Rad fahren

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[Bearbeiten] Rad fahren (Deutsch)

[Bearbeiten] Verb, Wortverbindung

[1] 37 Prozent der Kopenhagener fahren Rad
  Person Wortform
Präsens ich fahre Rad
du fährst Rad
er, sie, es fährt Rad
Präteritum ich fuhr Rad
Partizip II   Rad gefahren
Konjunktiv II ich führe Rad
Imperativ Singular fahr Rad!
fahre Rad!
Plural fahrt Rad!
Hilfsverb   sein
Alle weiteren Formen: Rad fahren (Konjugation)

Alte Rechtschreibung:

radfahren

Anmerkung:

Die durch die Rechtschreibreform eingeführte Variante „Rad fahren“ ist die einzig zulässige Schreibweise. Im Gegensatz dazu bleibt die Zusammenschreibung bei den Substantivierungen das Radfahren, das Fahrradfahren und beim Adjektiv radfahrend (alternativ: Rad fahrend) erhalten.[1][2]

Worttrennung:

Rad fah·ren, Präteritum: fuhr Rad, Partizip II: Rad ge·fah·ren

Aussprache:

IPA: [ʀaːt ˈfaːʀən], Präteritum: [ˈfuːɐ̯ ʀaːt], Partizip II: [ʀaːt ɡəˈfaːʀən]
Hörbeispiele: —, Präteritum: —, Partizip II:

Bedeutungen:

[1] intransitiv: mit einem Fahrrad fahren
[2] übertragen, intransitiv: sich Übergeordneten gegenüber servil, Untergeordneten gegenüber jedoch schikanös verhalten

Herkunft:

Wortverbindung mit dem Substantiv Rad und dem Verb fahren

Synonyme:

[1] Fahrrad fahren, in die Pedale treten, radeln, strampeln, biken, schweizerisch: Velo fahren, pedalen
[2] katzbuckeln, ›nach oben buckeln, nach unten treten‹, ›nach oben buckeln und nach unten treten‹, ›sich anbiedern‹, ›sich lieb Kind machen‹, ›um den Bart gehen‹, pejorativ:in den Arsch kriechen‹, kriechen, lobhudeln, ›sich einschleimen‹, ›Süßholz raspeln

Gegenwörter:

[1] eislaufen, gehen, joggen, laufen, mountainbiken, schwimmen

Oberbegriffe:

[1] sich fortbewegen
[2] sich verhalten

Beispiele:

[1] Ich möchte dich fragen, ob du morgen Vormittag mit mir entlang der Donau Rad fährst.
[1] Es ist eigentlich verwunderlich, dass nur wenige deutsche Touristen diesen Landstrich bereisen, in dem sie so viel über ihr eigenes Land erfahren und in dem es sich so trefflich Rad fahren, wandern und einkehren lässt.[3]
[1] Der Jumpsuit ist wahnsinnig patent (außer wenn man auf Toilette muss) und genauso sexy wie ein Kleid. Er ist so bequem wie ein Babystrampler und im Gegensatz zum Minirock lässt sich darin prima Rad fahren.[4]
[1] Sport, jeden Mittwoch zwei Stunden Tennis, am Wochenende Rad fahren, das war das große Vorhaben. Wo der Schläger ist, weiß ich bis heute nicht; Rad gefahren bin ich einmal.[5]
[1] Als Paradebeispiel für die mit der Reform erzielten Vereinfachungen galt die Wiedereinführung der altertümlichen Schreibung "Rad fahren" anstelle von "radfahren".[6]
[2] Weil er ständig Rad fährt, hat sich der Neue unter den Kollegen bereits sehr unbeliebt gemacht.

Abgeleitete Begriffe:

Radfahren, radfahrend, Radfahrer, Radfahrweg

[Bearbeiten] Übersetzungen

Dialektausdrücke:

  • Alemannisch:
  • Bairisch:

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „radfahren
[*] canoo.net „Rad fahren
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonRad fahren

Quellen:

  1. Überarbeitete Fassung des amtlichen Regelwerks 2004, § 34 (3) und § 36 (2.1)
  2. Dudenredaktion (Hrsg.): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 24. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-70924-3 Seiten 392, 826
  3. WeltWiktionary:Literaturliste: Andreas Fasel, Spurensuche im Hochmoor, 28.06.2009
  4. ZEITWiktionary:Literaturliste: Antje Wewer, Ein Anzug für Unerschrockene, 16.7.2009
  5. ZEITWiktionary:Literaturliste: Christian Schüle, Auf der Suche nach der verlorenen Zeit, 28.12.2006
  6. PresseWiktionary:Literaturliste: Reinhard Markner, Meinung Zum Tag: Der nächste Duden kommt bestimmt, 27.07.2004

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