bewegen

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bewegen (Deutsch)[Bearbeiten]

Verb, regelmäßig[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich bewege
du bewegst
er, sie, es bewegt
Präteritum ich bewegte
Konjunktiv II ich bewegte
Imperativ Singular bewege!
beweg!
Plural bewegt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
bewegt haben
Alle weiteren Formen: Flexion:bewegen

Worttrennung:

be·we·gen, Präteritum: be·weg·te, Partizip II: be·wegt

Aussprache:

IPA: [bəˈveːɡn̩], [bəˈveːɡŋ̍]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild bewegen (Info), Lautsprecherbild bewegen (Österreich) (Info)
Reime: -eːɡn̩

Bedeutungen:

[1] die Lage eines Gegenstandes oder eines Teils davon (auch eines Teils von sich selbst) im Raum verändern
[1a] reflexiv, sich bewegen: die eigene Stellung oder die eines Teils von sich im Raum verändern
[2] etwas von einem Ort zum anderen schaffen
[2a] reflexiv, sich bewegen: von einem Ort zum anderen kommen
[3] jemanden bewegen: psychisch beeindrucken, motivieren

Herkunft:

mittelhochdeutsch: bewegen, verwandt mit wiegen

Synonyme:

[1] aktiv: rühren, regen
[2] (sich) fortbewegen
[3] rühren, anrühren, aufrütteln, aufwühlen

Unterbegriffe:

[1] abwärtsbewegen, aufwärtsbewegen, dahinbewegen, durchbewegen, entgegenbewegen, hinaufbewegen, hinausbewegen, hinbewegen, hineinbewegen, hinunterbewegen, hinwegbewegen, vorbeibewegen, vorwärtsbewegen, wegbewegen, weiterbewegen, zubewegen, zurückbewegen
[1] drehen, schaukeln, schütteln, schwenken, schwingen, wiegen, wenden
[1a] sich bewegen: schwoien/schwojen, tanzen, zappeln
[2] fahren, fliegen, rollen, schieben, schleppen, tragen, werfen, ziehen
[2a] sich bewegen: gehen, laufen, schwimmen, springen

Beispiele:

[1] Die Wellen bewegen das Schiff.
[1] Sie bewegte nur den kleinen Finger.
[1] „Die wirkliche Bahn des Mondes ist außerordentlich kompliziert, da er sich mit der Erde um die Sonne bewegt und auch unser Sonnensystem als Ganzes nicht ruht.“[1]
[1a] Du musst dich mehr bewegen, sonst kriegst du einen Herzinfarkt.
[1a] „Vierhundert Jahre vor Lilienthal träumte bereits ein anderes Genie davon, sich mit einem Fluggerät durch die Luft zu bewegen.“[2]
[1a] Jeder vierte Erwachsene weltweit bewegt sich einem Bericht der Weltgesundheitsorganisation WHO zufolge zu wenig.[3]
[2] Der Magnet bewegt das Eisen auf sich zu.
[2a] Das Auto bewegt sich geradeaus.
[3] Sein Schicksal bewegt mich.
[3] „Dieses den jungen Goethe ergreifende Verlangen, sich in den unendlichen Luftraum zu stürzen und über den schauerlichen Abgründen zu schweben, frei zu werden wie der Adler im Äther, beflügelt und bewegt auch die heutigen Delta- und Gleitschirmpiloten, die dank des opferbereiten Wagemuts Lilienthals und anderer Flugpioniere diesen Traum heute zu realisieren vermögen.“[4]
[3] „Die Geschichte der staufischen Herrscher hat nicht nur die deutschen Mittelalterhistoriker im 19. Jahrhundert mächtig bewegt, sondern auch viele Dichter und Schriftsteller.“[5]

Redewendungen:

sich im Kreis bewegen

Wortbildungen:

bewegend, beweglich, Bewegnis, bewegt, Bewegung, weltbewegend

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[?] Wikipedia-Artikel „Bewegung
[?] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „bewegen
[?] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bewegen
[?] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalbewegen

Quellen:

  1. In Verbindung mit der Verlagsredaktion herausgegeben von Professor Dr. Ernst Neef (Herausgeber): Das Gesicht der Erde Band 2. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1970, ISBN ohne, Seite 725
  2. Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, Seite 104.
  3. Peter Kolakowski: Gefäßverkalkung – Die kaum bekannte Volkskrankheit. In: Deutschlandradio. 16. September 2018 (Deutschlandfunk Kultur / Berlin, Sendereihe: Nachspiel, Text und Audio, Dauer 24:02 mm:ss, URL, abgerufen am 17. September 2018).
  4. Siegbert A. Warwitz: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. Erklärungsmodelle für grenzüberschreitendes Verhalten. Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, Seite 89.
  5. Knut Görich: Die Staufer. In: G/Geschichte. Nummer 3/2017, ISSN 1617-9412, Seite 17.
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Verb, unregelmäßig[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich bewege
du bewegst
er, sie, es bewegt
Präteritum ich bewog
Konjunktiv II ich bewöge
Imperativ Singular bewege!
Plural bewegt!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
bewogen haben
Alle weiteren Formen: Flexion:bewegen

Worttrennung:

be·we·gen, Präteritum: be·wog, Partizip II: be·wo·gen

Aussprache:

IPA: [bəˈveːɡn̩], [bəˈveːɡŋ̍]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild bewegen (Info), Lautsprecherbild bewegen (Österreich) (Info)
Reime: -eːɡn̩

Bedeutungen:

[1] die Handlung von jemandem in eine beabsichtigte Richtung beeinflussen; jemanden dazu bringen, etwas zu tun

Herkunft:

mittelhochdeutsch: bewëgen, er bewiget, verwandt mit wägen

Synonyme:

[1] veranlassen

Beispiele:

[1] Die Finanzlage bewog ihn zu einer raschen Entscheidung.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] jemanden zu einer Handlung bewegen

Wortbildungen:

Beweggrund

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „bewegen
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bewegen
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portalbewegen

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: Geweben