Wandern...“ beliebtes Wanderlied aus dem 19. Jahrhundert Melodie: w:Carl Friedrich Zöllner, Text: w:Wilhelm Müller
Wortbildungen:
Übersetzungen [Bearbeiten]
|
|
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Müller“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Müller“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Müller“
- [1] canoo.net „Müller“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Müller“
Nachname [Bearbeiten]
| Kasus | Singular | Plural |
|---|---|---|
| Nominativ | der / die Müller | die Müllers |
| Genitiv | des Müllers / der Müller | der Müllers |
| Dativ | dem / der Müller | den Müllers |
| Akkusativ | den / die Müller | die Müllers |
Anmerkung:
- Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
- Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Müller“ – für männliche Einzelpersonen, die „Müller“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein und/oder eine „Müller“ für einen und/oder eine Angehörige aus der Familie „Müller“ und/oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie und/oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.
Worttrennung:
- Mül·ler, Plural: Mül·ler
Aussprache:
- IPA: [ˈmʏlɐ], Plural: [ˈmʏlɐ]
- Hörbeispiele: —, Plural: —
Bedeutungen:
- [1] deutschsprachiger Nachname, Familienname, unter Berücksichtigung von Mueller mit etwa 10,6% Anteil und über 600.000[1] Namenträgern häufigster Familienname in Deutschland und der Schweiz. In Österreich ist es der vierthäufigste Nachname. Nach Angaben aus[2], welcher die Festnetz-Telefonanschlüsse analysiert hat, sind es in Deutschland etwa 270.000 (9,5‰), in Österreich etwa 10.500 und in der Schweiz etwa 35.400
Neben- und fremdsprachige Formen:
- Mueller, Miller, Moller, Möller, Mühlner, Müllers, Mülner, Müllner, Möllers, Möllmann, Möllemann, Mühlmann, Mühlemann, Møller, Moller, Muller, Meulenaers, Meuleneers, Miller, Meunier, Meuleners, Molenaar, Molnar, Mielnik, Mlynar
Bekannte Namensträger: (Links führen zur Wikipedia)
- Andy Müller-Maguhn, Unternehmer
- Inge Müller, Schriftstellerin
- Wegen der Vielzahl der Namenträger werden hier nur zwei Namenträger aufgeführt. Eine umfangreiche Liste siehe hier:
- Bekannte Namensträger „Müller“ in der Wikipedia
Herkunft:
- leitet sich vom Berufsnamen „Müller“ ab, wobei der erste Namenträger das Müllerhandwerk ausübte, eine Mühle betrieb, besaß oder darin wohnte. Die Häufigkeit lässt sich durch das Vorhandensein mindestens einer Wind- oder Wassermühle in fast jedem Ort zur Zeit der Namenentstehung erklären.
Beispiele:
- [1] Herr Müller wollte uns kein Interview geben.
- [1] Die Müllers fliegen heute nach Kanada.
- [1] Der Müller trägt nie die Pullover, die die Müller ihm strickt.
Redewendungen:
- Lieschen Müller - eine durchschnittliche Frau oder Mädchen, ein weiblicher Durchschnittsmensch
- wie von Lieschen Müller - bezeichnet etwas Durchschnittliches, Gewöhnliches, allgemein Bekanntes
Wortbildungen:
- bei Erfindungen und Patenten:
- Geiger-Müller-Zähler
- als Bestandteil anderer Nachnamen:
- Aitzetmüller, Altmüller, Angermüller, Atzmüller, Aumüller, Barthmüller, Bimüller, Bleimüller, Bruchmüller, Bruckmüller, Dornmüller, Eichmüller, Eisenmüller, Forstmüller, Fortmüller, Freimüller, Furtmüller, Gansmüller, Ganzenmüller, Gramüller, Grubmüller, Hagenmüller, Hammermüller, Hasenmüller, Hasmüller, Heimüller, Heumüller, Hofmüller, Höllmüller, Holzmüller, Jahnsmüller, Kanamüller, Kindsmüller, Kitzmüller, Klappermüller, Knollmüller, Krottenmüller, Kumpfmüller, Kundmüller, Ledermüller, Mattmüller, Mittelmüller, Mittermüller, Moosmüller, Neumüller, Niedermüller, Obermüller, Patzschmüller, Pirkmüller, Reinmüller, Reumüller, Riedmüller, Rodaumüller, Rodmüller, Rosenmüller, Schartmüller, Schloßmüller, Schmolmüller, Schwarzlmüller, Seemüller, Sengmüller, Sickmüller, Siegelmüller, Sommermüller, Spitzmüller, Stadtmüller, Steinmüller, Stelzmüller, Stögmüller, Traunmüller, Wahlmüller, Wallmüller, Weidenmüller, Weißmüller, Wiesmüller, Wolfmüller, Zweimüller
Übersetzungen [Bearbeiten]
? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Müller“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Müller“
- [1] „Müller“ bei Geogen Onlinedienst
Quellen:
- ↑ Konrad Kunze: dtv-Atlas Namenkunde. Vor- und Familiennamen im deutschen Sprachgebiet. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 2000, ISBN 3-423-03234-0
- ↑ Jürgen Udolph/Sebastian Fitzek: Professor Udolphs Buch der Namen. 1. Auflage. C. Bertelsmann, München 2005, ISBN 978-3-570-00879-9