Leute
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[Bearbeiten] Leute (Deutsch)
[Bearbeiten] Substantiv, ohne feststehendes Genus, Pluraletantum
| Kasus | Singular | Plural | |||||||
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| Nominativ |
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die Leute | |||||||
| Genitiv |
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der Leute | |||||||
| Dativ |
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den Leuten | |||||||
| Akkusativ |
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die Leute | |||||||
Anmerkung:
- nach HäufgkWB mit 1,30% dritthäufigstes deutsches Substantiv
Silbentrennung:
- kein Singular, Plural: Leu·te
Aussprache:
- IPA: — , Plural: [ˈlɔɪ̯tə]
- Hörbeispiele: — , Plural: (österreichisch) Leute
Bedeutungen:
- [1] eine Gruppe von Personen, Menschen meist unbestimmter, aber auch bestimmter Anzahl
- [2] Kollektivum: die Menschen im Allgemeinen, gewöhnliche Menschen
- [3] ostdeutsch, kollegial, veraltend: eine Anrede unter Jugendlichen oder anderen Personen gleichen Alters oder Stellung
- [4] umgangssprachlich, so viel wie: Verwandtschaft, Sippe, Angehörige
Verkleinerungsformen:
- [1, 2] Leutchen
Herkunft:
- bezeugt im Mittelhochdeutschen liute, das seinerseits dem Althochdeutschen liut(i) entstammt, welches wiederum der (nicht belegbaren aber rekonstrierten) germanischen Form *leudi- „dingberechtigtes Mitglied eines Volksverbandes; (im Plural) Volk“ entspringt; diese, so wird vermutet, geht vielleicht auf die (ebenfalls nicht belegbare aber rekonstruierte) indogermanische Form *(e)leu-dʰ- „wachsen“ zurück; außerdem ist es bezeugt im Westgotischen leudes „Leute“, im Burgundischen leudis „Gemeinfreier“, in den altfranzösischen Formen liōde und liūde „Volk“, im Altnordischen ljóđr „Volk“ sowie lýđr „Leute“, im Altsächsischen liud(i), im Altenglischen lēod(a) „Edler, Bewohner eines Gebietes beziehungsweise Landes“ sowie lēod „Leute, Volk“, in der ro-Bildung mit der Bedeutung „frei“ des Griechischen ἐλεύθερος (eleútheros) → grc „freier Mann“ und im Lateinischen līber → la; ferner lassen sich außergermanisch etymologische Verwandtschaften im Altkirchenslawischen людъ (ljudŭ) → cu „Volk“ sowie людиє (ljudije) → cu „Leute“, im Litauischen liáudis „(niederes, gewöhnliches) Volk“ und im Lettischen ļàudis „Leute“ nachweisen[1]
Synonyme:
- [1] Menschen, Personen
- [2] Menschen, Personen, Volk, Hinz und Kunz
- [1, 2, 4] kurz, regional: Leut
Gegenwörter:
- [1, 2] Individuum
Oberbegriffe:
- [1] Mensch, Person, Lebewesen, Geschöpf
- [2] Volk, Ethnie, Gemeinschaft, Gruppe, Gesellschaft, Kollektiv, Team
Unterbegriffe:
- [1, 2] Bergleute, Edelleute, Eheleute, Fachleute, Kriegsleute, Seeleute, Zimmerleute
Beispiele:
- [1] Viele Leute warten auf den Bus.
- [1] Drei Leute sind zu viel.
- [2] Mich interessiert nicht, was die Leute sagen.
- [2] „Manche Leute verneigen / Sich gern vor Leuten, die ernsten Gesichts / Langdauernd schweigen.“[2]
- [2] ironisch: Die Menschen sind gut, aber die Leute sind schlecht.
- [3] „Leute, Leute, so geht das nicht.“
- [4] „Was, du bringst deine Leute auch zum Geburtstag mit?“
Redewendungen:
- Kleider machen Leute: das Aussehen ist entscheidend
- Leute von heute: moderne Menschen
Charakteristische Wortkombinationen:
Abgeleitete Begriffe:
[Bearbeiten] Übersetzungen
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Dialektausdrücke:
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? Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Leute“
- [1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm „Leute“
- [1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Leute“
- [1] canoo.net „Leute“
- [1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikon „Leute“
Quellen:
- ↑ vergleiche Kluge24, Seite 572
- ↑ Joachim Ringelnatz
- ↑ Ludwig Thoma, Heilige Nacht. Eine Weihnachtslegende, Drittes Hauptstück: Sie is a guat's Leut, dös is wahr.
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