Forst

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Wechseln zu: Navigation, Suche

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Forst (Deutsch)

[Bearbeiten] Substantiv, m

[1] Blick in einen Forst
Kasus Singular Plural
Nominativ der Forst die Forste
Genitiv des Forstes der Forste
Dativ dem Forst den Forsten
Akkusativ den Forst den Forsten

Silbentrennung:

Forst, Plural 1: Fors·te, Plural 2: Fors·ten

Alte Rechtschreibung:

Forst, Plural: For·ste, Plural 2: For·sten

Aussprache:

IPA: [fɔʁst], Plural 1: [ˈfɔʁstə], Plural 2: [ˈfɔʁstn̩]
Hörbeispiele: —, Plural 1: —, Plural 2:

Bedeutungen:

[1] Zum Zwecke der Nutzung (Jagd, Holzgewinnung) von Menschen gepflegter Waldabschnitt, der einer geregelten Forstwirtschaft unterliegt
[2] Toponym von Weideflächen, die einst bewaldet waren

Anmerkung:

[1] Die Forstflächen befinden sich in Deutschland nur ungefähr zur Hälfte in öffentlicher Hand (34% Staatswald, 20% Körperschaftswald). Die restlichen 46% der forstlichen Waldflächen bezeichnen den Privatwald, der sich meist im kleinflächigen, landwirtschaftlichen Besitz befindet.

Herkunft:

[1] die genaue Herkunft bleibt unklar; erste Erwähnungen in fränkischen Urkunden und schon in merowingischen des 7. Jahrhunderts; in der karolingischen Periode häuft sich der Gebrauch; im Spätahd. forst, Ableitung zu forestari "Förster (Beamte in der Verwaltung Karls d. Großen und der Wittelsbacher)"; durch die Karolinger (Franken) gelangt es in die lateinische Amtssprache Galliens; die älteste Form ist forestis (f.) "Bannwald, Herrnwald, Fronwald; königlicher, herrschaftlicher Wald im Gegensatz zur Mark, den Gemeinwäldern, die von den Genossen, den Untertanen zur Weide und Mast dienen", aus der später die drei gängigeren Formen foresta (f.), forestus (m.), forestum (n.) hervorgehen; aus diesen drei letzten Formen entstammen französisch forêt (altfranzösisch forest), italienisch foresta, englisch forest; ein urlateinischer Ursprung wird jedoch ausgeschlossen, da keine früheren Belegformen existieren und es in anderen romanischen Sprachen fehlt; mittelhochdeutsche Formen sind vorste, forëst, foreis, forëht; die Form forëht veranlasste GRIMM zu der folgenden Hypothese: das mhd. forëht soll demnach aus ahd. foraha "Fichte" (mhd. vorhe, nhd. fohre, forche "id.") bzw. dem kollektiven forahahi "Fichtenwald, Nadelwald" (nhd. forchach, förchach "id.") entstammen, welche ihrerseits altn. fura bzw. kollektivisch fyri entsprechen; des Weiteren merkt GRIMM an, dass Forste zumeist Nadelwälder waren, wohingegen Marken eher aus Laubbäumen bestanden

Synonyme:

[1] Revier

Gegenwörter:

[1] Urwald, Naturwald

Oberbegriffe:

[1] Forstwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft

Unterbegriffe:

[1] Baumgruppe, Baumschule, Schonung, Forstrevier

Beispiele:

[1] Der Forst schützt die Stadt vor den häufigen Südwestwinden

Redewendungen:

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ausgedehnter ~ , schattiger ~ , im tiefen ~ , sich mitten im tiefen ~ verlieren, aus dem dichten ~ treten, Wald und ~

Abgeleitete Begriffe:

[1] aufforsten, Aufforstung, beforsten, Beforstung, durchforsten, Gemeindeforst, Kiefernforst, Landesforst, Landesforstverwaltung, Privatforst, Staatsforst, Stadtforst, Wiederaufforstung, Forstabschätzung, Forstabteilung, (veraltet) Forstakademie, Forstamt, Forstanschlag, Forstassessor, Forstaufseher, (untergegangen) Forstbann, forstbar, Forstbaum, Forstbeamte, (veraltet) Forstbedienter, Forstbehörde, (veraltet) Forstbereiter, Forstbetrieb, Forstbewirtschaftung, Forstbezirk, Forstbüro, (veraltet) Forstdiebstahl, (veraltet) Forstdiener, (veraltet) Forstdienst, (untergegangen) Forstding, (veraltet) Forsteinkünfte, (veraltet) Forsteleve, forsten, Förster, Försterei, Förstergebühr, Försterin, Försterschaft, Forstexperte, Forstfach, (veraltet) Forstfrau, Forstfacharbeiter, Forstfläche, Forstfrevel, Forstgarten, Forstgesetz, Forsthaus, Forsthochschule, Forstingeneur, Forstkultur, Forstmann, Forstmeister, Forstnutzung, Forstrat, Forstrevier, Forstschaden, Forstschädling, Forstschule, Forstschüler, Forstschutz, Forstverwaltung, Forstware, Forstwesen, Forstwirtschaft, forstwirtschaftlich, Forstwirtschaftsbetrieb, Forstwissenschaft

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Alemannisch:
  • Bairisch:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Forst
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Forst
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Forst
[1] canoo.net „Forst
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonForst



[Bearbeiten] Substantiv, n, Toponym

Kasus Singular Plural
Nominativ (das) Forst (die Forsts)
Genitiv (des) Forsts (der Forsts)
Dativ (dem) Forst (den Forsts)
Akkusativ (das) Forst (die Forsts)

Silbentrennung:

Forst, Plural: selten: Forsts

Anmerkung:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Forst“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht.

Aussprache:

Hörbeispiele: —
IPA: [fɔʁst]

Bedeutungen:

[1] Stadt in der Niederlausitz (Brandenburg)
[2] Name weiterer Orte im deutschen Sprachraum

Herkunft:

Oberbegriffe:

[1] Stadt
[1, 2] Siedlung, Ort

Beispiele:

[1, 2] Ich wohne in Forst.
[1, 2] das Forst der fünfziger Jahre
[1, 2] Laut Wikipedia gibt es siebzehn Forsts.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1, 2] in ~ anlangen, in ~ arbeiten, in ~ aufhalten, in ~ aufwachsen, ~ besuchen, durch ~ fahren, nach ~ fahren, über ~ fahren, nach ~ kommen, nach ~ gehen, in ~ leben, nach ~ reisen, aus ~ stammen, in ~ verweilen, in ~ wohnen, nach ~ zurückkehren

Abgeleitete Begriffe:

Forster, Forsterin

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:



? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Forst (Begriffsklärung)
[1] Wikipedia-Artikel „Forst (Lausitz)

Ähnliche Wörter:

Ähnliche Wörter:

Frost, -forst
Persönliche Werkzeuge